Tempo 30: Neuer Anlauf im Regensburger Stadtzentrum

Von Juliana Ried · 18. September 2025 um 15:00

In der Weißenburgstraße im inneren Stadtosten gilt seit Ende Juni Tempo 30 – prompt kündigte ein Regensburger an, dagegen vor Gericht ziehen wollen. Nun setzten sich die Grünen im Stadtrat dafür ein, auch etwas weiter stadteinwärts die Geschwindigkeit zu beschränken: in den ebenfalls stark befahrenen Straßenzügen Landshuter Straße und Luitpoldstraße. Rechtsreferent Walter Boeckh allerdings gab ihnen am Mittwochabend im Planungsausschuss des Stadtrats kein grünes Licht dafür.

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Wünschen würden es sich einige. So griffen die Grünen mit ihrem Antrag auch eine Forderung des Elternbeirats der Von-der-Tann-Grundschule auf. Mutter Verena Riehl sagt, die Eltern seien aus zwei Gründen für eine Geschwindigkeitsbeschränkung. Zum einen komme es morgens vor der Schule regelmäßig zu unübersichtlichen Situationen. „Wir haben Angst, dass etwas passieren könnte.“ Zum anderen sei es im Schulhaus so laut, dass die Fenster zur Landshuter Straße während des Unterrichts nicht geöffnet werden könnten.

Bereits 2023 hatte der Elternbeirat Tempo 30 für mehr Sicherheit gefordert. Passiert sei im Grund nicht viel, beklagt Riehl. Gabriele Rottmann, die die Krabbelstube Stadtmäuse in der Luitpoldstraße leitet, unterstützt auch im Namen ihrer Kolleginnen und der Eltern ein Tempolimit, „um die Verkehrssicherheit, Lebensqualität und den Umweltschutz zu erhöhen“. Greenpeace und der Bund Naturschutz gehen noch weiter: Sie forderten im Juni, die Landshuter Straße einspurig zu machen. „Eine Busspur wäre ein Anfang, ebenso die Einrichtung von Tempo 30 wie in der Weißenburgstraße“, sagte Astrid Schnell damals.

Die Grünen hatten beantragt, dass die Verwaltung für mehr Verkehrssicherheit bauliche und verkehrsrechtliche Maßnahmen in Landshuter Straße und Luitpoldstraße bis zur Kreuzung Stobäusplatz prüfe, „darunter die Einführung einer Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 Kilometer pro Stunde“. Im Umfeld befänden sich mit der Grundschule, zwei Kitas, einem Seniorenheim und einem Spielplatz mehrere Einrichtungen, die von verletzlichen Gruppen besucht werden, betonte Stadtrat Michael Achmann-Denkler. Er erklärte: „Im Grund möchten wir die Möglichkeiten der neuen Straßenverkehrsordnung gern nutzen.“

Rechtsreferent Boeckh erklärte, die geforderte Prüfung sei bereits erfolgt. Das Ergebnis: Die genannten Einrichtungen lägen nicht unmittelbar an den beiden Straßen, was Voraussetzung wäre für Tempo 30. Für mehr Sicherheit dort habe die Stadt aber gesorgt, etwa mit Ampeln und Piktogrammen. „Die Maßnahmen, die die Stadt rechtmäßig ausschöpfen könnte, hat sie ausgeschöpft.“ Ordnungsamtschef Michael Bleckmann ergänzte, auf dem Schulweg sei „ein Maximum an Sicherheit gewährleistet“.

Mutter Verena Riehl findet das Ergebnis der Prüfung „sehr bedauerlich“. Sie sagt: „Wir werden auf jeden Fall dranbleiben an dem Thema.“