Burglengenfelder setzt Geschichte von Elvis und der „Bravo“ in Szene

In den 1950er und 1960er Jahren war die „Bravo“ die größte Jugendzeitschrift Europas und Elvis Presley der größte Star der Welt. Zwischen Künstler und Magazin entwickelte sich eine ausgesprochen gute Zusammenarbeit, die bis zum Tod von Elvis anhielt. Der Burglengenfelder Klaus Sauerbeck machte diese „Liebesgeschichte“, wie er die Liaison bezeichnet, nun zum Inhalt seines aktuellen „MusiTexticals“.
Nach großen Erfolgen in Cham und Bärnau präsentiert Sauerbeck das Spektakel nun am 17. Oktober auch im VAZ in Burglengenfeld – mit einem der besten deutschen Elvis-Interpreten, Markus Buchinger, alias Marc Charro, an seiner Seite. Eine Ausstellung zur Vorstellung wird es dabei auch zu sehen geben. Auf über 40 Schautafeln werden alle Bravo-Titelseiten und Poster mit Elvis-Abbildungen, alle Bravo-Artikel, aus denen bei der Veranstaltung erzählt wird, und zahlreiche Poster-Starschnitte von Elvis gezeigt.
Künstler mit vielen Facetten
Sauerbeck beschäftigt sich schon seit mehreren Jahren mit vielen Facetten des Künstlers. Da sei es nur logisch gewesen, auch auf dieses Thema zu kommen, sagt er. Heute sei es so, dass die Sensationspresse die Künstler oftmals in die Pfanne haue. Das Verhältnis der Bravo zu Elvis Presley bezeichnet der 66-Jährige dagegen als eine Liebesgeschichte. Das könne man anhand von Artikeln festmachen, wie Sauerbeck erklärt.
Die Bravo habe sehr positiv über Elvis berichtet. Und Elvis habe dem Magazin Exklusiv-Interviews gegeben, von denen es auch einige bei der Darbietung im VAZ zu hören gebe. Auch handgeschriebene Briefe habe der Künstler an die Bravo geschickt. Und sogar Einblick in sein Privatleben habe Elvis der Bravo und dem Magazin bei seinen Las-Vegas-Shows sogar Zugang zu seiner Hotel-Suite gewährt. Das sei ansonsten nur seiner Frau und seinem Manager erlaubt worden.
Das gute Verhältnis der Bravo zum US-amerikanischen Sänger sei bis zu dessen Tod und sogar darüber hinaus gegangen, wie der 66-Jährige betont. So habe die Bravo den Elvis-Fans auch bei der Trauerbewältigung geholfen.
Klaus Sauerbeck wird in der Vorstellung in die Rolle eines mit Elvis befreundeten Journalisten schlüpfen und aus den zahlreichen Bravo-Artikeln und -interviews erzählen. Die Zuhörer werden außergewöhnliche Geschichten und Anekdoten über Elvis erfahren und sehr spezielle Einblicke in die Gefühls- und Gedankenwelt des Superstars bekommen, die er nach den Worten Sauerbecks ausschließlich der Bravo gewährt habe.
Viele Fragen werden dabei beantwortet: Was hatte die DDR-Stasi mit Elvis-Auftritten zu tun? Was sagte Elvis zu der Randale beim Bill-Haley-Konzert in Berlin? Wie standen die Beatles und Elvis zueinander? Die Besucher werden sogar einen Einblick bekommen, wie der King of Rock'n'Roll während seiner Las-Vegas-Shows wohnte, wie er schlief und was er aß, und schließlich auch, wie die Bravo nach Elvis' Tod den Fans bei der Trauerbewältigung geholfen hat.
Zu all den faszinierenden Erzählungen präsentiert Sänger Marc Charro in unvergleichlicher Intensität und Emotionalität Elvis-Hits, die zeitlich genau auf die Geschichten abgestimmt sind. „Superstar und Presse – das muss nicht Gegnerschaft bedeuten“, formuliert es Sauerbeck. Das könne auch zu einer „Lovestory“ werden. So, wie der zwischen Elvis Presley und der Bravo.
Nicht das erste Projekt
Es ist nicht Sauerbecks erstes Projekt über den amerikanischen Superstar, der mit über einer Milliarde verkaufter Tonträger als erfolgreichster Solo-Künstler aller Zeiten gilt. Einmal schlüpfte der Burglengenfelder in die Rolle seines Managers Colonel Tom Parker, ein anderes Mal nahm er die Militärzeit des US-Amerikaners in Deutschland, insbesondere seine Zeit in Grafenwöhr, zum Anlass für eines seiner „MusiTexticals“.
Umgeben von Büchern über Künstler, darunter auch einige antiquarische, sitzt Sauerbeck seit vielen Jahren abends an seinem Laptop und taucht für ein paar Stunden in eine andere Welt ab. Und das macht er fast täglich, wie er sagt. Seine Liebe zur Musik sei dabei die Basis und die Wurzel seiner Recherchen. Aber es sei ihm auch wichtig, die Texte zur Musik aufzuarbeiten und Hintergrundwissen zu vermitteln. Ganz besonders hat es ihm dabei Elvis Presley angetan. Eine weitere neue Episode über Elvis wird es im kommenden Jahr zu sehen geben. Der Titel: Elvis in Hollywood. Noch in Arbeit sei dagegen die Produktion „Elvis in den Schlagzeilen“, wie der 66-Jährige verrät.
Tickets gibt es in der Avia-Tankstelle an der Regensburger Straße in Teublitz, in Schwandorf im Kopierhop24 und im Internet unter www.der-kartenvorverkauf.de.