MusiTextical: Klaus Sauerbeck wurde für das Schwandorfer Publikum zum schönsten Moderator der Welt

Evergreens und Musik-Raritäten erweckt der Burglengenfelder Klaus Sauerbeck mit seinem neuesten MusiTextical „What a wonderful world“ wieder zum Leben. Bei der Aufführung im Konrad-Max-Kunz-Saal der Oberpfalzhalle wurde er von der Band „Die Strandläufer“ begleitet. Dabei traf er als „schönster Moderator der Welt“ nicht nur zahlreiche bekannte Künstler. Er wusste auch von vielen spannenden Details zu Bands und Produktionen zu berichten.
Der promovierte Pädagoge Klaus Sauerbeck, der zuletzt Rektor an einer Mittelschule war, ist der beste Beweis dafür, das eine altersbedingte Versetzung in den Ruhestand nichts mit zur Ruhe setzen zu tun haben muss. Auch im Alter von 65 Jahren ist der Burglengenfelder noch immer ein sprudelnder Quell im Bereich Literatur. Er hat bereits mehr als 30 Bücher geschrieben. Ein weiteres Steckenpferd Sauerbecks ist die Musik. Als leidenschaftlicher Tänzer ist er in einem Verein aktiv. Vor einigen Jahren ist es ihm gelungen, beide Hobbys – Literatur und Musik – miteinander zu verbinden. Dafür hat er sogar einen neuen Begriff erfunden: MusiTextical, eine Bühnenshow, die sich aus Livemusik und eingebundenen Textbeiträgen zusammensetzt.
Thomas Spottkalk ist auf Du und Du mit den Stars
Dabei ist Sauerbeck schon als Manager von Elvis Presley aufgetreten, hat als „Amazing-Grace“-Autor seine Lebensgeschichte erzählt oder über seine Erlebnisse als Tanzschüler berichtet. Dazu hat er sich immer Musiker und Bands mit dazu geholt, die seinen Geschichten den passenden Rahmen gaben. In seinem neuesten Projekt berichtet er als „der schönste Moderator der Welt“ über seine Erlebnisse mit legendären Musikern, deren Hits schon lange zu beliebten Evergreens geworden sind. Musikalisch begleitet wird er diesmal von der Band „Strandläufer“, die diese unvergesslichen Musikraritäten in beeindruckender Weise wieder in Erinnerung ruft.
In einem goldenen Glitzeranzug begrüßte Sauerbeck als Thomas Spottkalk seine Gäste. Als Topmoderator habe er alle Superstars kennengelernt und Dinge erfahren, die niemand sonst kenne. Wer nicht wisse, was ein Evergreen sei, müsse nur ihn anschauen. Er sei nämlich die Personifizierung eines Evergreens. Wie ein Musik-Evergreen sei auch er von Jahr zu Jahr älter geworden und trotzdem immer noch von unvergänglicher Schönheit, so der Glitzer-Moderator ganz selbstbewusst.
Aus einem Leben vor Tinder und Parship
1963 habe Cliff Richard mit seinem Song „Rote Lippen soll man küssen“ in Deutschland die Spitze der Charts erklommen, erinnerte der Star-Moderator. 250 Millionen Tonträger habe „der gute Cliff“ damit verkauft. Der Text sei eine Aufreiß- und Anmach-Anleitung gewesen. Online-Treffs wie Tinder oder Parship habe es damals nicht gegeben – und habe man auch nicht gebraucht.
Graham Bonney habe er bereits 1963 im legendären Hamburger Starclub getroffen, noch bevor dieser 1967 den deutschen Ritterschlag bekommen habe und zum Starschnitt in der BRAVO geworden sei, blickte Spottkalk zurück. Über Evergreens zu sprechen, ohne dabei an das legendäre Woodstock-Festival zu denken, gehe natürlich gar nicht. Spottkalk hatte dazu eine Geschichte auf Lager, die wirklich kaum einer kennen dürfte. Um drei Uhr in der Nacht sei es gewesen, als nach einer langen Regenpause Creedence Clearwater Revival die Bühne betraten. Musiker und Techniker seien zum Umfallen müde gewesen, sogar zu müde, um einen Soundcheck zu machen. Das Resultat: CCR spielten einen lausigen Auftritt.
Regen bei Woodstock-Festival sorgte für einen Hit
Frontmann John Fogerty sorgte dafür, dass der Konzertmitschnitt wieder gelöscht wurde. Aber der Auftritt hatte auch eine positive Seite, wie Spottkalk bemerkte. Einer der Techniker habe rumgemosert: „Wer stellt bloß endlich den Regen ab“. Daraus wurde schließlich einer der größten Hits von CCR, „Who’ll stop the rain“.
In dem Song von Albert Hammond „It never rains in Southern California“ gehe es übrigens nicht um den Regen, der niemals aufhört, sondern um gute und schlechte Tage im Leben. „Manchmal kommt es eben knüppeldick.“ Auch in Kalifornien gebe es nicht nur rosige Zeiten, wie der Moderator anmerkte. Im weiteren Verlauf des Abends berichtete Spottkalk auch über Bob Dylan, der als einziger Musiker den Nobelpreis für Literatur bekam und zur geplanten Übergabe der Auszeichnung nicht erschien. Spottkalk erzählte im Laufe des MusiTexticals auch Geschichten bzw. von Begegnungen mit Louis Amstrong, The Eagles, Karat, Peter Maffay, Udo Jürgens, Nena und Klaus Lage.
Weitere Projekte von Klaus Sauerbeck
Projekt: Klaus Sauerbeck präsentiert zusammen mit dem Musiker Reiner Kowalski in der Vorweihnachtszeit Ludwig Thomas Gospel-Weihnacht.
Termine: Aufführungen finden am 22. November um 19 Uhr im Historischen Schlosssaal in Neunburg und am 23. November um 19.30 Uhr in der Kirche St. Josef in Burglengenfeld statt.