Klaus Sauerbeck aus Burglengenfeld präsentiert eine amüsante Hommage an den Tanzsport

Von Josef Schaller · 29. Februar 2024 um 19:00

Klaus Sauerbeck bringt am 23. März zusammen mit der Tanzband „Cappuccino“ im Burglengenfelder Bürgertreff das MusiTextical „Leidenschaftliche Geschichten aus dem Tanzkurs“ zur Aufführung. Passend dazu erschien ganz aktuell sein neues Buch.

Es trägt den Titel „Der Nabel des Herrn braucht freie Sicht – Meine seltsamen Geschichten beim Tanzsport“. In den über 130 kurzen, lustigen und kuriosen Episoden geht es um skurrile Geschichten aus dem Tanztraining und um eine Sprache, die offensichtlich nur Tanztrainern eigen ist.

Lustige Anekdoten fanden Eingang ins Buch

Seltsam ist auch der Untertitel des Büchleins: „Wie ich als schwebender Lipizzaner mit einem Dönerspieß durch den Körper gleich einem Schneebesen in der Rührschüssel mit meinem Känguruschwanz mit einer Litfaßsäule tanzte“. Möglicherweise wird man auch nach mehrfachem Lesen immer noch nach der Sinnhaftigkeit suchen. Nach dem Schmökern der 103 Zeilen sollte das Rätsel allerdings gelöst sein.

In den 15 Jahren Tanzsport im Verein habe er immer wieder lustige Anekdoten aufgeschrieben, die er oftmals an Sommerfesten und Weihnachtsfeiern vortrug. Irgendwann sei die Idee entstanden, diese amüsanten Geschichten in einem Büchlein zusammenzufassen, sagt Sauerbeck.

Er widmet das Werk „allen Tanzbegeisterten und Tanzmuffeln, Turniertänzern und Tanzanfängern, Tanzgenies und Antitänzern und ganz besonders all denen, die sich gern über Tanzen und Tänzer lustig machen“. Mit einem Augenzwinkern spricht der Autor auch die Probleme beim Tanzsport an – so etwa, wenn er darauf hinweist, dass der Tänzer ständig mit drei Gegnern zu kämpfen hat: dem Trainer, dem Tanzpartner und der Musik.

Das Augenzwinkern sei ganz wichtig in den Geschichten, sagt er. Es sei Vorsicht geboten beim Lesen, denn: „Es besteht die Gefahr, sich krank oder gar kaputt zu lachen!“ Und weil auch der Autor mitlachen möchte, hat er seine Erzählungen mit viel Selbstironie versehen. Am Schluss seines Buches beschreibt er sein ambivalentes Verhältnis zum Tanzsport mit einer Redensart: „Was sich neckt, das liebt sich“. Er habe tatsächlich diese Sportart gemeinsam mit seiner Ehefrau lieben gelernt, auch wenn es immer noch schmerze, wenn der Trainer laut durch die Halle rufe: „Macht die Musik aus! So, wie ihr tanzt, stört sie nur.“

Bereits mehr als 30 Werke veröffentlicht

Der Titel des Buches ist ebenso ein Produkt aus der Trainersprache wie die Aneinanderreihung derartiger Redensarten im Untertitel. „Der Nabel des Herrn braucht freie Sicht“ bedeute nichts anderes, als dass beim langsamen Walzer die beiden Körper etwas versetzt sein sollten, sagt Sauerbeck.

Einige der Buchepisoden sind auch Bestandteil seines MusiTextical „Leidenschaftliche Geschichten aus dem Tanzkurs“, das er am 23. März um 20 Uhr mit der Band „Cappuccino“ aufführt. Sein Drang, zu lesen und zu schreiben, sei schon immer groß gewesen, sagt der ehemalige Leiter der Mittelschule Undorf. „Ein unruhiger und kreativer Geist braucht immer ein Projekt“, sagt er.

Insgesamt hat Sauerbeck über 30 Bücher geschrieben – vom Mundartbuch über einen Geschichtsband bis zu Kinderbüchern. Das aktuelle Büchlein ist für neun Euro im Buchhandel oder bei Amazon erhältlich.