Herbstdult in Regensburg endet – So fällt die erste Bilanz aus

Von André Baumgarten · 14. September 2025 um 17:15

Festwirte, Schausteller und Beschicker der Warendult zeigen sich zufrieden mit dem Abschluss-Wochenende auf dem Regensburger Dultplatz – einzig ein Vorfall am Freitag trübt das Bild etwas. Das Wetter spielte mit kleinen Ausreißern jedenfalls gut mit.

Video ansehen

17 Tage lang ist gefeiert worden – doch nun ist die Herbstdult 2025 Geschichte. Zufrieden mit dem dritten und letzten Wochenende zeigten sich die Festwirte Michael Hahn und Alfred Glöckl. Doch wie sehr können die Beschicker solche Veranstaltung eigentlich selber genießen? Das haben wir zum Abschluss gefragt. Marktmeister Kellner Reinhard von der Stadt zieht eine erste Bilanz: Er spricht von einer „sehr guten Herbstdult“, wohl sogar besser als die 2024.

Als Festwirt Michael Hahn am Sonntag ans Telefon geht, klingt im Hintergrund noch die Blasmusik. „Der Sonntag hat sich etabliert für Familien“, erklärt er. An den beiden Tagen zuvor hätten Jung und Alt friedlich gefeiert. „Das ist schön zu sehen, wie das alles zusammenpasst.“ Wenn er selber die Dult erkundet, sind seine Kinder mit dabei, verrät Hahn. Er wünschte, „dass es öfter gehen würde“, zumal man mit einem Ohr und Auge trotzdem immer woanders sei. Wilde Fahrgeschäfte fährt er nicht – „aber ich bin Spezialist für Enten angeln, Riesenrad und Autoscooter“. Festwirt Alfred Glöckl besucht öfters die Kollegen auf der Dult. Wenn er selber privat auf dem Platz unterwegs ist, dann meistens mit dem Kind. Am letzten Wochenende sei im Glöckl-Zelt viel los gewesen. „Es war gut, wir sind zufrieden.“

Schausteller-Chef wird schlecht, wenn es sich schnell dreht

Doch wie ist es mit den Betreibern der Fahrgeschäfte und Attraktionen? Schaustellerverbands-Chef Arndt Bergmann mag persönlich Achterbahnen und Wasserbahnen. „Nur alles, was sich schnell um einen kleinen Kreis dreht, da bin ich raus“, gesteht er. „Da wird mir schlecht.“ Unter Kollegen fände sich auch regelmäßig Zeit, selbst einmal zu testen. „Man kennt sich untereinander ja.“ Seine Bilanz für das letzte Wochenende: Alle hätten von „gutem Geschäft“ berichtet.

Auch am letzten Dult-Wochenende für das Jahr 2025 wurde in den großen Festzelte und draußen gefeiert. - Foto: Daniel Steffen

Marktmeister Kellner Reinhard hat für den Veranstalter, die Stadt, ebenfalls nur Positives zu berichten. Alle Rückmeldung sprächen von einer sehr guten Herbstdult, auch die Beschicker der Warendult hätten positive Bilanz gezogen. Ob die Herbstdult sogar besser als die im letzten Jahr werde, hänge noch vom letzten Sonntag ab. Das zeige für ihn vor allem eins klar: „Qualität setzt sich eben durch.“ Und auch das Wetter habe mit kleinen Ausreißern gut mitgespielt. Und: Auch die Ordnungskräfte sprachen laut Kellner unisono von einer „entspannten Familiendult“.

19-Jähriger beißt Rettungssanitäter in Arm

Die Regensburger Polizei will erst heute zur Herbstdult ihre Bilanz ziehen. Ohne Vorfälle verlief das letzte Festwochenende aber nicht: Am Freitag war ein 19-Jähriger auffällig geworden, gegen den nun wegen sexueller Belästigung und Körperverletzung ermittelt wird. Er hatte laut Polizei eine 16-Jährige belästigt, weshalb ein Rettungssanitäter einschritt. Den attackierte der Mann und biss dem 23-Jährigen in den Unterarm.

Das könnte Sie ebenfalls interessieren: Regensburger Dult: VdK-Seniorennachmittag lockte viele Besucher an

Bei Verkehrskontrollen rund um die Herbstdult wurden zudem sechs alkoholisierte Fahrzeugführer erwischt. Fünf davon waren mit E-Scootern unterwegs. Gegen sie wird laut Pressebericht wegen Trunkenheit im Verkehr sowie Ordnungswidrigkeiten ermittelt.