Technikerschule in Waldmünchen verliert ganzen Jahrgang in Umweltschutztechnik

Die Schulen in Waldmünchen melden zum Beginn des neuen Schuljahres alle stabile oder sogar ansteigende Schülerzahlen. Allerdings gibt es eine Ausnahme: Die Technikerschule muss auf einen ganzen Jahrgang in der Umweltschutztechnik verzichten.
Die „politische Großwetterlage“ und die Tatsache, dass mittlerweile auch in anderen Städten solche Kurse angeboten würden, seien der Grund für den Ausfall des Jahrgangs, sagt Schulleiter Hubert Sperl. Dabei war die Technikerschule Waldmünchen eine der ersten, die dieses Ausbildungsangebot hatte. Damit gehört die Umwelttechnik zum Markenkern der Schule. Der Ausfall eines Jahrgangs gefährde aber den Standort in Waldmünchen „noch nicht“, sagt Sperl.
Dazu muss man wissen, dass die Schule erst im vergangen Jahr mit dem ersten Jahrgang Elektrotechniker aufgewertet wurde. Die gehen heuer erstmals in zweite Jahr. Heuer starten in diesem Bereich 15 Schüler. Im Bereich Maschinenbau beginnen 16 das neue Schuljahr. Mit den Schülern im zweiten Jahrgang besuchen insgesamt 69 Schüler das Gebäude in der Schulstraße.
Ungewöhnlicher Zuwachs
Einen ungewöhnlichen Zuwachs an Schülern kann Schulleiterin Karin Buchinger für die Abc-Schützen in Geigant vermelden. Hier werden 17 neue Schüler starten, nachdem es im Vorjahr vier waren. Der Grund dafür sind „Korridorkinder“. Die ungewöhnliche Bezeichnung beschreibt Kinder, die zwischen 1. Juli und dem 1. September eines Jahres geboren sind. Ihre Eltern können frei entscheiden, ob ihr Kind ein Jahr früher oder ein Jahr später in die Schule soll. Schulanfänger in Waldmünchen sind es 42. Insgesamt hat die Grundschule in Waldmünchen mit 170 Schülern gleichbleibend viele Kinder.
Zwei Baustellen für die Ganztagesbetreuung betreffen die Grundschule. So wird die Schule in Geigant derzeit im laufenden Schulbetrieb für die Ganztagesbetreuung umgebaut. Bürgermeister Markus Ackermann setzt darauf, dass die Baustelle den Schulbetrieb nicht behindert. „Lärmintensive Arbeiten werden am Nachmittag stattfinden“ sagt er.
350 000 Euro investiert die Stadt hier bei einer bis zu 90-prozentigen Förderung. Die Arbeiten werden bis zum Jahresende abgeschlossen sein. Weit größer ist aber die anstehende Baumaßnahme bei der Grundschule. Hier wird für die Ganztagesbetreuung im Park oberhalb der Schule ein Gebäude für rund zwei Millionen Euro errichtet. Auch hier hofft man auf 90-prozentige Förderung. Der Baubeginn ist zwar erst im Frühjahr, aber schon jetzt im Herbst wird die Baufläche vorbereitet. Dafür werden auch einige Bäume gefällt werden müssen, sagt Ackermann.
Die nächste Investition der Stadt in die Schullandschaft ist an der Schwarzachtal-Mittelschule. Hier wird für rund 350 000 Euro die Schulküche auf den neuesten Stand gebracht. Bis nach den Herbstferien soll das Projekt fertig sein, bestätigt Bürgermeister Ackermann. Darauf warten nicht nur die Schüler der Mittelschule, sondern auch die Schüler der gegenüberliegenden Realschule.
Der Leiter der Schwarzachtal-Mittelschule, Michael Aumann, wird im neuen Schuljahr 231 Schüler begrüßen und damit einen Schüler mehr als im Vorjahr. In den zwei Anfangsklassen finden 42 Schüler Platz. Die Schule ist damit durchgehend zweizügig. Die 10. Jahrgangsstufe hat allerdings nur eine Klasse.
Mehr Schuler als im Vorjahr
Über mehr Schüler als im Vorjahr freut sich Konrektorin Julia Firsching an der Realschule Waldmünchen. Aus den 64 Schülern der fünften Jahrgangsstufe werden drei Klassen gebildet. Allerdings müssen die 5. Klassen des Vorjahres zu zwei 6. Klassen zusammengefasst werden. Insgesamt besuchen die Realschule 378 Schüler. Eine kleine Neuerung gibt es für die Neustarter an der Realschule. Aus Umweltschutzgründen werden sie keine Luftballons mit ihren Wünschen steigen lassen, sondern Samen für die Anzucht von Blumen bekommen.
Wie bereits berichtet, wird die Waldmünchner Schule zu einer Kompass-Realschule. Zudem ist sie seit letztem Schuljahr Partnerschule des Institut francais in Deutschland. Heuer, so weiß Firsching, sei auch wieder ein Schüleraustausch mit Combourg geplant. Neben Französisch, IT und 16 weiteren Wahlfächern ist auch Kochen ein Wahlfach an der Realschule. Deshalb fiebere man auch hier der neuen Schulküche der Mittelschule entgegen, die mitbenutzt werden könne.