Waldmünchner besuchen die US-Partnerstadt Plain

Am Freitag nächster Woche fliegen elf Waldmünchner in die USA. Es ist der erste offizielle Besuch in Plain seit Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunde im Dezember 2022 mit der Kleinstadt im US-Bundesstaat in Wisconsin. Wie bekannt liegt der Staat Wisconsin an den Great Lakes im Norden der USA. Zur Reisezeit der Waldmünchner dürfte dort gerade der Indian Summer beginnen.
Familiäre Wurzeln
Die Partnerschaft zwischen Waldmünchen und Plain ist wegen der verwandtschaftlichen Beziehungen zwischen den US-Bürgern und Bewohnern der Region Waldmünchen entstanden. Viele Einwohner des 750-Seelen-Ortes haben ihre familiären Wurzeln in Auswandern aus der Region Waldmünchen, die Bayern Mitte des 19. Jahrhunderts verließen. Am Mittwoch hat sich die kleine Waldmünchner Delegation getroffen, um die letzten Details der Reise zu besprechen. Unter den elf USA-Reisenden sind Bürgermeister Markus Ackermann, Stadtrat Christian Lommer und Organisatorin Petra Schoplocher.
Die Waldmünchner Delegation wird bis Ende des Monats in den USA sein. Neben der Zeit in Plain ist auch ein Besuch der Hauptstadt von Wisconsin, Madison, geplant. Besucht werden wird aber auch Chicago, die drittgrößte Stadt der USA mit 9,7 Millionen Einwohner. Auch sie liegt an den Ufern der Great Lakes.
Der Zeitpunkt des Besuches der Waldmünchner wurde so gewählt, dass sie das „Strassenfest“ in Plain besuchen können, teilt Petra Schoplocher mit, die sich um die Organisation der Reise bemüht hat. Das „Strassenfest“ trägt tatsächlich eine deutsche Bezeichnung und erinnert auch die bayerische Herkunft vieler einstiger Siedler in Plain. Auch die Gäste aus Waldmünchen werden Teil dieses Festes sein und dazu mit bayerischen Liedern beitragen. Ein weiterer Programmpunkt des Besuches in Plain ist eine Messe in der großen St. Luke Kirche. Hier werden Fürbitten im Sinne der Partnerschaft verlesen. Ein Höhepunkt wird sicher die erneute symbolische Unterzeichnung der Partnerschafturkunde sein.
Persönliche Verbindungen
Aber das ist nur der äußere Rahmen. Wichtig ist es Bürgermeister Ackermann, dass die Gruppe die Kontakte mit den Menschen in Plain pflegt. So entstünden die persönlichen Verbindungen einer Städtepartnerschaft. Wie tief die verwandtschaftlichen Beziehungen zwischen Plain und der Region Waldmünchen ist, wird man auch beim Besuch des Friedhofs sehen. Hier tragen viele Steine deutsche Namen, die auch typisch für die Oberpfalz sind.
Geplant ist aber auch der Besuch einer Käserei (Cedar Grove Cheese). Immerhin gilt Wisconsin als Dairyland, also ein von der Milchwirtschaft geprägtes Gebiet.
Händlmeier fürs Museum
In Madison, der Hauptstadt von Wisconsin mit 270 000 Einwohnern, werden die Waldmünchner das Parlamentsgebäude besichtigt werden, ein Veteranenmuseum und das nationale Senfmuseum. Hier will man Händlmeier-Senf aus Regensburg übergeben.
Eher zum touristischen Teil der Reise gehört der Besuch in Chicago. Natürlich will man hier den Michigan See sehen und einen Jazz Club besuchen. Immerhin gilt der Chicago Jazz als eigene Stilrichting des Jazz. Wer will, kann auch den amerikanischen Nationalsport Baseball bei den Chicago Cubes auf dem Wrigley-Field erleben. Rückreise ist dann am 27. September. Wobei der Rückenwind des Jetstreams die Rückreise um einiges kürzer macht und auch keine strengen Einreisekontrollen wie in den USA anfallen.

