A93, B85 und Kreisstraße bei Klardorf: So läuft es auf den Großbaustellen im Kreis Schwandorf

Von Vanessa Ebert · 9. September 2025 um 19:00

Damit Autofahrer im Landkreis Schwandorf auch künftig gut und sicher unterwegs sein können, laufen derzeit die Arbeiten an drei Großbaustellen auf Hochtouren. Auf der A93, der B85 und der Kreisstraße SAD2 gibt es derzeit teils erhebliche Einschränkungen. Während eine Baustelle kurz vor dem Abschluss steht, dauern die anderen beiden noch etwas an.

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Seit Ende Juli hat sich der Abschnitt in eine Großbaustelle verwandelt. Rund 67 000 Quadratmeter Asphalt werden hier ausgebaut und erneuert, mehr als 42 000 Tonnen Material bewegt. „Dabei wird die alte Deckschicht durch einen lärmtechnisch optimierten Splittmastixasphalt ersetzt“, erklärte Thomas Boehr, Leiter der Außenstelle Fürth bei der Autobahn GmbH des Bundes vor Ort auf der Baustelle.

Während der Bauzeit wird der Verkehr auf der Richtungsfahrbahn Weiden mit zwei Fahrstreifen in Fahrtrichtung Weiden und einem Fahrstreifen in Fahrtrichtung Regensburg geführt. Auf der Richtungsfahrbahn Regensburg steht zusätzlich ein Fahrstreifen entlang der Baustelle zur Verfügung.

Thomas Ebeling (l.) informierte sich bei Thomas Pfeifer, Direktor der Niederlassung Nordbayern der Autobahn GmbH des Bundes. - Foto: Martin Kellermeier

Landrat Thomas Ebeling (CSU) machte sich am Montag ein Bild vom Baufortschritt. „Die A93 wie auch die A6 sind die Verkehrsadern im Landkreis Schwandorf“, erklärte er. Daher sei es wichtig, dass diese auf dem aktuellen Stand gehalten werden, zumal die Verkehrsbelastung in den vergangenen Jahren zugenommen habe. „Wir sind dem Bund dankbar, dass er seiner Verpflichtung nachkommt und die Autobahnen in einem hervorragendem Zustand erhält“, sagte Ebeling.

Für die Anwohner gibt es dabei eine gute Nachricht: „Der lärmarme Asphalt bringt circa vier Dezibel Unterschied im Vergleich zum normalen Asphalt“, erläuterte Thomas Boehr. Auch der Landrat erwartet positive Effekte für die Anlieger: „Die Erfahrungen aus den bisher realisierten Abschnitten zeigen, dass der lärmarme Asphalt wirklich eine Verbesserung für die Menschen bringt.“

Bei rund 160 bis 165 Grad Celsius wird der lärmtechnisch optimierte Asphalt aufgebracht. - Foto: Martin Kellermeier

Bis es soweit ist, werden Tag für Tag auf der Baustelle weiterhin logistische und technische Herausforderung gelöst. Die Lastwagen müssen das Material rechtzeitig anliefern und zur Verfügung stellen. Die Beschicker bringen den zwischen 160 und 165 Grad heißen Asphalt auf die vorbereitete Schicht auf, bevor die Glattmantelwalze zum Einsatz kommt.

Ungünstige Witterung, wie Starkregen, würde einen Arbeitsausfall bedeuten. Bisher lief in den zurückliegenden vier Wochen aber alles glatt. „Wir liegen komplett im Zeitplan“, freute sich Boehr. „Wir rechnen damit, dass die Fahrbahn bis Ende Oktober wieder uneingeschränkt genutzt werden kann.“ Die Kosten für die Maßnahme sollen circa 8,7 Millionen Euro betragen.

Die Arbeiten sind Teil eines groß angelegten Erhaltungsprogramms zur Modernisierung der Fahrbahndecken der A93 zwischen Schwarzenfeld und Ponholz. Der aktuelle Abschnitt ist dabei der vorletzte im Programm. Zwischen Schwarzenfeld und Schwandorf-Nord steht die Deckenerneuerung laut Autobahn GmbH des Bundes noch aus.

Baustelle an der Brücke in Klardorf wird wohl noch bis Ende November bestehen

Auch an der Bahnbrücke Klardorf, die den Verkehr auf der Kreisstraße SAD 2 über die Gleise führt, sind bereits zahlreiche Arbeitsschritte abgeschlossen. Wie die Pressestelle des Landratsamtes auf Nachfrage der MZ mitteilte, stehen unter anderem noch das Verlegen der Bitumenbahnen zur Abdichtung und der Einbau von Gussasphalt und Asphaltdeckschicht an. Geländer und Schutzplanken müssen ebenso noch montiert und weitere abschließende Arbeiten ausgeführt werden. Ende November soll das Großprojekt dann abgeschlossen sein und der Verkehr wieder rollen können.

Viele Arbeitsschritte sind bereits geschafft, bis November wird auf der Bahnbrücke bei Klardorf voraussichtlich noch gearbeitet. Martin Kellermeier - Foto: Martin Kellermeier

Die Gesamtkosten werden vom Landratsamt mit rund 860 000 Euro beziffert. Dabei würden die reinen Baukosten 720 000 Euro betragen und circa 140 000 Euro Nebenkosten hinzukommen. Diese entfallen laut Landratsamt zum Beispiel auf die Sicherung der Bahntrasse, Beprobung von Baustoffen und Ingenieurleistungen.

Auf der B85 bei Heselbach wurden die Aspahltierungsarbeiten abgeschlossen

Wie das Staatliche Bauamt Amberg-Sulzbach auf Nachfrage der MZ erklärte, wurden am Montag auf der Baustelle bei Heselbach die Asphaltierungsarbeiten auf der Hauptfahrbahn der B85 und im nördlichen Ast der Kreisstraße abgeschlossen.

In der ersten Ferienwoche habe man zudem die Fahrbahn von Heselbach bis Meldau mit einem lärmreduzierenden Asphaltbelag auf einer Länge von 1,5 Kilometern erneuert. „In dieser Woche werden im neuen Einmündungsbereich noch die Schutzplanken sowie die Fahrbahnmarkierungen der neuen Linksabbiegestreifen hergestellt“, erklärte Björn Letz, Abteilungsleiter der Gebietsabteilung Schwandorf. Letzteres sei jedoch witterungsabhängig. Das Bauamt hofft, dass diese Arbeiten noch diese Woche abgeschlossen werden können. Zur Fertigstellung der Gesamtmaßnahme stünden nun noch Erdarbeiten im südlichen Kreisstraßenast an. Abschließend sei dieser Bereich noch zu asphaltieren und an den Bestand anzuschließen.

Wenn es witterungsbedingt gut laufe, könne der Verkehr auf der B85 und dem nördlichen Kreisstraßenast bis zum Schulstart wieder freigegeben werden. Die Arbeiten auf dem südlichen Kreisstraßenast nach Steinberg werden noch bis Ende Oktober andauern, so das Bauamt. Die Kosten für den Kreuzungsumbau und die Fahrbahnerneuerung bei Meldau betragen laut Bauamt rund 2,3 Millionen Euro.

Bereits ab Ende September wird sich die Fahrbahnerneuerung bei Bodenwöhr anschließen. Im Bauamt geht man derzeit von sechs bis maximal acht Wochen Bauzeit aus. Die B85 soll in diesem Zeitraum für den Verkehr voll gesperrt werden.