Neue BRK-Kinderkrippe in Cham eingeweiht – cha13 ist Heimat für Kunst, Kultur und Kinder

Von Josef Fischer · 5. September 2025 um 19:00

In der neuen BRK-Kinderkrippe im Kulturhaus cha13 machen Kinder die ersten Schritte in die Gemeinschaft hinein. Es entwickeln sich erste Freundschaften, die Kinder erleben Geborgenheit und sie entdecken spielerisch die Welt. Mit diesen Worten umschrieb BRK-Kreisvorsitzender Theo Zellner bei der Einweihungsfeier am Freitagnachmittag die Aufgabe der Kinderkrippe.

Bürgermeister Martin Stoiber hat zu diesem schönen Termin mit dem BRK neben den Vertretern des Roten Kreuzes die Leiterin der Kinderkrippe Stefanie Pöllmann und ihr Team, Dr. Michael Rummel und Pater Jens Bartsch, Stadträte, Vertreter der Stadt und der am Bau beteiligten Büros begrüßt. Gekommen waren auch die Künstler, die die langjährigen Pächter im Haus sind und hier ein breites Angebot an Kunst und Kultur vermitteln.

Die Investition in die Kinder ist die wichtigste, die man machen kann.

Martin Stoiber, Bürgermeister

Mit dem BRK habe man einen sehr zuverlässigen Partner als Träger für die Kinderkrippe erhalten. Das Rote Kreuz investiere in die Kleinen und das sei sehr wichtig. Zurzeit gebe es zwölf Plätze in der früheren Gastronomieeinheit in Zentrumsnähe. Dank vieler fleißiger Hände seien hier sehr schöne Räumlichkeiten für die Kinder entstanden.

Stadt investiert 755.000 Euro

Der Bürgermeister sprach die Hoffnung aus, dass es hier auch bald eine Nachmittagsgruppe gibt. Die Stadt Cham habe 755.000 Euro investiert. „Die Investition in die Kinder ist die wichtigste, die man machen kann“, stellte Bürgermeister Martin Stoiber fest. Wichtig: Es gebe es jetzt auch einen kleinen Garten zum Spielen.

Kita-Leiterin Stefanie Pöllmann bemerkte, dass alle drei Monate der Bedarf nach Krippen-Plätzen abgefragt wird. Bürgermeister Martin Stoiber wies darauf hin, dass es mittlerweile der dritte Kindergarten in Cham sei, der heuer eingeweiht wird.

BRK-Kreisvorsitzender Theo Zellner ergänzte, dass es nicht selbstverständlich sei, dass 750 000 Euro in die Hand genommen werden, um in die Zukunft der Kinder zu investieren. Sein Dank galt der Stadt Cham für die sehr gute Zusammenarbeit. Die ersten Berührungspunkte mit diesem Gebäude habe er als Landrat gehabt, denn hier sei die Akademie für Holzgestaltung angesiedelt gewesen. Nun heiße es cha 13, und jetzt seien neben Kunst und Kultur auch Kinder präsent. Zellner nannte das „einen tollen Dreiklang“. Wichtig sei, dass sich Kinder und Personal wohlfühlen.

Architekt Weber (re.) übergab den Schlüssel an Bürgermeister Stoiber, der ihn an Theo Zellner (Zweiter von rechts) weiterreichte. - Foto: Josef Fischer
Dr. Michael Rummel (li.) und Pater Jens Bartsch spendeten den kirchlichen Segen. - Foto: Josef Fischer
Geschützt und zugleich frei: Auch draußen können die Kinder jetzt spielen. - Foto: Josef Fischer
Lauter strahlende Gesichter: Für das Kita-Team gab es natürlich auch Geschenke. - Foto: Josef Fischer

Sein Dank galt allen, die dieses Projekt erst ermöglicht haben. Das BRK sei von Anfang an eingebunden gewesen und es sei Vertrauen entstanden. Er dankte auch dem großartigen pädagogischen Team.

Die Kita sei keinesfalls ein Ort des Aufpassens mehr wie früher einmal. Sie sei der Raum für erste Schritte in die Gemeinschaft hinein, erste Freundschaften werden geschlossen, spielerisch die Welt entdeckt. Die Kinder erfahren Geborgenheit. Hier werde Sicherheit und Vertrauen geschaffen, es sei zudem ein Angebot für die Eltern, dass sie Familie und Beruf besser vereinbaren können.

Man sehe jedes Kind in seiner Einzigartigkeit. So könne sich eine Persönlichkeit entwickeln. „Hier wird jeden Tag eine Tür geöffnet zum Lachen, Lernen und zu kleinen Abenteuern“, betonte der BRK-Kreisvorsitzende.

Nicht unerwähnt blieb, dass das BRK im Freistaat mittlerweile 330 Kitas mit 19 000 Kindern und 3000 pädagogischen Fachkräften betreibt. Im Landkreis Cham sind es 14 Einrichtungen mit 350 Kindern und 55 Mitarbeiterinnen und einem Mitarbeiter. „Nun freue mich sich auf eine gemeinsame Zukunft im cha13“, sagte Zellner.. Bürgermeister Martin Stoiber fügte an, dass die „Partnerschaft mit dem BRK ein Glücksfall“ war.

Markus Weber vom Architekturbüro Schnabel und Partner erinnerte an die Entstehung der Kinderkrippe im cha13. Das Gebäude sei optimal gewesen, für die Kita standen 180 Quadratmeter zur Verfügung. Im Oktober 2024 sei es dann richtig losgegangen, schon im Februar 2025 konnte das erste Kind betreut werden. Sein Dank galt allen, die am Bau beteiligt waren und auch den Nachbarn für das gute Miteinander. Die größte Aufgabe sei der Freizeitbereich gewesen, so der Architekt. Auf 120 Quadratmetern habe man etwas mitten in der Stadt aufbauen müssen, das geschützt und zugleich doch frei ist. Da eine Bobbycar-Strecke um das Areal führt, hatte Markus Weber als Geschenk ein Bobbycar für die Kita dabei.

Als Geschenk ein Bobby-Car

Er übergab dann den Schlüssel an Bürgermeister Martin Stoiber, der diesen umgehend an BRK-Kreisvorsitzenden Theo Zellner weiterreichte. Abschließend dankte Stefanie Pöllmann im Namen ihres Teams für die wunderbare Zusammenarbeit.

Mit der Segnung der BRK-Kinderkrippe durch Pater Jens Bartsch und Pfarrer Dr. Michael Rummel schloss der offizielle Festakt in der neuen Kinderkrippe im cha13.