Nachwuchs der Freiwilligen Feuerwehr Bruck gab bei 24-Stunden-Übung alles

Für die Jugendgruppe der Freiwilligen Feuerwehr Bruck fand kürzlich die alljährliche 24-Stunden-Übung statt – und der Nachwuchs überzeugte bei den anspruchsvollen Einsätzen auf ganzer Linie.
Zunächst trafen sich die Jugendlichen um 8 Uhr im Gerätehaus und wurden auf die einzelnen Fahrzeuge verteilt. Anschließend standen Bettenaufbau und Fahrzeugreinigung auf dem Programm. Um 9.30 Uhr folgte der erste Einsatz bei der Firma Lehmer, bei dem die Jugendlichen eine Steckleiter zusammenbauen mussten.
Sie ahnten nicht, dass sie dieses Können etwas später gleich noch einmal anwenden mussten, denn nach dem Mittagessen war die erste große Übung abzuarbeiten: Gegen 13 Uhr wurden die Nachwuchsfeuerwehrler aus Bruck in die Sandoase beziehungsweise in die Sandgrube Lippert alarmiert.
Schwieriger Einsatz in steilem Gelände
Dort musste eine Person aus unwegsamem Gelände gerettet werden. Die verunglückte Person, dargestellt von einer Puppe, befand sich oberhalb der Sandgrube. Dazu mussten die Jugendlichen die Steckleiter zusammenbauen und im steilen Gelände so anbringen, dass sie zu der Puppe gelangen konnten – was nicht so einfach war, da es sich um sandigen Untergrund handelte.
Natürlich wurden die Jugendlichen von den anwesenden Aktiven unterstützt und von Jugendwart Christian Schwarzfischer angeleitet. Zwei Jugendfeuerwehrler mussten über die Steckleiter die Böschung nach oben, sich ein Bild über den Gesundheitszustand der Person machen und die Leiter gegen Abrutschen absichern.
Auch die Schleifkorbtrage war gefragt
Zwei weitere Jugendliche kamen ebenfalls nach oben und hatten die Schleifkorbtrage dabei. Dann wurde die Person in die Trage gelegt und abgeseilt. Unten angekommen, wurde die Puppe an den Rettungsdienst übergeben. Bei dieser Übung konnten die Jugendlichen zeigen, wie gut sie ihre Knoten und Stiche beherrschen.
Zurück im Gerätehaus, stand eine theoretische Ausbildung zum Thema Technische Hilfeleistung auf dem Programm – das durch den nächsten Alarm unterbrochen wurde. Hier lernten die Jugendlichen, wie eine Tür- und Fensteröffnung zu händeln ist. Vor der Schauübung am Abend waren die Eltern zum Grillen eingeladen.
Brennender Holzstoß wurde zügig gelöscht
Kurz vor Beginn der Übung wurden die Eltern darüber informiert, wo sie stattfinden wird, und machten sich bereits auf den Weg zum Ort des Geschehens. Um 20.30 Uhr machten sich dann auch die Übungsteilnehmer auf den Weg in Richtung Kellerhof. Dort ganz in der Nähe des Tonabbaugeländes war ein Holzstoß errichtet worden, der in Brand gesetzt wurde.

Bereits beim Anrücken bemerkten die Jugendlichen eine Rauchsäule und Feuerschein. Routiniert legten sie eine Schlauchleitung vom Tanklöschfahrzeug zum Brandherd. In kürzester Zeit konnten sie mit dem Löschangriff beginnen. Unterstützt wurde die Brucker Wehr durch ihre Kameraden aus Nittenau. Sie stellten die Wasserversorgung mittels Pendelverkehr zum nächstgelegenen Hydranten sicher. Nach gut einer Stunde, bei der sich Kreisbrandmeister Patrick Allen vom guten Ausbildungsstand der Jugendlichen überzeugten, konnten die Gerätschaften zusammenpackt werden.
Nach einer ruhigen Nacht mussten die Jugendlichen um 6.30 Uhr wieder aus ihren Betten, um den letzten Einsatz zu absolvieren. Diesmal mussten sie eine Person, die unter einer Last lag, befreien.
Brucker Kommandant war begeistert
Am Ende bedankte sich Kommandant Andreas Wagner bei den Jugendwarten Christian Schwarzfischer und Max Steindl und den Betreuern Amelie Schober und Michael Weinfurtner für ihre Arbeit. Es sei nicht selbstverständlich, dass junge Leute ihre Freizeit opfern, um anderen etwas beizubringen. Dafür gebühre ihnen höchstes Lob. Man sehe von Jahr zu Jahr, wie die Jugendlichen sicherer würden. Auch für die Jugendlichen fand Wagner Lob. Er betonte, dass sie ihre Sache sehr gut gemacht hätten. Sie seien mit großem Eifer bei der Sache gewesen und hätten gezeigt, dass sie ihr theoretisches Wissen in die Praxis umsetzen können.