Pünktlicher als befürchtet: Die Züge zwischen Cham und Regensburg rollen wieder

Der Schienenersatzverkehr ist überstanden, lang lebe der Schienenersatzverkehr. Mehr als zwei Monate lag die direkte Zugverbindung zwischen den Gemeinden im Landkreis Cham und Regensburg still. Der Grund: Zwischen Regensburg und Schwandorf wurden 47 Kilometer Gleise, 28 Weichen und sieben Bahnübergänge erneuert.
Der Abschnitt ist ein Teil der Sanierung der Strecke bis Weiden, für die die Bahn nach eigenen Angaben 127 Millionen Euro investiert. Zwischen Regensburg und Schwandorf kamen in der Zwischenzeit Busse zum Einsatz. Ein Expressbus (rot markiert) ohne Zwischenhalt und ein langsamerer, der auch die Bahnhöfe Maxhütte-Haidhof und Regenstauf anfuhr (grün markiert). An den Bahnhöfen selbst waren zu den meisten Zeiten Helfer zur Orientierung im Einsatz.
Konzept ging auf
Das Konzept ging auf: „Die SEV-Busse waren fast alle durchgehend pünktlich unterwegs“, erklärt Thomas Ederer, der Leiter der Mobilitätszentrale des Landkreises Cham, zu den Rückmeldungen der Kunden. Auch die Reisendenlenkung von Seiten der DB und der Länderbahn habe „sehr gut funktioniert. Ebenso das Farbsystem mit den Expressbussen.“
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Als positive Überraschung nennt Ederer, dass die Anreise zur Landesgartenschau in Furth im Wald mit den öffentlichen Verkehrsmitteln „rege in Anspruch genommen wird“. Als Reaktion darauf wurde von der Mobilitätszentrale das Busangebot zum 1. August zusätzlich erweitert. Auch die Züge der Oberpfalzbahn, die in Richtung Furth verkehren, seien wesentlich stärker besetzt als in den Vorjahren. „Dies zeigt, dass das Angebot zur Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln trotz SEV angenommen wird“, folgert der Chef der Mobilitätszentrale. Wie geht es jetzt weiter? Die gute Nachricht vorneweg: Die Züge nach Regensburg rollen seit dem vergangenen Wochenende wieder, jetzt auch auf neuen, massiveren Schienen.
Mammutprojekt steht bevor
Sie wurden im Laufe der Sanierung in Hinblick auf die Herausforderungen der kommenden Jahre gleich mitverbaut. Da ist der Abschnitt als Teil der Umleitung während der Generalsanierung der Strecke von Regensburg nach Nürnberg gefragt.
Des einen Pendlers Freud, des anderen Leid: In der anderen Richtung gehen die Bauarbeiten nahtlos weiter: In zwei Abschnitten wird seit Samstag der Streckenabschnitt zwischen Schwandorf und Weiden erneuert, das Ende ist für den 10. Oktober angesetzt. „Die Einschränkungen für die Bürger im Landkreis Cham dürften sich hier jedoch in überschaubarem Rahmen halten“, gibt sich Thomas Ederer zuversichtlich.