Ein Baugebiet in Zangenstein: Diese Fläche soll nun fürs Wohnen genutzt werden

Von Ralf Gohlke · 28. August 2025 um 19:00

In unmittelbarer Nähe der neuen Brücke der Staatsstraße 2040 über die Schwarzach, bei Zangenstein, könnte demnächst ein Baugebiet mit mehreren Parzellen entstehen. Den grundsätzlichen Weg dazu machte der Gemeinderat des Marktes, in seiner Sitzung am Montag, einstimmig frei.

Wie Bürgermeister Maximilian Beer (CSU) am Beginn der Beratung informierte, hatte die Kommune für das Areal von ihrem Wiederkaufsrecht Gebrauch gemacht, nachdem eine geplante Gewerbeansiedelung an der Stelle, nicht zustande gekommen war.

In Absprache mit dem Markt habe daraufhin die HS Projektentwicklung, eine Tochter des ortsansässigen Tiefbauunternehmens Seebauer, einen Antrag zur Aufstellung eines qualifizierten Bebauungsplanes für ein allgemeines Wohngebiet gestellt. Sie habe den Grund auch bereits erworben.

Wichtig war für den Marktrat die Feststellung, dass die Antragstellerin die Kosten für das Bauleitverfahren komplett übernehmen werde. Zu gegebener Zeit sei ein notarieller Erschließungsvertrag erforderlich, der die kostenlose Eigentumsübertragung der öffentlichen Verkehrsfläche sowie der Ver- und Entsorgungsanlagen umfasse.

Noch kein offizieller Einleitungsbeschluss

Der Bürgermeister wies in seinen Ausführungen darauf hin, dass es sich bei dieser Abstimmung noch nicht um einen offiziellen Einleitungsbeschluss für das Verfahren handle. Dieser werde erst nach der Vorstellung der Planung durch die Antragstellerin erfolgen. Mit der Abstimmung, die ohne Gegenstimme erfolgte, beschloss der Marktrat zugleich, dass der Flächennutzungsplan im Rahmen des Bauleitverfahrens parallel geändert werden solle.

Ein ähnliches Projekt hat das Unternehmen unter anderem mit dem Baugebiet Kühberg, im Neunburger Stadtteil Kröbliz bereits erfolgreich umgesetzt. Ums Bauen ging es auch in vier weiteren Punkten der Tagesordnung. Sie betrafen eine Bauvoranfrage für ein Einfamilienwohnhaus, ebenfalls in Zangenstein.

Der Rat erachtete dies als sinnvollen Lückenschluss verwies im übrigen aber auf die Zuständigkeit des Landratsamtes. Eher nur Formsache war die Widmung eines Geh- und Radweges sowie die Namensgebung der Erschließungsstraße im neuen Baugebiet: Am Hütberg soll diese in Zukunft heißen. Im Vorgriff auf die Sanierung der von-Ringseis-Schule erfolgten die Vergaben von Arbeiten zum Umzug in die Ersatzräume. An den Beginn der Sitzung hatte der Bürgermeister noch einmal ein Gedenken an den erst kürzlich verstorbenen Ehrenbürger Ernst Hanauer gestellt.