Unter dem Motto „Bella Italia“: Neunburger Altstadtfest trotzte wechselhaftem Wetter

Egal, was 2025 in Neunburg (Landkreis Schwandorf) unter freiem Himmel gefeiert wird: Das Wetter ist und bleibt heuer das Thema Nummer eins. Nach einer anfangs verregneten Wiesn im Mai, einer viel zu kalten Beach-Party im Juni und einer nassen Festspiel-Premiere im Juli sollte auch das Altstadtfest nicht davon verschont bleiben.
Zumindest was die Niederschläge betraf, verliefen der inoffizielle Auftakt am Freitag und der Start am Samstag so gut wie unberührt. Lediglich am Samstag, kurz nach dem Bieranstich durch Bürgermeister Martin Birner (CSU) auf dem Brandplatz, begann es leicht zu nieseln.
In Windeseile bemühten sich die Verantwortlichen, zusätzliche Schirme, die eigentlich gegen zu viel Sonne gedacht waren, heran zu schaffen. Zum Glück konnten diese nach knapp einer halben Stunde schon wieder eingeklappt werden.

Das Wetter hielt sie nicht ab
Was blieb war, eine Temperatur deutlich unter 20 Grad. Dem ließ sich aber mit entsprechender Bekleidung gut begegnen. Und die Neunburger sind nicht nur diesbezüglich immens lernfähig. Sich wegen ungünstiger Wetterverhältnisse vom Feiern abhalten zu lassen, kommt hier nicht mehr in Frage. Auch wenn der Besucherstrom erst etwas später als in den Vorjahren einsetzte, war der Zulauf ungebrochen.
Bald waren die Plätze bei den Handballern auf dem Brandplatz in der Buchbindergasse gut gefüllt, gleiches galt für die „italienische Piazza“ am Schrannenplatz und in der Hauptstraße. Die Verbindung in Richtung Schwarzachtalhalle wurde heuer mit zahlreichen kulinarischen Angeboten in fester und flüssiger Form hergestellt. Den Abschluss bildete am Ende der Hauptstraße eine wahrhafte Weinoase, wo sich ein guter Tropfen an Bistrotischen oder in der Weinlaube mit eigener Begleitmusik gut genießen lies.
Die Maybe Events hatten ja bereits am Freitag Disco-Arena im Burghof gestartet und auch sie füllte sich zusehends. Nicht nur das ganz junge Publikum fand seinen Weg dorthin. Die Eröffnung des Altstadtfestes fand traditionsgemäß auf dem Brandplatz mit dem Bieranstich statt.
Bürgermeister Martin Birner konnte dazu eine Reihe von Ehrengästen namentlich willkommen heißen, unter ihnen Alois, Stefanie und Max Plößl als Repräsentanten der Rhaner-Brauerei.

Neben dem Willkommensgruß an den kompletten Stadtrat, einschließlich MdL Martin Scharf (FW), begrüßte er ebenso Trolli-Werkleiter Stefan Neft, stellvertretend für alle Sponsoren. Birner lobte die ausgezeichnete Zusammenarbeit der Neunburger Vereine, die es trotz gewissem Zeitdruck erneut geschafft hätten, ein abwechslungsreiches Programm auf die Beine zu stellen, dass für jede Altersgruppe und unterschiedliche Interessenslagen etwas zu bieten habe.
Die Neuausrichtung nach „Bella Italia“ in der Hauptstraße und auf dem Schrannenplatz biete einen zusätzlichen Anreiz für einen Besuch mit sicher vielen neuen Eindrücken. Der Livemusik-Part bei den Handballern lag diesmal bei der Amberger Formation „Made Company“, die von Beginn an mit ihrem Programm der bekannten Rockklassiker vieler Interpreten begeisterten.

Daniel Nees als Sänger überzeugte nicht nur mit seiner Stimme sondern auch seiner Performance. Jeder eine Klasse für sich, harmonierten dazu Bastian Kretzschmer an der Gitarre, Wolfgang Ernst am Bass, Stefan Roggenhofer an den Keyboards und Stefan Bauer an den Drums. „Bella Italia“ verkörperte die G2 Italo und Partyband aus Augsburg auf der zweiten Hauptbühne.
Italo-Klassiker und Schlagerhits
Auch hier waren es die „Frontleute“, Giuseppe Garieri und Vanessa Schumann-Garieri, ebenso wie Antonio Taranto, die schnell ein Gespür für das Neunburger Publikum entwickelten und neben den Italo-Klassikern auch bekannte deutsche Schlagerhits präsentierten.
Seinem eigenen Publikum gerecht wurde ebenfalls das Duo Aphrodis in der Weinlaube. Reinhard Seitz an den Tasten und Anton Zwick am Kontrabass machten deutlich, das Musik auch ohne „Midi-Hilfe“ machbar ist.
Bestens ausgelastet waren die zahlreichen Stände mit Verpflegung – die sowohl in fester als auch flüssiger Form keine Wünsche offen ließen. Der Fischereiverein offerierte unter anderem Fischburger, garantiert grätenfrei. Trotz leichter Nässe und kühlen Temperaturen konnte „Bella Italia“ in Neunburg aufleben.