Ist das Neumarkter Freibad 2026 wegen Bauarbeiten geschlossen?

Eigentlich sollte das Neumarkter Freibad schon fertig saniert sein. Doch die Kosten waren zu hoch und so lautete der Auftrag an die Stadtwerke, die Sanierungspläne zu überarbeiten. Seither ist es ruhig um das Projekt geworden, aber Gerüchte machen unter Badegästen die Runde. Wir haben bei den Stadtwerken nachgehakt.
2022 ergab eine Machbarkeitsstudie Kosten in Höhe von 11,6 Millionen Euro für die Badsanierung. Im März 2023 waren daraus knapp 16,6 Millionen Euro geworden. Trotz einer möglichen Förderung des Bundes in Höhe von fünf Millionen Euro war die Summe zu hoch für den Stadtrat: Die Stadtwerke sollten die Pläne überarbeiten, um die Kosten zu senken.
Seither wird geplant. Immer wieder gab es Wasserstandsmeldungen, die zunächst die Sanierung für 2024 ankündigten. Im Frühjahr hieß es von den Stadtwerken, dass die Arbeiten frühestens Herbst/Winter 2025 starten werden.
Eine Neumarkterin hat sich nun an die Redaktion gewandt, nachdem sie Gerüchte gehört hatte. Diesen zufolge soll die Sanierung im kommenden Jahr starten und das Freibad deswegen geschlossen bleiben. „Jeder munkelt und genau weiß keiner was“, sagt die Leserin verbunden mit der Bitte, dem Thema nachzugehen.
Das ist der aktuelle Sanierungsplan der Stadtwerke für das Freibad Neumarkt
Auf Anfrage erklären die Stadtwerke, dass sie sich in der Phase der Entwurfsplanung befänden. Vorsichtig formulieren die SWN weiter: Daran werde sich gegebenenfalls die Genehmigungsphase anschließen. Sprich, der Stadtrat muss entscheiden. Nach aktuellem Stand soll das im Herbst oder Winter sein.
Der aktuelle Plan der Stadtwerke ist es nach eigener Auskunft, im zweiten Quartal 2026 mit der Sanierung zu beginnen. „Während der Sanierungsarbeiten bleibt das Freibad in der Saison 2026 geschlossen“, heißt es von den Stadtwerken.
Um die Bauzeit möglichst kurz zu halten, werden beide Becken gleichzeitig saniert. So solle das Vorhaben zügig abgeschlossen werden. Das modernisierte Freibad soll 2027 wieder eröffnen.
Weiter geflieste Becken statt neuer Edelstahlbecken im Neumarkter Freibad
Die Stadtwerke planen, die Fliesen in den bestehenden Becken zu sanieren. Kein Wort mehr von den Edelstahlbecken, die einst damit beworben wurden, sie seien im Unterhalt wesentlich günstiger als Fliesen.
Unverändert im Plan ist hingegen, den Sprungturm zu erneuern und die Brücken am Erlebnisbecken zu sanieren. Als zusätzliche Attraktion soll weiterhin eine neue Wellenbreitrutsche entstehen. Darüber hinaus werden die Durchschreitebecken und Beckenumgänge erneuert und neugestaltet. Auch die technischen Anlagen werden laut Stadtwerken modernisiert: Die neuen Pumpen für Umwälzung und Attraktionen sollen deutlich energieeffizienter arbeiten.
Inwieweit sich die Kosten reduzieren ließen, dazu äußern sich die Stadtwerke nicht. Spätestens, wenn das Thema wieder in den Stadtrat zur Genehmigung kommt, werden aber die Karten auf den Tisch gelegt werden müssen.