Drachenstich-Festspiel Furth im Wald war neun Mal komplett ausverkauft

Während auf dem Stadtplatz die Bühne des Drachenstichs langsam abgebaut wird, lädt Bürgermeister Sandro Bauer zusammen mit Organisationsleiterin Anna-Lena Fischer am Dienstagvormittag zur Nachbesprechung der diesjährigen Festspiele in sein Büro. Das Fazit: Durchweg positiv.
Solche Zahlen präsentieren Fischer und Bauer natürlich gerne: Zum Stichtag am 28. Juli 2025 waren im Vorverkauf 82 Prozent aller Eintrittskarten über die Bühne gegangen. Ein Spitzenwert, findet Bauer, waren es doch im gleichen Zeitraum 2024 nur 62 Prozent. Doch es kommt noch besser. Nach der ersten Generalprobe (804 verkaufte Tickets, also 73 Prozent), gingen zur zweiten Generalprobe schon 93 Prozent der Tickets weg.
Spitzenwerte erreicht
„Vor allem für die Further fängt an diesem Tag der Drachenstich erst so richtig an“, sagt Bauer. Auch wegen des unbeständigen Wetters lag die Auslastung bei den anschließenden drei Aufführungen lediglich zwischen 82 und 95 Prozent, aber dann: Alle weiteren Aufführungen waren bis auf die letzte Karte komplett ausverkauft. Macht eine Gesamtbelegung (ohne Generalproben) von 97 Prozent. Zum Vergleich, im vergangenen Jahr hatte man 89 Prozent erreicht. „Was wir so in unseren Unterlagen gefunden haben, ist das der beste Wert, den wir je erreicht haben“, sagt der Rathauschef. Tatsächlich waren die Karten laut Fischer so nachgefragt, dass an den Abendkassen keine mehr zu bekommen waren. Man sei lediglich ein paar Mal als Vermittler aufgetreten, wenn Karteninhaber diese nicht nutzen konnten und abgeben mussten. „Wir mussten viele Interessierte auf das kommende Jahr vertrösten“, sagt die Orga-Chefin. Laut Bauer will man den Schwung nutzen und früher mit dem Vorverkauf beginnen. Die Termine für das kommende Jahr stehen nämlich schon fest.
Das Festspiel selbst sei heuer vor und hinter der Bühne mit einer ungeheuren Gelassenheit und Ruhe durchgeführt worden. „Es hat sich über alle Tage durchgezogen, es war harmonisch, das hat sich auch an der Spielleistung messen lassen“, erinnert sich Bauer und ergänzt, dass Regisseur Alexander Etzel-Ragusa mit allen Darstellern zufrieden war. Ein Wort noch zum Ritterpaar: Antonia Buschek war hervorragend, ist über sich hinaus gewachsen, findet Bauer. Gleiches gilt für Tobias Jelinek, der mit seiner ruhigen, besonnenen Art sehr erfolgreich war.

Auch Fanny hat bis auf zwei kleinere Vorfälle gut durchgehalten. Einmal gab es einen Kabelbruch, so dass der Drache am Ende der Vorstellung eingefroren ist. Das konnte man vor Ort beheben. Beim zweiten Mal hat es unbemerkt von den Zuschauern einen Sensorfehler gegeben. Bauer ist auch für die Zukunft zuversichtlich, dass das Team engagierter ehrenamtlicher Fachleute immer wieder auf Fehler reagieren kann. Die Zukunft des Drachen ist gesichert. Bei Mensch und Tier gab es „außer kleineren, üblichen Blessuren, wie Zerrungen oder Prellungen, keine größeren Verletzungen“, so Fischer, die mit ihrem ersten Jahr als Festspielchefin rundherum zufrieden ist. „Ich bin sehr glücklich, wie ich aufgenommen wurde und welche Unterstützung ich erhalten habe.“ Ansonsten wäre es gar nicht möglich, den Job zu erledigen. Problemkind war in diesem Jahr Ritterpferd Sam. Er reagiert zum Teil sehr nervös bei seinen Kampfeinsätzen. „Wir werden sehen, wie wir da weiter machen“, sagt Bauer dazu nur knapp. Zufriedene Gesichter auch mit Blick auf den Historischen Festzug. 557 Sitzplätze wurden in der Arena verkauft, Bändchen für zwei Euro, um den Zug am Straßenrand beobachten zu können, haben 8 500 Menschen gekauft. Insgesamt, so schätzt man, haben rund 20 000 Schaulustige den Festzug beobachtet. Der soll im kommenden Jahr übrigens wieder auf seiner angestammten, kürzeren Route verlaufen.
Volksfest findet wieder statt
Das Drachenvolksfest soll es im kommenden Jahr wieder geben. In Kürze wird es eine Ausschreibung geben, wer Festwirt werden möchte. „Wir werden lokale und regionale Brauereien anschreiben“, sagt der Bürgermeister. Grundsätzlich könnten sich aber auch andere Interessenten bewerben.