Mittelalterfest Cave Gladium vor den Toren von Furth im Wald ist der Wahnsinn

Von Alexander Frimberger · 17. August 2025 um 21:00

Nach vier Tagen Cave Gladium steht fest: Das Further Mittelalterfest hat nichts von seiner Faszination verloren. Im Gegenteil: Die Fans werden immer mehr. Sieht man auch daran, dass heuer zwei neue Gruppen zur Familie der Lagernden gestoßen sind. Zum Schluss gab es noch die traditionellen Siegerehrungen, bei denen ein Further groß abgeräumt hat.

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Strahlende Gesichter bei den Organisatoren. „Wir haben super Glück gehabt mit dem Wetter“, sagt Pressebeauftragte Greta Brock. Der Regen am Samstag und ein Lüftchen am Sonntag brachten willkommene Abkühlung. „Es war wieder einmal Kaiserwetter.“ Rundherum positiv sind auch die Reaktionen der Lagernden. 80 Gruppen mit insgesamt rund 900 Teilnehmern waren dabei.

Zwei neue Gruppen in Furth

„Wenn man mit denen spricht, bekommt man nur positives Feedback.“ Das gilt auch für die Freie Ritterschaft Niederrhein und die Freie rheinische Rotte, die diesmal zum ersten Mal aus dem Raum Moers, Krefeld angereist waren. Bis zu zehn Stunden Fahrt haben sie in Kauf genommen, um beim Further Mittelalterfest dabei sein zu können. „Der Markt und das Lager sind ziemlich spektakulär, da hat man sich schon gedacht: Geil!“, sagt Magnus. Angebote, wie die Taverne, in der nur Lagernde Zutritt haben, findet Pascal toll. Beide sind sich auch einig, dass sie von den Organisatoren super freundlich empfangen worden sind. Markus, Chef der Freien rheinischen Rotte, Rotte ist übrigens eine militärische Einheit, sagt, dass beide Gruppen zusammen mit insgesamt zehn Leuten in die Oberpfalz gekommen sind. Ausschlaggebend war dabei die Zeit, in der das Cave spielt. Der Hussitenkrieg passt zu den Gewändern, die sie tragen. „Wir bewegen uns im Zeitraum 1350 bis 1450“, sagt Magnus. Pascal zeigt ein Schild, das extra für das Cave angefertigt wurde: „Wir sind als Leibgarde des Erzbischofs von Köln nach Furth im Wald gekommen, deswegen haben wir sein Wappen auf dem Schild.“ Markus sind vor allem auch die festen Bauten aufgefallen, das sei schon eine Besonderheit gegenüber anderen Mittelalter festen. Und, sehen wir uns nächstes Jahr wieder? Kann durchaus sein, sind sich alle einig. Zufriedene Gesichter auch bei den Zuschauern. Rund 20 000 werden es laut Brock auch diesmal gewesen sein. Besonders gut angekommen sei, dass noch mehr Shows gezeigt wurden. Das habe die Wartezeiten verkürzt. Ein Glücksgriff war demnach auch, dass die Prager Band Krless engagiert wurde. Zum Teil sind die Gruppen auf der benachbarten Landesgartenschau aufgetreten und haben sich spontan zusammengeschlossen. So hat Vivien ihren Fantasydance zur Musik der tschechischen Hauptstadtband gezeigt.

Kein nennenswerter Einsatz

Das viertägige Cave Gladium war im Jahr 2025 wieder ein famoses Familienerlebnis, das vom Märchenzelt über das Kampfgetümmel bis hin zur Feuershow wirklich für jeden etwas geboten hat. Und das wichtigste: „Es gab keine nennenswerten Einsätze. Ich habe gerade unseren Vogt Daniel Reitmeier gefragt, auch ihm ist nichts Negatives aufgefallen“, sagt Brock

Fantasievoll oder historisch belegt: die Gewänder auf dem Cave - Foto: Alexander Frimberger
Herzhafte Küche, zubereitet über der offenen Flamme - Foto: Alexander Frimberger

Tobias Schromm ist der König der Schwertkämpfer

Die Siegerehrung nach vier Turniertagen auf dem Cave Gladium ist am Sonntagnachmittag der letzte Programmhöhepunkt. Ein Further hat sich dabei wieder in den Vordergrund gekämpft.

Eindrücke vom Cave Gladium Furth im Wald - Foto: Simon Tschannerl
Eindrücke vom Cave Gladium Furth im Wald - Foto: Simon Tschannerl
Eindrücke vom Cave Gladium Furth im Wald - Foto: Simon Tschannerl
Eindrücke vom Cave Gladium Furth im Wald - Foto: Simon Tschannerl
Eindrücke vom Cave Gladium Furth im Wald - Foto: Simon Tschannerl
Eindrücke vom Cave Gladium Furth im Wald - Foto: Simon Tschannerl
Eindrücke vom Cave Gladium Furth im Wald - Foto: Simon Tschannerl
Eindrücke vom Cave Gladium Furth im Wald - Foto: Simon Tschannerl
Eindrücke vom Cave Gladium Furth im Wald - Foto: Simon Tschannerl
Eindrücke vom Cave Gladium Furth im Wald - Foto: Simon Tschannerl
Eindrücke vom Cave Gladium Furth im Wald - Foto: Simon Tschannerl
Eindrücke vom Cave Gladium Furth im Wald - Foto: Simon Tschannerl
Eindrücke vom Cave Gladium Furth im Wald - Foto: Simon Tschannerl
Eindrücke vom Cave Gladium Furth im Wald - Foto: Simon Tschannerl
Eindrücke vom Cave Gladium Furth im Wald - Foto: Simon Tschannerl
Eindrücke vom Cave Gladium Furth im Wald - Foto: Simon Tschannerl
Eindrücke vom Cave Gladium Furth im Wald - Foto: Simon Tschannerl
Eindrücke vom Cave Gladium Furth im Wald - Foto: Simon Tschannerl
Eindrücke vom Cave Gladium Furth im Wald - Foto: Simon Tschannerl
Eindrücke vom Cave Gladium Furth im Wald - Foto: Simon Tschannerl
Eindrücke vom Cave Gladium Furth im Wald - Foto: Simon Tschannerl
Eindrücke vom Cave Gladium Furth im Wald - Foto: Simon Tschannerl
Eindrücke vom Cave Gladium Furth im Wald - Foto: Simon Tschannerl
Eindrücke vom Cave Gladium Furth im Wald - Foto: Simon Tschannerl
Eindrücke vom Cave Gladium Furth im Wald - Foto: Simon Tschannerl
Eindrücke vom Cave Gladium Furth im Wald - Foto: Simon Tschannerl
Eindrücke vom Cave Gladium Furth im Wald - Foto: Simon Tschannerl
Eindrücke vom Cave Gladium Furth im Wald - Foto: Simon Tschannerl
Eindrücke vom Cave Gladium Furth im Wald - Foto: Simon Tschannerl
Eindrücke vom Cave Gladium Furth im Wald - Foto: Simon Tschannerl
Eindrücke vom Cave Gladium Furth im Wald - Foto: Simon Tschannerl
Eindrücke vom Cave Gladium Furth im Wald - Foto: Simon Tschannerl
Eindrücke vom Cave Gladium Furth im Wald - Foto: Simon Tschannerl

Der Dank von Turniervogt Martin Maier ging zuerst an Hauptkampfrichter Dorian Walcher und seine Kollegen Mc, Hans und Stefan sowie an die Mitorganisatorinnen Hutti und Tina, „ohne die ich das Turnier niemals durchführen könnte“. 18 Teilnehmer haben in 50 Gefechten den Sieger unter sich ausgemacht. Den Sachsenpreis für den fairsten Teilnehmer hat Klaus Brandfellner bekommen. In der Kategorie Schwert und Schild wurde Zdenek Brydl erster, es folgen Jindrich Pekarek und das Further Eigengewächs Tobias Schromm. Der ist auch in der Kategorie Langschwert zu eineinhalb Hand angetreten und hat gewonnen. Der zweite Platz ging an Andreas Weiß, dritter wurde Milan Divis. Zuvor haben schon die Bogenschützen ihre Sieger ermittelt. Durchgeführt wurde das Turnier nach elf Jahren letztmalig von den Rosenholzschützen. Bei den Kindern siegte Samuel Rohrmoser vor Karolina Rohrmoser und Elena (alle Wittelsbacher). Bei den Jugendlichen siegte Steve von den Rosenholzschützen vor Lion (Wittelsbacher) und Johanna Viktoria von Falkenstein (Ritterschaft zu Wasserstein).

Die Platzierungen bei den Primitivbogen: Buffy, der Mönch (beide von der Freien Ritterschaft zu Bayern) und Antonius zu Punnah. Den Sieg bei den Langbogen holte sich Wambe. Es folgen Maria von den Wittelsbachern und Siegfried zu Chamerau. In der Kategorie REG holte sich Buffy den Sieg, neben ihr stehen Bianca vom Bach und der Mönch auf dem Treppchen. Am nächsten an die Rose, die von einem Banner verdeckt auf Glück getroffen werden musste, kam Matthias Guppenberger mit seinem Pfeil. Das Kubb-Turnier gewannen Albin, Herbert und Sepp von den Custodes Biburgiensis. Auf den Plätzen folgten Die Legende und Amicus. Auch die Lagerolympiade wurde nach 2024 zum zweiten Mal durchgeführt. Die Nase vorn hatten die Burgfeunde zu Weißenstein, zweiter wurde Boas Söldner, dritter Amica Milioses.