Regensburger feiern bei Langer Nacht der Tourist-Info auf dem Rathausplatz

Von Julia Achatz · 17. August 2025 um 19:00

Regensburg feierte am Wochenende ein Jubiläum: Seit zwei Jahrzehnten steht die Tourist Information am Alten Rathaus Gästen und Bürgern als Anlaufstelle für Kultur, Kulinarik und Erlebnis zur Seite. Zum Geburtstag lud die Stadt zu einer „Langen Nacht der Tourist Information“, mit Musik und kostenlosen Führungen.

Zwei Tage lang verwandelte sich der Rathausplatz in einen Treffpunkt für Einheimische, Touristen und Partnerbetriebe. „Wir machen das für die Regensburger“, betonte Leiter Jakob Reitinger. „Es geht darum, die Stadt zu teilen, mit Gästen und Touristen. Das ist nicht immer leicht, aber wir möchten Danke sagen.“

Das Programm reichte von Blasmusik bis Clubsound. Den Auftakt machte das Jugendblasorchester St. Konrad, später sorgten Salsa- und Streetdance-Gruppen für Stimmung. DJane Simoné, eine der bekanntesten weiblichen House-DJs Deutschlands, brachte internationale Klänge nach Regensburg, bevor am Abend die Band Two and a half beer den Rathausplatz rockte. Wer es ruhiger mochte, ließ sich von Zauberkünstler Dionys Brüderlein überraschen.

Ein Herzstück waren die kostenlosen Führungen: Mehrfach öffneten sich die Türen zum document Reichstag und zur historischen Fragstatt. Auch Kinder kamen bei eigenen Rundgängen auf ihre Kosten. Besonders gefragt war die „Wirtshausgeschichten“-Tour, die viele Regensburger ihre Stadt neu entdecken ließ.

Rund um das Bühnenprogramm präsentierten sich Traditionsbetriebe wie die Wurstbraterei Reisinger, die Spitalbrauerei und die KFJ-Werkstätten. Dazu gab es Infos zum Unesco-Welterbe.

Die Organisation verlangte viel Einsatz, etwa ein halbes Jahr Vorbereitung steckte im Fest. Auffällig dabei, Technik, Licht und Ton wurden vom eigenen Team umgesetzt, oft von Auszubildenden, die eigene Projekte übernahmen. „Es ist uns wichtig, dass sie Verantwortung tragen dürfen“, erklärte Carolyn Molski aus dem Organisationsteam.

Neben Musik und Kulinarik vermittelte die „Lange Nacht“ eine Botschaft. Grundlage war das Tourismuskonzept der Stadt, genauer das Handlungsfeld „Tourismusbewusstsein“. Es geht um Qualität statt Masse, um ein Gleichgewicht zwischen Gästen und Einheimischen. „Tourismus soll so gestaltet sein, dass es für alle passt, nicht zu viel und nicht zu wenig“, erklärten die Verantwortlichen.

Two and a half beer sorgten für Stimmung.Julia Achatz

Dass das Jubiläum ausgerechnet auf dem Rathausplatz gefeiert wurde, verlieh der Nacht besondere Strahlkraft. Veranstaltungen sind hier sonst nicht erlaubt. So wurde die „Lange Nacht der Tourist Information“ nicht nur zu einem Fest des Tourismus, sondern auch zu einem Zeichen des Miteinanders.