Mit Kescher und Köder: Ferienaktion der Langquaider Fischer macht Lust aufs Angeln

Von Alexandra Nurtsch · 16. August 2025 um 05:00

An der Laber war ordentlich was los: 26 Kinder gingen mit Keschern und Angeln auf Entdeckungstour. Muscheln, Bachflohkrebse, winzige Fische – die Ausbeute konnte sich sehen lassen. Die Ferienaktion des Fischereivereins Langquaid im Landkreis Kelheim ist Jahr für Jahr ausgebucht und bringt dem Verein junge Mitglieder.

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Verena, Emily, Jasmin und Annabell stehen an der Laber und tauchen ganz behutsam ihre Kescher ins Wasser. Angestrengt schauen sie auf die Wasseroberfläche. „Ich hab noch gar nichts gefangen“, sagt Emily. Einige Meter weitet Dominik erfreut seine Augen. „Ich hab eine Muschel gefunden, ich hab eine Muschel gefunden.“ Stolz präsentiert er seinen Kescher. „Die lebt noch und ist so süß“, schwärmt er. Die Muschel kommt in einen Behälter mit Wasser und schon ist Dominik wieder an der Laber und taucht seinen Kescher in den Fluss.

An diesem Vormittag ist auf dem Gelände des Fischereivereins in Langquaid einiges los. Neben Dominik, Verena, Emily, Jasmin und Annabell tummeln sich dort noch 21 weitere Mädchen und Buben. Sie lernen, welche Kleinlebewesen in der Laber vorkommen, erfahren, welche Köder es fürs Angeln gibt, und versuchen nach Wurfübungen mit der Angel, selbst einen Fisch zu fangen.

Mit einem Pinsel werden die Kleinlebewesen aus dem Kescher entnommen. - Foto: Nurtsch

Seit 2020 beteiligen sich die Fischer jedes Jahr mit einem Angebot an „Sommer im Markt“, der Ferienaktion des Markts Langquaid. Damals stand die Jugendgruppe des Vereins kurz vor dem Aus. Heute zählt sie zehn Jugendliche zwischen acht und 16 Jahren. „Bis auf einen Jungfischer sind alle über das Ferienprogramm zu uns gekommen“, sagt Michael Reschke, während Verena ihm stolz den Bachflohkrebs zeigt, der in ihrem Kescher gelandet ist.

Reschke entnimmt ihn sanft mit einem Pinsel und gibt ihn in eine Schüssel mit Wasser, in der sich schon einige Bachflohkrebse tummeln. Viele Jahre war er Jugendwart des Vereins. Das Amt hat er heuer an Simon Gebendorfer übergeben und ist nun für die Kasse verantwortlich.

Ein Knoten in der Angelschnur? Jörg Hlawatschek hilft. - Foto: Nurtsch

In den vergangenen Jahren war die Ferienaktion der Fischer immer ausgebucht – so auch dieses Mal. Sie ist die wichtigste Maßnahme für den Verein, um Nachwuchs zu gewinnen. Mit Erfolgserlebnissen, wie mit dem Kescher Kleinlebewesen zu fangen, lasse sich bei einigen die Begeisterung für die heimischen Gewässer wecken, betont Reschke, während einige Meter weiter gerade Jörg Hlawatschek die Angelschnur von Korbinian entknotet. Wegen des Bewuchses sei es gar nicht so leicht, an der Laber zu angeln, sagt der Schriftführer des Fischereivereins und gibt Korbinian die Angel zurück. Der macht sich sogleich wieder auf den Weg zurück an die Laber.

Dort steht Jannik und lässt den Schwimmer langsam durchs Wasser gleiten. Er begleitet seinen Papa immer zum Angeln. „Jetzt dann werde ich Jungfischer“, erzählt der Zehnjährige stolz. Simon ist ein Jahr älter und bereits Jungfischer. „Früher war ich auch beim Ferienprogramm dabei“, sagt er. Heute unterstütze er die Betreuer. Fischen mache einfach Spaß, sagt er.

Michael Reschke erklärt den Kindern, welche Kleinlebewesen sie in der Laber finden. - Foto: Nurtsch

Das sehen auch die Kinder an diesem Vormittag so. Mit Feuereifer sind sie mit ihren Keschern am Werk und präsentieren Michael Reschke stolz ihren Fang. Am Ende tummeln sich mehrere hundert Bachflohkrebse, dazu vier Libellenlarven, vier winzige Fische, Larven von Zuckmücken und Eintagsfliegen, 15 Muscheln und einiges mehr in den Wasserschüsseln. Auch der ein oder andere Fisch ging den Nachwuchsanglern an den Haken.

Auch Muscheln und ein Flusskrebs wurden aus der Laber geholt. - Foto: Nurtsch

Verena, Emily, Jasmin und Annabell jedenfalls hat die Ferienaktion gefallen – und auch Dominik ist begeistert. Wer weiß, vielleicht kehrt schon bald einer von ihnen als Jungfischer an die Laber zurück.

Bevor die Kinder an der Laber angeln durften, absolvierten sie Wurfübungen. - Foto: Nurtsch