Hubert Sablowski hat viele Ideen, die dem Waldverein jüngere Mitglieder bescheren

Von Martin Hladik · 11. August 2025 um 19:00

Hubert Sablowski merkt man an, dass er noch viel vorhat. Für sich selbst und für den Waldverein in Waldmünchen, in dem er Anfang August den Vorsitz übernommen hat. Dort dürfte man froh sein, mit dem 58-Jährigen jemand gefunden zu haben, der dem alt eingesessenen Waldmünchner Verein ein neues Leben geben will. Froh ist man sicher auch , dass die Suche nach einem neuen Vorsitzenden nach nur einem Fehlversuch zu einer erfolgreichen Neubesetzung der Ämter geführt hat.

Sablowski ist einer von den vielen, die neu nach Waldmünchen gekommen sind, und hier einen Posten übernommen haben, der der Gemeinschaft nutzt. Mit seiner Familie, seiner Frau und drei erwachsenen Kindern ist Sablowski im Februar 2022 nach Waldmünchen gekommen. Die Familie lebt in Herzogau und bietet im Lukashof auch Ferienwohnungen an. Dass die Wahl des neuen Familiendomizils auf Waldmünchen fiel, sei eher dem Zufall zu verdanken, schildert Sablowski. Eigentlich hatte man schon ein anderes Anwesen im Burgenland ins Auge gefasst, als seine Frau die Anzeige für den Lukashof in Herzogau entdeckte und feststellte, dass der wie maßgeschneidert für die Bedürfnisse der Familie war.

Flucht vor dem Trubel

Ursprünglich lebte die Familie in einem Haus zwischen München und Garmisch. „Autobahnausfahrt Kochel am See“ sagt Sablowski. Er erklärt, dass das, was nach oberbayerischer Urlaubsidylle klingt, ein Grund war , die Gegend zu verlassen. „Zuviel Trubel“, sagt Hubert Sablowski.

Und dennoch merkt man ihm an, dass er seinen dortigen Beruf als Forstwirt im Walderlebniszentrum Grünwald vermisst. Dort, so berichtet er, habe er sich viel um Schulklassen aus München gekümmert. Und genau so etwas, nämlich Führungen von Schulklassen, könnte er sich auch für den Waldverein vorstellen.

Sablowski macht deutlich, dass der Waldverein sehr viele alte Mitglieder hat. Um den Verein in die Zukunft zu führen, müssten andere Angebote als bisher gemacht werden. Hoffnung setzt er dabei auch auf seine Schulung als Pilzberater. Ganz aktuell macht er nämlich Kurse, die ihn dazu befähigen sollen. Pilzexkursionen und die Pilzberatung seien etwas, das er für sinnvoll hält, um auch jüngere Mitglieder wieder an den Waldverein zu binden.

Denn selbst die ursprünglich zum Markenkern des Vereins gehörenden Wanderungen seien mit der Zeit schwierig geworden, weil sich viele Mitglieder die Anstrengung nicht mehr zumuten könnten.

Für den Vorsitz im Waldverein habe er sich entschieden, weil er solche Ehrenämter grundsätzlich für wichtig hält. Dass es erst bei der zweiten Wahl geklappt habe, hänge damit zusammen, dass bei der ersten Wahl noch nicht alle Fragen geklärt waren und er erst jetzt zur Verfügung gestanden habe.

Dem Waldverein habe er sich schon sehr früh verbunden gefühlt. Er habe sehr bald nach seiner Ankunft in Herzogau das Waldhäusl besucht und sei auch Vereinsmitglied und sogar 2. Vorsitzender geworden. Zwar habe er schon hin und wieder „Bauchgrimmen“, wenn er an die Verantwortung denke, die er für die 158 Mitglieder übernommen habe. Auf der anderen Seite erhalte er aber auch von seinen Vorstandsmitgliedern viel Unterstützung. „Es gibt immer Herausforderungen!“, sagt Sablowski. Er habe schon immer gern mit dem Wald zu tun gehabt. „Was man mit Leidenschaft macht, gibt man auch gern weiter!“

Mit seiner Frau wird sich Sablowski auch ums Waldhäusl kümmern. Das Vereinshaus soll alle 14 Tage an Sonntagnachmittagen wieder mit Bewirtung für Vereinsmitglieder und Gäste zugänglich sein. Alles weitere müsse sich finden und in geregelte Bahnen gelenkt werden.

Homepage erneuern

Wichtig sei dabei auch eine Aktualisierung der Kontaktmöglichkeiten zum Verein. Zum einen sei da eine Aufnahme der Waldvereinshütte in die Angebote der Waldmünchner Touristiker. Zum anderen müsse die Homepage dringend überarbeitet und auf einen aktuellen Stand gebracht werden.

Viel zu tun also. Nächster offizieller Termin werde es sein, den bisherigen Vorstand Ludwig Riederer noch einmal zu danken und ihn zu verabschieden.