Gefragtes Underground-Festival: VOID-Fest bei Waldmünchen glänzt mit einzigartigem Flair

Was einst als kleines Nischen-Event begann, hat sich inzwischen zu einem der gefragtesten Underground-Festivals des Landes entwickelt: Am vergangenen Wochenende pilgerten Musikliebhaber aus ganz Deutschland und darüber hinaus nach Sinzendorf in Waldmünchen (Landkreis Cham) zum „VOID-Fest“, um zwei Tage lang in eine außergewöhnliche Klangwelt einzutauchen.
Die musikalische Bandbreite reichte von rohem Punkrock über verträumten Shoegaze bis hin zu kompromisslosem Extreme-Metal. Internationale Acts wie die US-Band „Inter Arma“, die Belgier „Slow Crush“ oder „Prehistoric War Cult“ aus Osnabrück sorgten ebenso für Begeisterung wie zahlreiche weitere Künstler.
Begrenzte Besucherzahl
Durch den ständigen Wechsel zwischen der großen Hauptbühne und der kleineren Zeltbühne lief die Musik praktisch rund um die Uhr. LED-Leinwände auf beiden Bühnen verstärkten die Wirkung der Auftritte. Wer nach dem offiziellen Programm noch nicht genug hatte, konnte beim Ausschank in der Knock-Out-Stage bis tief in die Nacht weiterfeiern.









Sein besonderes Flair verdankt das Festival nicht nur der idyllischen Waldrandlage und dem markanten Obelisken im Zentrum des Geländes, sondern auch der bewusst begrenzten Besucherzahl: Maximal 1000 Tickets werden verkauft – und diese sind jedes Jahr in kürzester Zeit vergriffen. Diese Exklusivität verstärkt die intime Atmosphäre, die das „VOID-Fest“ so einzigartig macht.
Voidians bauen alles auf
Das diesjährige Wetter spielte weitgehend mit: Heller Sonnenschein begleitete das Wochenende, obwohl die starken Regenfälle Anfang des Monats den Boden des Geländes aufgeweicht hatten. Dieser Umstand stellte besonders bei den Aufbauarbeiten eine Herausforderung dar. Die „Voidians“ ließen sich davon jedoch nicht beirren – kurzerhand wurde eine schwere Walze herangeschafft, und mit Hackschnitzeln wurden die Wege wieder begehbar gemacht. Auf dem Campingplatz herrschte ebenfalls ausgelassene Stimmung: Es wurde gegrillt, gefeiert und bis tief in die Nacht zusammengesessen.
Beim „Wake-Up-Call“ am Samstagmittag brachten vier Bands die Festivalgäste wieder auf Betriebstemperatur. Etwa 150 Helfer sorgten hinter den Kulissen für reibungslose Abläufe.
Ein besonderer Dank der Veranstalter galt zudem den Landwirten, die großzügig ihre Wiesen und Gerätschaften zur Verfügung stellten und damit einen wichtigen Beitrag zum Erfolg leisteten.