Die Donaufähre ist wieder an sechs Tagen pro Woche unterwegs

Seit Jahrhunderten verbindet die Donaufähre die Neustädter Ortsteile Hienheim und Eining. Zuletzt sorgte die Fähre für Schlagzeilen, weil die Stadt als Betreiber bisher vergeblich nach einem neuen Fährmann suchte. Jetzt gibt es neue Nachrichten.
Ab Montag, 11. August, gelten bei der Fähre neue Betriebszeiten: Montag ist Ruhetag. Am Dienstag fährt die Fähre von 10 bis 16 Uhr, mittwochs und donnerstags von 10 bis 19.30 Uhr sowie freitags bis sonntags von 10 bis 20.30 Uhr. Auch an Feiertagen ist die Fähre von 10 bis 20.30 Uhr in Betrieb. „Der Ruhetag ist im Falle von auf einen Montag fallenden Feiertagen der darauffolgende Dienstag“, teilt die Stadtverwaltung in Neustadt a.d. Donau mit. In der mittäglichen Pause, die jeweils von 14.15 Uhr bis 15 Uhr stattfindet, ist keine Überfahrt möglich.
Die neuen Fahrzeiten sind einer Verbesserung für die Nutzer. Vor allem Touristen, aber auch viele Ausflügler aus der Region, nutzen sie, um mit Rad oder zu Fuß über die Donau zu setzen. Die Fähre erspart den Weg über die Donaubrücke bei Neustadt.
Zuletzt hatten sich die Betriebszeiten mit Saisonbeginn im Frühjahr geändert. Seit Karfreitag hatte die Fähre am Montag und Dienstag jeweils einen Ruhetag und war mittwochs und donnerstags von 10 bis 16 Uhr unterwegs sowie von Freitag bis Sonntag von 10 bis 20 Uhr.
Unterstützung gefunden
Möglich wurde die Veränderung der Betriebszeiten zugunsten der Benutzer unter anderem dadurch, dass es inzwischen mehrere Vertreter für Hauptfährmann Viktor Beisel gibt. Er hatte, wie berichtet, seine Arbeitszeit aus Altersgründen von fünf auf drei Arbeitstage reduzieren wollen.
Um weiterhin zu gewährleisten, dass die Fähre sechs Tage in der Woche unterwegs sein kann, wurde deshalb Unterstützung für Viktor Beisel gesucht. Fündig wurde die Stadtverwaltung in Hienheim als auch in Neustadt a. d. Donau. Dort fanden sich Mitbürger, die zeitweise den Dienst übernehmen, um den Fährmann zu entlasten. Die Suche nach einem neuen Fährmann, der die Aufgabe in Vollzeit übernehmen könnte, hat sich in diesem Jahr als wenig ergiebig erwiesen.

Einer, der sich über den neuen Sechs-Tage-Takt an der Fähre freuen dürfte, ist Bürgermeister Thomas Memmel. Er hatte im Frühjahr gegenüber dieser Zeitung betont, dass die Einrichtung auch für den Fremdenverkehr wichtig sei. Touristik-Unternehmer aus der Kommune seien bereits bei ihm vorstellig geworden, da sie befürchteten, die Fähre könnte als Attraktion ausfallen.
Wer grundsätzlich Interesse hat, Fährmann oder Fährfrau – auch aushilfsweise – zu werden, kann sich jederzeit an die Personalabteilung im Neustädter Rathaus wenden. Der Kontakt dazu ist auf der Internetseite der Kommune zu finden.
Fährschein ist Voraussetzung
Unter anderem ist eine telefonische Kontaktaufnahme möglich unter der Nummer (0 94 45) 97 17 46. Ganz ohne Vorbereitung geht es übrigens für künftige Fährleute nicht: Es muss vor der ersten Fahrt ein sogenannter Fährschein erworben werden. Diese Erlaubnis sei jedoch mit wenig Aufwand über den Technischen Überwachungsverein (TÜV) zu bekommen, wird von kundiger Stelle versichert.