Tage als Hoheit sind gezählt: Kelheims Festkönigin Natalie blickt zurück

Kelheims Festkönigin Natalie Mann ist ein Sport-Ass. Nun sind ihre Tage als Hoheit gezählt. Die 27-Jährige powert bis zum Schluss. Ein Rückblick von A wie Action bis Z wie Zefix.
A wie Action: Das Donaufest in Deggendorf wurde spontan zum Action-Ausflug. Mit Donau- und Erdbeerhoheit düste Natalie „Vollgas“ im Einsatz-Schlauchboot der Bundespolizei über die Donau. Das war ganz nach ihrem Geschmack. Der Bootsführer befolgte auch den Wunsch der Königinnen. „Nass geworden sind wir nicht.“
B wie Bruno: Bruno ist ein wichtiger „Mann“ in Natalies Leben. Neben Freund Felix und dem Papa ist da die französische Bulldogge. Der braun-gestromte Rüde mit weißem Latz ist „selig, wenn er dabei sein darf“. Bei einigen Terminen durfte er – zum Jubiläum der Naturfreunde etwa. Natalie freut sich, nach dem Volksfest einfach mal wieder mit Bruno auf der Couch zu liegen.
C wie (Queenie-)Clique: Anfangs hatte Natalie Sorge, wie die anderen Königinnen sein würden, sagt sie. Doch lange schon sind sie ihre „Wochenend-Familie. Ich mag alle gern.“ Aber ein paar Queenies hat sie „g’scheit ins Herz geschlossen“. Mit Zuckerrübenhoheit Ingrid, Gillamoos-Dirndlkönigin Sophia, Weizenkönigin Andrea und Südtiroler Spargelhoheit Susi hat sie „einfach am meisten erlebt“.
D wie dahoam: Viele Kelheimer lernte Natalie als Festkönigin näher kennen. Von so manchem lernte sie eine andere Seite kennen. Wie es beim Neujahrsempfang der Stadt so ist, erlebte sie in vorderster Reihe. Nachdem sie „300 Hände“ geschüttelt hatte, waren Backen und Finger „ein wenig steif“, sagt Natalie und grinst. Wann immer sie als „unsere Festkönigin“ vorgestellt worden ist, war sie „schon stolz“.

E wie Emotionen: Natalie lacht gern und viel. So war das auch im ablaufenden Amtsjahr. „Ich habe aber auch viel geweint.“ Bei so mancher Abdankung anderer Königinnen wurde es „sehr emotional“. Manchmal war da auch Stress, oder Nervosität vor Auftritten. Routine seien die nie geworden. „Die Umstände waren immer anders.“ Emotional werde sicher auch ihr eigener Abschied. „Aber es war auch ein sehr schönes Jahr.“
F wie Fackelwanderung: Nach Natz-Schabs in Südtirol reiste Natalie zweimal. Zum Apfelblütenfest gab es in der Walpurgisnacht eine Fackelwanderung durch die Apfelplantagen. „Die Sonne ging hinter den Bergen unter, das war megaschön.“
G wie Gastgeberin: Oft war Natalie Gast, mindestens genauso gern ist sie Gastgeberin. Privat für Queenies. Zum Christkindlmarkt 2024 setzte Natalie einen neuen Akzent und lud erstmals zum winterlichen Königinnentreffen. Obwohl es zur Eröffnung schüttete, „war‘s schön“. Zu ihrer Abdankung reisen 36 Queenies an. „Da will ich zeigen, wo ich daheim bin.“

K wie Kindergarten: Vor dem Fischerfest-Einzug überraschte Natalie die Buben und Mädchen im Kindergarten Mariä Himmelfahrt. Die waren herzerfrischend ehrlich und löcherten sie mit Fragen. Jungs wie Mädchen wollten wissen: „Wie viele Türme und Fenster hat dein Schloss?“, „Hast du einen König?“, „Reitest du auf einem Pferd?“ Auch wie viele Pins Natalies Schärpe zieren, wollten die Kinder wissen und waren fast ein wenig entsetzt: „Wieso weißt du das nicht?“ Gerne werde sie sich an den „lustigen und besonderen Termin erinnern“, sagt Natalie.
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L wie Laufpensum: Als Festkönigin muss man – auf höheren Absätzen – gut laufen können. Die Kilometer hat Natalie nicht gezählt. Aber bei fast jedem Fest zu dem sie eingeladen war, gab es einen Umzug. Beim Anna-Fest in Forchheim ging es über vier Kilometer, bergauf, bergab, über Kopfsteinpflaster. Vor dem Feuerwehr-Festzug in Lohstadt-Gundelshausen ließ sie sich ausnahmsweise zu Sandalen überreden. Eigentlich gehören „höhere Schuhe“ schon zum königlichen Styling, so Natalie.

M wie (Halb-)Marathon: Dass Natalie Sport liebt, ist bekannt. Dass ihr Herz neben Fitness auch für (Halb-)Marathons schlägt, aber nicht. 2026 peilt sie den ersten Marathon an. Heuer absolvierte in Regensburg ihren ersten Halbmarathon – unter zwei Stunden.
N wie Nachtleben: Viel Feiern gehörte dazu. „Das muss man als Festkönigin lieben, sonst ist man falsch“, sagt Natalie. Sie tanzte viel und gerne auf Bierbänken. Nur nach italienischer Nacht und Race24 hatte sie am Sonntagabend einen Durchhänger. „Da musste ich früher ins Bett.“

O wie Outdoor-Training: Nach wie hält Natalie als Fitness-Trainerin Workouts. Mittlerweile nicht mehr im Keldorado, sondern im Garten des Archäologischen Museums. Nach dem Volksfest ist dort auch zweimal Pilates geplant.
P wie (Queenie-)Partner: Neben Freund Felix begleitete sie oft ihre beste Freundin Regina. Beide waren oft auch als Fotografen gefragt.
Q wie (Blasen-)Qual: Mit das Wichtigste waren Blasenpflaster. An Vatertag trug Natalie beim Fischerfest neue Schuhe - „ein Fehler“. Der Einzug dagegen war eine Wohltat. „Da durfte ich in der Zille fahren.“

R wie Race24: Zu den Highlights zählt auch das Race24. „Total besonders“ war es, im Start-Fahrzeug vor dem Peloton herzufahren. „Ein Gänsehaut-Moment mit super viel Respekt vor den Sportlern“.
S wie Schärpe: Natalies Schärpe ist schwer geworden. Die vielen Erinnerungs-Pins haben Gewicht. Auf den vom Kloster Weltenburg ist Natalie besonders stolz. Beim 975-jährigen Jubiläum „Weltenburger Klosterbier“ war sie aus Versehen am Tisch der Mönche gelandet. Die erklärten erst, dass es für sie „nicht alltäglich ist, mit einer Dame zu speisen“. Natalie konterte, sie esse auch nicht so oft mit Mönchen. Schon war das Eis gebrochen.

T wie Taktstock: Beim Kreisstadtfest durfte Natalie dirigieren. „Da waren vier Kapellen, das hat Wumms gemacht.“ Viel Blasmusik gehörte zum Jahr. Auch Privat mag sie die. Bands wie „Dee schon wieda“, „Folkshilfe“ und natürlich D’Spreißler aus Kelheim.
U wie Uhrzeit: Als Privatperson kommt Natalie gern „mal zwei Minuten zu spät“. Als Festkönigin ging das schlecht. Sie war zwar öfter mal „knapp dran, aber immer zur Stelle“.
V wie Vergessen: „Einmal hab’ ich tatsächlich Krone und Schärpe daheim vergessen. Zum Glück ist mir das zeitnah aufgefallen und ich bin umgedreht. Denn alles kann man kaufen, aber Krone und Schärpe nicht. Wär’ blöd, wenn man auf der Bühne vorgestellt wird, ohne Insignien. Einer Freundin ist das mal passiert.“

W wie Waging am See: Auch das Rosenfest in Traunstein bleibt in Erinnerung. Ein ganzes Wochenende war sie eingeladen. Besonders schön, war ein privater Abend am Waginger See mit allen, „ganz ohne Diademe und Schärpen“.
X wie XS: „Das ist meine Dirndl-Größe. Ich habe 15 Dirndl im Schrank und bestimmt 20 Blusen.“

Y wie Yogurette-Torte: Nein, Yoga macht sie nicht. Aber Yoguerette-Torte gab’s bei der Spargelsaison-Eröffnung in Abensberg bei Nora. Gebacken von Siegenburgs Hopfenkönigin Julia. „Sehr lecker.“
Z wie Zefix: „Zefix, mein Jahr ist bald aus, ging schneller als gedacht. Aber ich bin jetzt bereit, das Amt weiterzugeben.“