Besucherrekorde auf Landesgartenschau Furth im Wald - Michaela Kaniber begeistert

Von Alexander Frimberger · 31. Juli 2025 um 20:00

Die Bayerische Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber (CSU) hat bei der Halbzeitpressekonferenz der Landesgartenschau (LGS) am Donnerstagvormittag beeindruckende Besucherzahlen präsentiert. Einigkeit herrschte folgerichtig, dass die Schau zum Werbeträger für die ganze Region geworden ist.

Bereits beim Baustellenfest im September 2024 wurden innerhalb weniger Stunden 900 Dauerkarten verkauft, sagte Kaniber. Inzwischen sind es 11 000. Aktuell meldete sie 193 000 Besuche. Bis zum Wochenende will man laut LGS-Geschäftsführerin Claudia Knoll die 200 000er-Marke knacken. Zum Vergleich: Am Rande der Besichtigungstour berichtete Martin Richter-Liebald, Geschäftsführer der Bayerischen Landesgartenschauen, dass Freyung im Jahr 2023 über den gesamten Zeitraum 250 000 Besuche verzeichnete und Kirchheim bei München im vergangenen Jahr 500 000 Besuche. Das dokumentiert für Kaniber den überragenden Erfolg in Furth.

„Mein Herz geht auf, wenn ich sehe, was hier entstanden ist“, sagte die Ministerin und ergänzte: „Es ist eine Gartenschau, die Bayern stolz macht.“ Sie verwies auf das Investitionsvolumen von 23 Millionen Euro. 11,3 Millionen Euro davon stammen aus den Fördertöpfen des Umweltministeriums, weitere 4,3 Millionen Euro wurden aus der Städtebauförderung beigesteuert.

Freundschaft mit Nachbarn

Finanziell so ausgestattet sei das Wagnis möglich geworden. Der Mut und die Weitsicht von Bürgermeister Sandro Bauer und seines gesamten Stadtrats sowie dem unermüdlichen Einsatz von 200 Ehrenamtlichen sei es zu verdanken, dass die LGS zu einem derart großen Erfolg geworden ist. Hatte die Ministerin zu Beginn befürchtet, die Nähe zur Grenze könne ein Nachteil sein, so habe sich herausgestellt, dass das Gegenteil der Fall ist. „Es ist ein Erfolgskonzept.“ Zweisprachige Beschriftungen und Darbietungen der tschechischen Nachbarn würden die Zusammenarbeit und Freundschaft beider Länder stärken. Oberpfalz, Niederbayern und Tschechien ergeben eine tolle Verbindung.

Auch wenn Kaniber Verständnis dafür habe, wenn Kommunen vor der Herausforderung LGS zurückschrecken, so betonte sie auch, dass jeder investierte Euro aus volkswirtschaftlicher Sicht das siebenfache einbringe. „193 000 Besucher bis heute“, wiederholte die Ministerin und ergänzte: „Ich bin überzeugt, die Gartenschau wird weitere Rekorde brechen.“ An Bauer gerichtet sagte sie, sie hoffe, er könne Vorbild für weitere Kommunen sein.

Freundliche Begrüßung bei der Ankunft - Foto: Alexander Frimberger
Herzliche Begrüßung mit Landrat Franz Löffler - Foto: Alexander Frimberger
Sandro Bauer kutschiert Michaela Kaniber zur Pressekonferenz - Foto: Alexander Frimberger
Claudia Knoll nimmt die Landwirtschaftsministerin in Empfang - Foto: Alexander Frimberger
Löffler und Kaniber im intensiven Austausch - Foto: Alexander Frimberger
Gemeinsames Foto am EIngang zum Schattengarten - Foto: Alexander Frimberger
Dr. Gerhard Hopp, Michaela Kaniber und Sandro Bauer (re.) - Foto: Alexander Frimberger

Mit Blick auf die 39 Gemeinden im Landkreis betonte Landrat Franz Löffler, es sei von Anfang an das klare Ziel gewesen, dass die LGS Strahlkraft für die Stadt aber auch für die ganze Region und über die Grenze hinaus habe. „Ich traue mich heute zu sagen, dass die Menschen im Landkreis hinter der Landesgartenschau stehen. Sie ist zu einer positiven Marke geworden.“ Alle würden spüren, dass die Veränderung in der Drachenstadt von Herzen kommt. Abzulesen sei die Begeisterung auch am Landkreispavillon. 250 Einzelveranstaltungen habe es dort bisher gegeben, 1500 Mitwirkende waren dabei, „keiner hat die Zeit bereut, die er da war.“

Bauer wagte einen Blick zurück: „Es waren dicke Bretter, die wir bohren mussten.“ Im Vorfeld war viel Überzeugungsarbeit geleistet worden. Doch mit der Eröffnungswoche sei die Kritik verstummt. Jeder Euro, den man ausgegeben habe, sei gut angelegt.

Bayerns Botschafter

„Die Stimmung ist hervorragend, alle freuen sich“, so Bauer, der seine Stadt als einen guten Botschafter für den Freistaat Bayern sieht. Bis zum Wochenende soll die Besucherschallmauer durchbrochen sein, „und jetzt geht es ja erst so richtig los.“

Gesundheitstag der AOK

Nach dem tödlichen Bergunfall der Biathlon-Legende Laura Dahlmeier, kann der AOK-Gesundheitstag am 6. September, an dem sie dabei sein sollte, natürlich nicht in dieser Form stattfinden. Laut Auskunft der AOK Cham wird man an diesem Tag präsent sein und den Schwerpunkt auf Nordic Walking legen. Mehr könne man im Moment noch nicht sagen.