Unterführung im Hierstetter Weg in Furth im Wald muss gesperrt werden

Es herrscht rege Bauwilligkeit in Furth im Wald. Das zeigten die insgesamt elf Anträge, die an den Bau- und Umweltausschuss gerichtet worden sind. Außerdem informierte die Verwaltung über bevorstehende Straßensperrungen.
Wie die Deutsche Bahn der Stadt Furth im Wald mitgeteilt hat, sollen, beginnend im September, Renovierungsarbeiten an zwei Unterführungen vorgenommen werden. Laut Bauamtsleiter Alois Stoiber wird der Tunnel in der Bahnhofstraße (Nähe Lagerplatz) vom 9. bis 11. September halbseitig gesperrt. Die Renovierungsarbeiten sind die Folge eines Unfalls vor einiger Zeit, als ein Lkw im Tunnel stecken geblieben war (wir berichteten). Die Unterführung Hierstetter Weg wird vom 15. September bis zum 24. Oktober komplett gesperrt.
Ortsdurchfahrt Ränkam dicht
Vom 4. August bis längstens 5. August besteht für die Ortsdurchfahrt Ränkam zwischen Friedhofstraße und Zelzer Weg eine Vollsperrung: Grund ist Wasserleitungsbau. Voraussichtlicher Beginn der Baumaßnahme in der Carl-Clos-Straße ist ab 25. August. Laut Stoiber sind rund sechs Wochen Bauzeit eingeplant. Ein weiteres Sorgenkind ist die Lerchenstraße zwischen den Hausnummern 21 und 23. Laut eines Schreibens, das ein Bürger an die Verwaltung gerichtet hat, wird hier seit Jahren eine Sanierung angekündigt, aber nicht durchgeführt. Bürgermeister Sandro Bauer sagt, man sei sich des Straßenzustandes bewusst, die Renovierung soll auch angegangen werden. Stoiber erklärt die Verzögerung so: Für eine Komplettsanierung muss auch der Kanal gemacht werden, das könnten die Stadtwerke im Moment nicht leisten. Aber die Telekom habe angekündigt, dort Glasfaser zu verlegen. An die Maßnahme möchte man sich dranhängen und den Synergieeffekt nutzen.
Wie von uns berichtet, sollen Besitzer von E-Autos auf Wunsch der Staatsregierung Vergünstigungen bekommen. Die Regelung betrifft alle öffentlichen Parkplätze in Bayern, auf denen eine Parkraumbewirtschaftung gemäß der Straßenverkehrsordnung erfolgt. Dort dürfen E-Autos drei Stunden lang kostenfrei parken. Ergänzend teilt Hauptamtsleiter Stefan Schmidberger mit, dass die Fahrzeuge dafür entweder ein „E“ auf dem Nummernschild oder zumindest einen entsprechenden Aufkleber an der Windschutzscheibe haben müssen.

Insgesamt elf kleinere und größere private und gewerbliche Bauvorhaben wurden behandelt. So liegt der Verwaltung ein Antrag auf Vorbescheid auf Errichtung einer Biomasseheizanlage für die Versorgung eines Nahwärmenetzes nähe Sagweg vor. Anliegende Mehrfamilienhäuser sollen versorgt werden. Laut Stoiber befindet sich auf dem Grundstück im westlichen Teil eine Biotop- und Hochwasserkartierung, der geplante Bauort sei davon allerdings nicht betroffen. Der Hauptgrund, warum die Verwaltung zunächst empfahl, den Antrag abzulehnen. Bauer gab zu bedenken, wie groß der Wirkungsbereich der Anlage sein könnte und dass Häuser bis zum Äpflet versorgt werden könnten. „So gesehen könnte ich mich mit dem Standort schon anfreunden.“
Mit Blick auf geplante Polderflächen in diesem Bereich der Pastritz warnte Ausschussmitglied Stefan Zeller vor einer weiteren Verdichtung. Die Polderflächen, so Bauer, ,seien weiter im Norden geplant. Mit zwei Gegenstimmen wurde dem Antrag schließlich das gemeindliche Einvernehmen erteilt.
Umbau ja, LED-Wand nein
In der Böhmerstraße soll ein leerstehendes Bürogebäude zu einer Massagepraxis mit energetischer Sanierung der Gebäudehülle und Anlagentechnik umgebaut werden. Grundsätzlich sei dagegen nichts einzuwenden. Allerdings soll auch eine LED-Wand an der Hausfassade angebracht werden. Weil die darauf zu sehende Werbung den Verkehrsfluss beeinträchtigen und gefährden könne, sei diese abzulehnen. „Nachdem aber über den Antrag in Gänze zu entscheiden ist, teilen alle Antragsbestandteile das gleiche Schicksal“, so Stoiber. Dementsprechend wurde der Antrag abgelehnt.