3,7 Millionen Euro Zuschuss: Renovierung von Neumarkter Seniorenheim rückt näher

Wenn alles nach Plan läuft, wird das Seniorenheim Martin-Schalling-Haus in Neumarkt schon in wenigen Monaten zur Baustelle. Der Start der großen Renovierung war ursprünglich schon für das Frühjahr angedacht. Die 3,7 Millionen Euro vom Gesundheitsministerium machen den baldigen Baubeginn möglich.
Am Mittwoch hat die Einrichtung einen Scheck überreicht bekommen, der das Planungsteam um die geschäftsführende Vorständin der Diakonie NAH Dr. Elke Kaufmann einen Schritt näher an das Ziel bringt.
Zur Übergabe ist die bayerische Gesundheitsministerin Judith Gerlach erschienen. Immerhin geht es um knapp 3,7 Millionen Euro, die das Gesundheitsministerium zusteuert. „Ich bin erleichtert“, sagte Kaufmann. „Es war viel Arbeit, den Antrag zu stellen, aber das hat sich ausgezahlt.“
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Wenn die letzten Entscheidungen in entsprechenden Gremien gefallen sind und das Angebot eines Generalunternehmers ausverhandelt ist, könne der Bau losgehen. Kaufmann schätzt, dass das im Herbst der Fall sein wird. Und das sei auch bitternötig: „Das Haus ist in die Jahre gekommen: Es zwickt und zwackt an jeder Stelle“, sagte sie.
Zu kleine Zimmer und Bäder
Viele Bäder und manche Zimmer seien zu klein. Letztere könne die Pflegeeinrichtung deshalb teilweise nicht betreiben. Außerdem seien die Wege für Mitarbeiter umständlich.
Es wird kein gewerbliches Café, aber für den sozialen Nahraum geöffnet.
Dr. Elke Kaufmann
Eine ganz besondere Änderung wird das Café, in dem auch die Scheckübergabe stattfand, betreffen. Neben neuem Boden und mehr Sitzmöglichkeiten im Innenraum soll die Terrasse vergrößert werden. „Es wird kein gewerbliches Café, aber für den sozialen Nahraum geöffnet“, sagt Kaufmann. Dadurch könnten zum Beispiel Enkel nach der Schule zum Mittagessen vorbeikommen oder Familien statten ihrem Angehörigen nach dem Schwimmbadbesuch noch einen Besuch ab und essen ein Eis zusammen.
Obendrein sollen – auch durch eine zusätzliche Etage – neue Zimmer für Pflegebedürftige und Wohnraum für Angestellte entstehen. „Es ist schwierig, in Neumarkt günstigen Wohnraum zu finden“, begründete Kaufmann die Maßnahme.
Verbesserung für Neumarkter Pflegekräfte
Ministerin Gerlach fügte an, dass es zwar gelinge, Pflegekräfte aus dem Ausland nach Bayern zu holen. Diese würden aber nur wenige Jahre bleiben, weil sie sich nicht zu Hause fühlen. Mit dem neuen Wohnraum könne sich das ändern.
Der Umbau könnte – vorausgesetzt es läuft alles nach Plan – 2028 fertig sein. Die Bewohner bleiben während der Renovierungsarbeiten im Haus.