Untreue-Vorwurf: Vorsitzende der Regensburger Tafel sitzt in Untersuchungshaft

Schwere Vorwürfe gegen die Vorsitzende der Regensburger Tafel: Sie wurde am 25. Juli festgenommen und sitzt in Untersuchungshaft. Ihr wird vorgeworfen, Geld veruntreut zu haben.
Das bestätigte die Staatsanwaltschaft Regensburg der MZ am Dienstagnachmittag. Demnach liegt der Vorsitzenden der Tafel zur Last, Vermögenswerte in Höhe von rund 69.000 Euro veruntreut zu haben. Das Geld stamme aus verschiedenen Quellen und sei durch verschiedene Handlungen veruntreut worden. Insgesamt soll es laut Staatsanwaltschaft um 352 Fälle gehen. Detaillierte Angaben zur Begehungsweise der zur Last gelegten Taten könne er zum jetzigen Zeitpunkt nicht machen, so der Sprecher der Staatsanwaltschaft.
Lesen Sie dazu auch den ausführlichen Bericht: „Schock“ für die Tafel: Vorsitzende legt Amt nach Inhaftierung nieder – Entsetzen bei Mitarbeitern
Weiterer Vorwurf gegen Tafel-Chefin
Darüber hinaus enthält der Haftbefehl einen weiteren Tatvorwurf gegen die Regensburgerin, dieser steht laut Staatsanwaltschaft allerdings nicht in Zusammenhang mit der Tafel. Daher könne man dazu keine Angaben machen.
Das Amtsgericht Regensburg sieht der Staatsanwaltschaft zufolge die Haftgründe der Flucht- und Verdunkelungsgefahr. Der Ermittlungsbehörde zufolge sitzt die Tafel-Chefin in einem bayerischen Gefängnis.
Breite Debatte in Regensburg: Tafel seit Wochen geschlossen
Die Tafel ist seit Wochen geschlossen. Offiziell sprach die Institution von einer Nicht-Verfügbarkeit von Verantwortlichen, Personalmangel, krankheitsbedingten Ausfällen, Urlaubszeit und ausstehenden Restarbeiten bei der Dacherneuerung. Mitte Juli hieß es, die Tafel sei noch bis Mitte September geschlossen, das sorgte für eine breite Debatte in Regensburg und darüber hinaus. Wie es mit der Institution weiter geht, scheint nun offener denn je.