Auch BWG und BFB rüsten sich für die Kommunalwahlen in Burglengenfeld

Burglengenfelds CSU und SPD haben für die Kommunalwahlen im März 2026 schon relativ frühzeitig die Weichen gestellt. Wie aber steht es um die kleineren Gruppierungen? Die BWG und das Bürgerforum (BFB) ließen sich jetzt wenigstens ansatzweise in die Karten schauen.
Zum ersten Mal seit längerer Zeit trafen sich am Donnerstag vergangener Woche Mitglieder der BWG, um den Vorstand neu zu wählen. Ein „überfälliger“ Vorgang, wie 2. Vorsitzender Gregor Glötzl bestätigte. Im Nebenzimmer des Stadthallenlokals Gustl wurden rund 20 Besucher gezählt, womit die Organisatoren durchaus zufrieden waren.
Um es vorweg zunehmen: An der Spitze gibt es keine Veränderungen. Vorsitzender bleibt also Stadtrat Albin Schreiner, sein Stellvertreter Gregor Glötzl, der im Rat auch Sprecher der Fraktion ist.
Die weiteren Vorstandsposten wurden aber weitgehend neu besetzt. Die Kasse führt künftig Melanie Glötzl, als Schriftführerin fungiert Birgit Schreiner. Beisitzer sind neben Maik Prinz (einzige Wiederwahl) Alexander Högerl sowie Andreas Ryczek. Zu Kassenprüfern gewählt wurden Helmut Schmid und Andreij Kaiser.
Altersdurchschnitt konnte etwas gesenkt werden
Schreiner berichtete in der Folge, was die BWG in den zurückliegenden Monaten bewegt hat. Unter anderem wollte man neue Mitglieder gewinnen, um den Altersdurchschnitt etwas zu senken. Dabei seien durchaus Erfolge erzielt worden. Glötzl wiederum schilderte seine Eindrücke, die er zuletzt im Stadtrat gewonnen hatte. Unter anderem sprach er von teils kuriosen, sich wandelnden Mehrheiten und auffälligen Abwesenheiten einiger Ratsmitglieder. Zu seinen Ambitionen, ob er für die kommenden Kommunalwahlen noch einmal als Bürgermeister-Kandidat antreten wird, äußerte sich Glötzl in dieser Versammlung dem Vernehmen nach nicht.
Auf Anfrage bestätigte er allerdings, erneut entsprechende Ambitionen zu haben. Daran habe das enttäuschende Wahlergebnis von 2020 nichts geändert, als Glötzl lediglich 8,1 Prozent der Stimmen auf sich vereinigen konnte. Schon diese Woche soll der Vorstand per Beschluss die Weichen für 2026 stellen – voraussichtlich mit Glötzl als Spitzenmann.
BFB-Rat wünschte sich einen Nachfolger, mindestens
Auch Hans-Edmund Glatzl, Stadtrat des Bürgerforums, ist in diesen Tagen und Wochen bemüht, auszuloten, ob es sich für seine Gruppierung noch einmal lohnt, in den Wahlkampf zu ziehen. Unter der Fragestellung „Null Bock auf Politik?“ hatte er Mitglieder und interessierte Bürger zu einer offenen Diskussion über die zukünftige Arbeit der Bürgerinitiative im Stadtrat in die Gaststätte Schmalzbauer eingeladen. Die Resonanz sei erfreulich gewesen, berichtete er, „die Themen waren brisant, der Austausch fruchtbar“.
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Das BFB gibt es seit rund 40 Jahren. Seit 36 Jahren ist es im Stadtrat vertreten, „um auch unangenehme Themen anzusprechen“. Aus dem Interesse an der jüngsten Veranstaltung zieht Glatzl durchaus die Motivation, auch für 2026 wieder eine Liste aufzustellen. Auch er selbst werde darauf wieder zu finden sein, „wenn die Burglengenfelder das wollen“. Eine „unabhängige Stimme“ im Stadtrat hält Glatzl jedenfalls für wichtiger denn je. Im Ringen um die besten Lösungen für die Stadt sieht er sich in Zukunft als Vermittler zwischen den großen Fraktionen, sagte er.
Sein größtes Ziel sei es aber, „den Staffelstab weiter zu reichen“, also einen oder mehrere Nachfolger für die Stadtratsarbeit zu finden. Diese könnten selbstredend auf seine Erfahrung und sein Wissen aus 40 Jahren Kommunalpolitik zählen. „Null Bock auf Politik schadet allen!“, lautete sein Aufruf zur Mitarbeit.