180 Jahre Stadtansichten Furth im Wald – einst und jetzt

Dem Thema Furth im Wald in alten und neuen Bildern widmet sich eine Ausstellung von Fred Wutz, die bis zum 17. August zu sehen ist.
Die Ausstellung im Alten Rathaus hat noch gar nicht richtig angefangen, da ist sie schon ein durchschlagender Erfolg. Beim Pressetermin stehen Bürgermeister Sandro Bauer, Kulturamtsleiterin Karin Stelzer und Ausstellungs-Kurator Fred Wutz vor den Bildern und fachsimpeln. Das genau ist es, was man mit den rund 80 Bildern erreichen möchte, die 14 Örtlichkeiten in verschiedenen Stadien der zurückliegenden 180 Jahre zeigen. Späth-Gelände, Stadtturm, Hoferinsel, Bahnhof und Ortszentrum gehören dazu.
Eine Entdeckungsreise
Auch der Zeitpunkt für den Ausstellungsbeginn ist wohl gewählt. Stelzer erklärt, die Bilder seien im Alten Rathaus bis zum 17. August, also dem Abschluss des Drachenstichs. „Wir möchten, dass viele ehemalige Further, die jetzt in der Festspielzeit ihre alte Heimat besuchen, die Möglichkeit haben, die Bilder zu sehen“, so Stelzer. Doch natürlich sind die Fotografien, Zeichnungen und alten Postkartenmotive auch für alle Further Bürger interessant.
Man sollte sich schon ein wenig Zeit nehmen, um auf Entdeckungsreise zu gehen, findet Wutz, der erklärt, dass der Ursprung der Ausstellung rund 30 Jahre in der Vergangenheit liegt. Als junger Redakteur beim Bayerwald Echo hat er begonnen, die Drachenstadt im Wandel zu fotografieren. „Aktuellen großformatigen Digitalbildern werden dazu alte Fotografien und einige historische Darstellungen gegenüber gestellt. Es wurde versucht, die alten Positionen der früheren Fotografen für die neuen Aufnahmen zu finden und die Bilder sozusagen deckungsgleich zu erstellen.“ An manchen Stellen ist das nicht mehr möglich. So ist die Stadtansicht aus Süden einmal aus den Chamb-auen heraus fotografiert worden. Heute muss man dazu eine Drohne nutzen, weil der Baumbewuchs zu hoch ist. Mancherorts versperren neu gebaute Häuser die Sicht. Wutz bedankt sich bei denjenigen Haus- und Grundbesitzern, die ihm erlaubt haben, ihre Grundstücke zu betreten oder mit der Drohne zu überfliegen.



Furth ist schöner geworden
Weiterer Dank geht an Rosi Drescher, die geholfen hat, die Bilder zu rahmen, und an Hausmeister Martin Maier, der beim Aufbau behilflich war. Auch Bauer empfahl, sich Zeit zu nehmen und nachzuvollziehen, wie sich die Stadt verändert hat. Zwei Haupterkenntnisse hat Wutz während seiner Arbeit an dem Projekt gewonnen. Zum einen falle auf, dass sich der Stadtkern über die Jahrzehnte kaum verändert hat. Gebäude-, Ensemble- und Denkmalschutz sind die Gründe dafür, weiß der Further Rathauschef.
Zum anderen fällt auf, wie sich die Stadt insgesamt, gerade auch in den letzten Jahren, zum Positiven verändert hat. So wird die Reise der Festwiese dokumentiert, auf der einst erst eine Holz-, dann die Festhalle stand und heute die Parkarena thront. Die Entstehung und der Wandel der Pfarrkirche mit der Burgstraße lassen sich nachvollziehen oder aber, was aus den Grundstücken wurde, auf denen einst die beiden Traditionsbrauereien Hofer und Späth standen. „Furth im Wald hat etwas vorzuweisen“, so Wutz.
Die Ausstellung ist an sieben Tagen der Woche von 14 bis 17 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei.
