Lehrer bleibt sein Traumberuf: Rektor der Parsberger Grundschule geht in Ruhestand

Von Heidi Bauer · 21. Juli 2025 um 17:00

Wenn er noch einmal vor der Wahl stünde, er würde es wieder so machen: „Es gibt nichts Schöneres als den Beruf des Lehrers“, sagt Bernhard Utz, Rektor der Grundschule Parsberg. Zum Schuljahresende geht der 63-Jährige in Ruhestand und spricht darüber, warum er die Schule vermissen wird und wer am 1. August seine Nachfolge antritt.

„Man geht immer mit einem lachenden und weinenden Auge“, meint Utz. Es sei ihm ein großes Anliegen gewesen, dass „seine“ Grundschule auch in Zukunft gut versorgt sei – das sei gelungen und deswegen könne er nun beruhigt gehen, findet der Rektor.

330 Schüler besuchen im Moment die 14 Klassen der Grundschule Parsberg. Um diese kümmern sich 14 Klassleitungen und zehn Fachlehrkräfte. Im zu Ende gehenden Schuljahr gab es vier zweite und dritte Klassen. Durchschnittlich waren es 24 Mädchen und Jungen in einer Klasse, erläutert Utz die Statistik.

Die Kinder fordern und fördern

Er werde seinen Beruf, das Lehrerkollegium und die Kinder vermissen, unterstreicht er. 21 Jahre war er in der Schulleitung tätig: Von 2020 bis heute fungierte er als Rektor an der Grundschule Parsberg, zuvor, von 2004 bis 2020, an der Grundschule Lupburg.

Vieles hat sich in den Jahrzehnten seit Beginn seiner Tätigkeit geändert, die Leidenschaft für seinen Beruf ist dem 63-Jährigen bis heute geblieben. Es gebe nichts Erfüllenderes, als Kinder zu fördern, sie zu fordern und zu beobachten, wie sie sich entwickelten und ihren Weg machten.

Gute Zusammenarbeit zwischen Schule und Elternhaus

Guter Unterricht sei dafür entscheidend. Im Grundschulalter seien Kinder enorm begeisterungsfähig und legten oft besondere Talente an den Tag: „Man kann so vieles bewirken. Deshalb ist der Lehrerberuf in der Grundschule so etwas Schönes.“

Ein großes Lob zollt er seinem Kollegium: „Unsere Lehrkräfte machen ihren Beruf mit Herzblut.“ Schulleitung, Lehrkräfte, Eltern und Schüler pflegten einen Wert schätzenden Umgang miteinander. Durch den regelmäßigen Austausch wisse die Schule, was in den Familien los sei: „Es tut gut, wenn man die Eltern im Boot hat.“ Das sei ein Faktor, der zum Gelingen der Bildungsarbeit beitrage, ebenso wie die Lernentwicklungs-Gespräche, die es in den ersten und dritten Klassen statt der Zeugnisse gebe.

Digitaler Unterricht mit Tablets und Whiteboards

Größte Herausforderung für ihn als Rektor sei die Corona-Zeit gewesen: „Nerven aufreibend“. Binnen kürzester Zeit mussten Masken und Tablets angeschafft und Homeschooling eingeführt werden – im Nachhinein ein immenser Schritt zu einem moderneren und digitalen Unterricht.

Inzwischen verfüge ein Großteil der Klassenzimmer der Grundschule Parsberg auch über digitale Tafeln – Whiteboards, die den Lehrkräften sehr viel neue Möglichkeiten bieten: „Darauf bin ich stolz“, lässt Utz wissen. Aber auch auf die „gelungene“ neue Pausenwiese, die im Stadtpark geschaffen wurde, nachdem die bisherige infolge des Baus des Hauses der Gesundheit weggefallen war.

Für die Zukunft sieht Utz die Parsberger Grundschule gut aufgestellt und mit großem Potenzial. Nur einen Wunsch hat er zum Abschied: „Wir brauchen mehr Lehrerparkplätze.“ Herausforderung für die Schule der Zukunft sei weiterhin der Personalmangel. So sei es schwierig, Zusatzstunden für Sport, Werken, Theater und Musik anzubieten.

Nachfolgerin kommt zum 1. August

Die Musik ist neben der Schule die zweite große Leidenschaft von Bernhard Utz: Ihr will er sich künftig etwas intensiver widmen. Er spielt in einem Kammerorchester und in einem Streichquartett und singt im bayerischen Lehrerchor. Und dann sind da noch seine zwei Enkelkinder, um die er sich gerne kümmert.

Offiziell in den Ruhestand verabschiedet wird der Rektor am Freitag, 25. Juli. Zum 1. August übernimmt Teresa Brey, die derzeit noch an der Grundschule Hohenfels tätig ist, die Schulleitung für die Parsberger Grundschule.