Musikalisches Wiedersehen im Marchinger Steinbruch für Felix Groll und Carina Gehring

Von Lorenz Erl · 20. Juli 2025 um 19:00

Vor zehn Jahren standen die Sopranistin Carina Gehring und Felix Groll schon einmal auf der Felsenbühne des Marchinger Steinbruchs. Groll war damals noch Gymnasiast bei seinem Musiklehrer Reinhold Furtmeier. Nach dem Abitur studierte Groll in Berlin Tenorgesang, schloss mit dem Master im Fach Operngesang ab.

Aktuell lebt der aus Train stammende Felix Che Groll als Sänger in Berlin. Noch gut erinnert er sich an sein erstes Marchinger Konzert: „Ich war damals wahnsinnig nervös. Jetzt ist es ein entspanntes Heimkommen. Mit Reinhold zusammen ist es ein sehr schönes, emotionales Musizieren“, so Groll im Gespräch nach dem Schlussapplaus.

Felix C. Groll - Foto: Erl

Auch Sopranistin Carina Gehring, die vor ihrem ersten Soloauftritt hier zwei Jahre als Querflötistin im Orchester saß, erinnert sich gerne. „Wenn man die Fotos von vor zehn Jahren anschaut, dann hat sich einiges getan. Man fühlt sich aber wieder wie Zuhause, es ist ein ganz besonderes Erlebnis hier!“

Lesen Sie dazu auch: „Fans pilgern zur Marchinger Serenade – Steinbühne frei für Liebe, Leid und Leidenschaft“

Einig sind sich beide, dass sie ein sehr aufgeschlossenes Publikum vor sich hatten. „Die Leute wollten heute diese Musik hören; man hat gemerkt, dass man es emotional getroffen hat“, ist ihr Eindruck von der Bühne aus.

Auch für die Instrumentalisten ist das Steinbruch-Konzert ein Highlight. „Es macht total viel Spaß, mal wieder selbst im Orchester zu spielen. Ich freu‘ mich jedes Jahr darauf“, so die Gymnasial-Musiklehrerin und Geigerin Birgitta Stangl.

Die tagelange Organisationsarbeit vor Ort liegt in Händen der Pfarrsekretärin Nicole Hagl und ihrem 30-köpfigen Team. „Mit dem zunehmenden Erfolg der Konzertreihe wurden auch die Begleitarbeiten immer umfangreicher. Wir haben zwar ein sehr engagiertes Team, aber es wird immer schwieriger, genügend Helfer zu bekommen“, sagt sie.