Schaeffler-Schriftzüge: Neuer Look für Ex-Vitesco-Firmensitz in Regensburg

Von Lorenz Nix · 13. Juli 2025 um 13:29

Das große Logo auf knallgelbem Grund, farbige Fassadenbeklebung: Der Hauptsitz des Regensburger Antriebsspezialisten Vitesco war schon von weitem als solcher zu erkennen. Das blieb auch nach der Übernahme des Konzerns durch Schaeffler im Oktober so. Erst im April begann der fränkische Zulieferer mit der Umgestaltung. Seit Kurzem prangt nun auch der grüne Schriftzug mehrfach am Hauptgebäude. Abgeschlossen seien die Maßnahmen allerdings noch nicht, sagt eine Sprecherin.

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Tatsächlich macht ein Rundgang um das Werksgelände deutlich: Der Name Vitesco ist noch nicht ganz verschwunden. Vor allem auf Wegweisern oder Straßenschildern ist das Gelb noch allgegenwärtig. Die Umgestaltungsmaßnahmen würden im Rahmen eines sogenannten „Global Brand Integration“-Projekts ablaufen, teilt Simone Geldhäuser, Schaeffler-Pressesprecherin für den Standort Regensburg, mit. Ziel sei eine „gemeinsame starke Marke“.

Schaeffler macht keine Angabe zu den Kosten

Geldhäuser zufolge sollen die Umgestaltungsmaßnahmen bis Ende August abgeschlossen sein. Über 1000 sogenannte Assets – dabei handelt es sich unter anderem um Schilder, aber auch digitale Grafiken – werde man dann ausgetauscht haben, sagt die Sprecherin. Das Projekt werde „durch Kommunikationsmaßnahmen, Informationsmaterial und Aktionen für Mitarbeitende begleitet, um die Marke und ihre Werte zu erklären und die Mitarbeitenden über die Umbaumaßnahmen zu informieren“. Die Bezeichnung „Vitesco“ soll dann offenbar komplett verschwinden. Noch gibt es den Namen zum Beispiel in E-Mail-Adressen oder als Gesellschaftsbezeichnung. So ist die Firma hinter dem Regensburger Standort laut der Webseite von Schaeffler bis heute die Vitesco Technologies GmbH.

Damit wird aber laut Geldhäuser Schluss sein: Es sei die Verschmelzung der weltweiten Gesellschaften sowie die Harmonisierung der IT-Landschaften inklusive der Mail-Adressen geplant. Wie viel Geld Schaeffler in die Hand nimmt, um die Vitesco-Standorte an das eigene Design anzupassen, ist unklar. Ohnehin wird es wohl noch mehr als zwei Jahre dauern, bis der Konzern die Maßnahmen auch weltweit abgeschlossen hat. Erst bis Mitte 2026 soll die Umgestaltung an allen früheren Vitesco-Standorten in Deutschland beendet sein. Die internationalen Werke folgen dann bis Ende 2027. Das hatte der Konzern auf Anfrage der Mediengruppe Bayern im Mai mitgeteilt.

Ein Name für die Tonne: Auf lange Sicht soll die Bezeichnung „Vitesco“ komplett verschwinden. - Foto: Lorenz Nix

Ob es sich in Regensburg allerdings lohnt, alle Logos bis Ende August auszutauschen, ist fraglich. Teilweise befindet sich auf den gleichen Schildern auch der Schriftzug des Nachbarn Continental, aus dem Vitesco einst hervorgegangen ist. Seit einigen Monaten ist aber klar: Auch bei Continental wird der Name geändert. Die Autozulieferersparte des niedersächsischen Konzerns, zu der auch der Standort Regensburg, gehört, soll im September als eigenständiges Unternehmen an die Börse. Deshalb wird man wohl bei Schaeffler mit dem Austausch einzelner Vitesco-Schriftzüge so lange warten, bis auch bei Continental die Umbenennung erfolgt ist.

Aumovio: Continental wird orange-rot

Der neue Name, der künftig an der Continental-Fassade in Regensburg prangen soll, steht bereits fest: Aumovio. Wann der bisherige Schriftzug abgeschraubt wird, ist allerdings noch unklar. Sobald die Abspaltung im September vollzogen ist, werde man als Aumovio auftreten, sagte ein Sprecher der Conti-Zulieferersparte vor einigen Wochen. Erst ab diesem Zeitpunkt beginne dann die Umgestaltung der Standorte.

Zum Start der Continental-Ära in Regensburg war der Konzern allerdings sehr schnell mit der Montur neuer Schriftzüge in Regensburg. Als die Niedersachsen am 5. Dezember 2007 den Zulieferer Siemens VDO übernommen hatten, schraubten Arbeiter noch am gleichen Tag das Conti-Logo an die Fassade in Regensburg. Nun bleibt abzuwarten, ob das Orange-Rot von Aumovio genauso schnell kommt.

In Regensburg weht seit einiger Zeit die Schaeffler-Fahne. - Foto: Lorenz Nix
Der Haupteingang mit neuem Schaeffler-Schriftzug: Zu Vitesco-Zeiten war hier viel Gelb zu sehen. Damit ist es vorbei. Auch die Fassade über den Türen ist nicht mehr farbig. - Foto: Lorenz Nix
Der Haupteingang mit neuem Schaeffler-Schriftzug: Zu Vitesco-Zeiten war hier viel Gelb zu sehen. Damit ist es vorbei. Auch die Fassade über den Türen ist nicht mehr farbig. - Foto: Lorenz Nix
Nun erkennt man es schon von weitem: Schaeffler hat jetzt das Sagen am früheren Vitesco-Sitz. Die großen Schriftzüge am Hauptgebäude wurden ausgetauscht. - Foto: Lorenz Nix
Nun erkennt man es schon von weitem: Schaeffler hat jetzt das Sagen am früheren Vitesco-Sitz. Die großen Schriftzüge am Hauptgebäude wurden ausgetauscht. - Foto: Lorenz Nix
Nun erkennt man es schon von weitem: Schaeffler hat jetzt das Sagen am früheren Vitesco-Sitz. Die großen Schriftzüge am Hauptgebäude wurden ausgetauscht. - Foto: Lorenz Nix
Nun erkennt man es schon von weitem: Schaeffler hat jetzt das Sagen am früheren Vitesco-Sitz. Die großen Schriftzüge am Hauptgebäude wurden ausgetauscht. - Foto: Lorenz Nix
Nun erkennt man es schon von weitem: Schaeffler hat jetzt das Sagen am früheren Vitesco-Sitz. Die großen Schriftzüge am Hauptgebäude wurden ausgetauscht. - Foto: Lorenz Nix
An diesem Parkhaus prangte einst ein großes gelbes V für Vitesco. Nun macht Schaeffler hier Werbung mit einem großen Plakat. - Foto: Lorenz Nix
Der Name Vitesco taucht rund um das Werk immernoch an vielen Stellen auf. - Foto: Lorenz Nix
Der Name Vitesco taucht rund um das Werk immernoch an vielen Stellen auf. - Foto: Lorenz Nix