Trotz Sparzwangs: Der 13. Kulturherbst in Neunburg verspricht Vielseitigkeit

Von einem „smarten Kunstherbst“ sprach der Vorsitzende des Kunstvereins Unverdorben, Peter Wunder, bei der Vorstellung des Programms in Neunburg (Landkreis Schwandorf). „Smart“ bezog sich dabei auf den, aus vielen Gründen notwendigen Sparkurs, den der Verein fahren muss. Dennoch beinhaltet das Programm dennoch ein abwechslungsreiches und vor allem vielseitiges Angebot.
Allein schon die Uraufführung des Afrika-Musicals Winnie, zählt zu den Höhepunkten. Die Premiere am 20. September, ist bereits ausverkauft. Insgesamt listeten Peter Wunder und Karl Stumpfi, zweiter Vorsitzender und Kulturbeauftragter der Stadt, ganze 16 Veranstaltungen auf, bei denen der Verein sieben Mal als Träger oder Co-Veranstalter aufritt.
Den Auftakt gestaltet am Freitag, 12. September, das Ostbayerische Jugendsinfonieorchester mit einem Konzerterlebnis in der Schwarzachtalhalle. Unter der Leitung von Desar Sulejmani erklingen Melodien mit spanischem und lateinamerikanischen Hintergrund von der Suite „Carmen“ aus Bizets Oper, Rodrigos „Concierto de Aranjues“ oder „Feuertanz“ von da Falla.
Am Samstag folgt an gleicher Stelle ein Auftritt von Helmut Binser. Sein aktuelles Programm trägt den Titel „Ha?“, in dem der Musikkabarettist Zusammenhänge über bayerische Lebensweisheiten auf den Punkt bringt.
Die offizielle Eröffnung des 13. Kunstherbstes erfolgt dann am Freitag, 19. September, um 18 Uhr, traditionell mit der Vernissage zur Kunstausstellung Ahoj25, im Foyer des neuen Rathauses.
„Politisch ist die Welt derzeit komplett verrückt“, stellte der Tenor Stephan Schlögl fest. Unter dem Titel „Wien, du Stadt meiner Träume“, liegt dem in Stadlern geborenen Sänger daran, zusammen mit Daniel Hinterberger, der renommierten Pianistin Toia Conejo und der Konzertgeigerin Veronika Pröbstl, an die Aufbruchstimmung der Nachkriegszeit anzuknüpfen. Bei dem Konzert am 2. Oktober geht es, bei einem guten Glas Wein, um Wiener Kaffeehaus-Melodien aber auch Filmklassiker von Hans Moser oder Heinz Erhard.
Musikalische Zeitreise zum Jubiläum
Auf eine musikalische Zeitreise lädt das Projekt Contigo mit Blick auf das 25-jährige Bestehen, am 3. Oktober, in die Stadtpfarrkirche ein. An gleicher Stelle präsentiert dann am 17. Oktober der Komponist und Orgeldozent Steven Heelein, zusammen mit Ruth Guillen Toeldo (Sopran), Franz Kiesel (Violine), Johannes Kilian (Percussion) und Antonius Gümbel (Orgel) geistliche Kammermusik.
Eher heiter wir es am Samstag, 18. Oktober mit „Cantarina“, einem Damenquartett aus Prag, das sein Publikum mit seinen Klarinetten verzaubern möchte. Die Bandbreite reicht von klassischen Tönen bis zu modernen Rhythmen.
Mit „Gedanken im Wind“ ist ein Kunstprojekt der Realschule und der evangelischen Kirchengemeinde überschrieben, das am 22. Oktober im Blühgarten hinter der Versöhnungskirche gezeigt wird. Die „Lovestory“ zwischen Elvis und der Bravo verkörpert Klaus Sauerbeck in einem „MusiTextical“, am 25. Oktober im Schlosssaal. Er verspricht, dass die Korrespondenz zwischen dem King und dem Magazin Details offenbare, die selbst eingefleischte Fans bis jetzt nicht kannten. Den musikalischen Teil übernimmt Marc Charro.
In die facettenreiche Welt der Seen und Weiher im Landkreis entführt am 7. November ein Multimedia -Vortrag von Josef Merkl in der Spitalkirche. Die Basis dafür ist sein Fotoband „Wasserwelten“. Mit einem kirchlichen und einem weltlichen Teil, feiert das Oberpfälzer Männerensemble „Sine Nomine“ am 8. November sein zehnjähriges Bestehen in der Pfarrkirche und im Pfarrheim.
Zambito, Graf & Sorgenfrei gastieren am 15. November mit ihrer Jazz-Session im Schlosssaal. Fester Programmpunkt ist auch der Blaue Montag mit den vier „Unverdorbenen“, heuer am 24. November im Hotel-Gasthaus Sporrer. Am 5. Dezember erklären Klaus Sauerbeck und Marc Charro in der Pfarrkirche die Entstehung von „Stille Nacht“. Das Weihnachtssingen des Gesangvereins im Schloss, schließt am 21. Dezember das Programm ab.
Weitere Informationen zum jeweiligen Beginn und Kartenverkauf finden sich im Flyer und auf der Homepage „kunstverein-unverdorben.de“.