Versteckspiel: Papagei Johnny hinterlässt auf seinem Weg durch den Landkreis Cham Spuren

Johnny bleibt weiterhin unauffindbar. Der entflogene Graupapagei aus Zifling-Bierl ist noch immer nicht wieder zuhause. Dabei schien sich die Spur seines Ausflugs vergangene Woche zu verdichten.
Drei Wochen lang hält Johnny nun schon den Landkreis in Atem. Der gesprächige Graupapagei hatte, wie berichtet, die Gunst der Stunde und eine offene Terrassentür während seiner obligatorischen Freiflugstunde im Zuhause am Ortsrand von Zifling genutzt, um sich abzusetzen und den Duft der Freiheit zu genießen. Während seine Besitzer verzweifelt nach ihm Ausschau hielten, hatte sich Johnny aber wohl schon recht früh in Nachbargemeinden aufgemacht.
Graupapagei Johnny: Einmal quer durch den Landkreis?
So meldete sich vergangene Woche eine Dame aus Niederrunding bei unserer Mediengruppe, die Johnny in ihrer Nachbarschaft gesehen haben wollte. „Er ist sogar bis auf meine Terrasse gekommen“, so die Frau, die sich mit Papageien auskennt. und auch ganz klar die markante rote Schwanzfeder des Ausreißers erkennen konnte. Die Tauben rundherum hätten den Vogel wohl angelockt, vermutete sie. Zwei Tage lang habe sie ihn immer wieder beobachtet – aber erst nach Erscheinen des Zeitungsartikels im Bayerwald Echo hatte sie eine Adresse, an die sie ihre Beobachtungen melden konnte.
Derweil war Johnny schon weitergeflogen. Denn noch vor der Niederrundinger Dame hatte sich ein Paar aus Radling bei der Redaktion gemeldet, das den Vogel drei Tage nach der Sichtung in Niederrunding in den Kirschbäumen vorm Haus ausgemacht haben wollte. Papageienmama Manuela Potrzebski machte sich mit ihrem Mann Peter sofort auf den Weg und hält seither immer wieder nach ihrem Johnny Ausschau.
Zum Thema: Suche nach Johnny: Ist ein in Österreich gefundener Graupapagei der Vogel aus Cham?
Bewaffnet mit einem Feldstecher, behält sie die Kirschbäume in der Straße am Mühlbühl in Radling im Auge. Dort sei immer wieder Vogelfutter ausgelegt, zudem fliege ein Amazonenpapagei ab und zu frei herum – „das könnte Johnny schon gefallen“, meint Potrzebski. Eine Spur nach Österreich, wo ein völlig erschöpfter Graupapagei aufgefunden worden war, hatte sich kurz zuvor ebenfalls zerschlagen – der beringte Papagei wurde inzwischen seinen Beisitzern übergeben.
Und auch die Meldung eines Mannes aus Radling, der die Gegend Am Mühlbühl gut kennt, konnte die Potrzebskis nich tbeirren. Der hatte vermutet, der vermeintliche Graupapagei könne in Wirklichkeit in Grünspecht sein. „Die gibt es Am Mühlbühl, und mit ihrem bunten Gefieder kann man sie auf die Entfernung durchaus mit einem Papgei verwechseln.“ Manuela Potrzebski glaubt dennoch an die Aussagen des Paares, das die rote Schwanfeder von Johnny recht klar erkannt haben will.

Hat sich Graupapagei Johnny Chamer Tauben angeschlossen?
Ttrotz aller Anstrengung ist Manuela Potrzebski traurig: „Leider wurde unser Graupapagei Johnny noch nicht gefunden.“ Doch sie glaubt ganz fest daran, dass Johnny noch im Landkreis und am Leben ist. Die Sichtungen seien sehr glaubwürdig und plausibel gewesen, meint sie. Anscheinend habe er sich Tauben angeschlossen und halte sich in Gärten auf, in denen die Vögel gefüttert werden.
Sie hofft weiterhin an die Mithilfe aller. „Bitte haltet die Augen offen, wir vermissen ihn sehr. Für jeden Hinweis sind wir dankbar“, wendet sie sich auch in den sozialen Medien an die Öffentlichkeit. „Er mag gerne Erdnüsse in der Schale, Bananen, Weintrauben… somit könnte man ihn anlocken.“