Bußgelder könnten den Verkehr in der Regensburger Altstadt ungemein beruhigen

Von Christian Eckl · 5. Juli 2025 um 15:00

Verbote hier, unerlaubtes Durchfahren da: In seiner Kolumne Ansichtssache ärgert sich Autor Christian Eckl über fehlende Kontrollen bei den vielen Autos, die durch die engen Gassen der Regensburger Altstadt fahren. Sein Aufreger der Woche ist aber ein anderer.

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Was ich ganz und gar nicht leiden kann ist, wenn man einerseits gegängelt wird mit immer strengeren Regeln. Sich aber andere einfach nicht daran halten. Kürzlich saß ich mit Freunden vor einer wunderbaren Bar in der Regensburger Altstadt. Es gibt ein paar Tische vor der Bar, wir haben uns Häppchen bestellt, ein Gläschen Wein und den schönen lauen Sommerabend genossen. Bis das erste Auto da durchgerauscht ist.

Nun bin ich ja bekanntlich der Ansicht, dass man aus der Regensburger Altstadt ein Freilichtmuseum macht, wenn man die Autos gänzlich verbannt. Das hat damit zu tun, dass ich mitten in der Altstadt wohne und gerne wüsste, wie ich meine Wasserkästen zur Wohnung bringen soll, wenn ich nicht mehr durchfahren darf. Ich stelle aber fest: Den Anwohnern werden immer mehr Parkplätze gezwickt, für Elektroladeplätze, für Freisitze oder weil die Stadt Pflanzenkübel aufstellt.

Dreimal ohne grünes Kärtchen

Was mich aber fuchtig gemacht hat an jenem Abend: Keiner von denen, die durch die kleine Gasse am Watmarkt gedonnert sind, hatte einen solchen Bewohnerausweis. Den Vogel schoss eine SUV-Elektro-Fahrerin mit Münchner Kennzeichen ab, die da dreimal durchgerauscht ist – wie gesagt, ohne dass sie das grüne Anwohner-Kärtchen im Auto hatte.

Ähnlich geht es mir, wenn ich durch die Gesandtenstraße fahre. Ich mache das ohnehin nur, wenn ich Einkäufe ablade. Ich werde dabei von vielen Passanten angesehen, als würden sie mich am liebsten gleich aus dem Auto zerren. Ich kann es verstehen, es ist eng an der Stelle. Noch enger wird es aber, weil zig andere Fahrzeuge da auch durchfahren – und zwar offenbar ohne Berechtigung mit auswärtigen Kennzeichen. Haben die alle Privatparkplätze in der Altstadt? Ich glaube es nicht. Kontrollen habe ich das letzte Mal vor einem Jahr gesehen, seither: Fehlanzeige.

In der Schule was gelernt?

Derweil sinniert man in der Stadt darüber nach, wie man die Altstadt verkehrsberuhigen kann. Kleiner Tipp: Stellt doch mal den Ordnungsdienst in die Gesandtenstraße und verteilt Bußgelder. Das beruhigt den Verkehr ungemein.

Mein Aufreger der Woche ist aber ein anderer. Eine Gruppe Linksextremer kapert den CSD, veranstaltet vergangenen Samstag eine Gegenveranstaltung und muss mit massivem Polizeiaufgebot bewacht werden. Eben jene von der Antifa unterlaufene Gruppe, die es den Veranstaltern des eigentlichen CSD schwer macht, bezeichnet mich im Internet als Rassisten mit faschistoiden Abschiebe-Fantasien. Ich schaue mir das Geschehen am Haidplatz an, sehe Kommunisten-Symbole und frage mich, was diese Leute in der Schule über Diktaturen gelernt haben.

Polizei und Kommunisten-Symbole am Anti-CSD - Foto: Eckl Christian

Aber es gibt auch etwas, über was ich mich sehr freue. Am Sonntagsstammtisch im Bayerischen Fernsehen saß Roman Deininger, Journalist und Buchautor. Der sagt auf die Frage, was seine Freude der Woche war, die Begegnung mit den Volontären unserer Zeitung sei bereichernd gewesen. Lauter tolle junge Menschen. Recht hat er.