Die neuen mobilen Terror-Sperren haben beim Kelheimer Kreisstadtfest Premiere

Kelheim investiert 140.000 Euro in die Sicherheit von Festbesuchern. Die neuen Barrieren sind Schwergewichte. Trotzdem können sie schnell aus dem Weg geschafft werden.
Zum Glück ist auf Kelheimer Großveranstaltungen in den vergangenen Jahren nie etwas Schlimmeres passiert. Doch das weiß man im Voraus eben nicht. Um sich für aktuelle Herausforderungen zu rüsten, investierte Kelheim 140.000 Euro – brutto, wie der Bürgermeister anmerkt – in mobile Zufahrtssperren.
Pünktlich zum Kreisstadtfest, das von Freitag- bis Samstagabend in Kelheims Altstadt gefeiert wird, lieferte die Spedition die Module, so Ordnungsamtsleiter Fabian Gruner. Donnerstagnachmittag begannen die Männer vom Bauhof, die Platten – die im „Rohzustand“ mit elf Zentimetern Höhe leicht überfahren werden können, an neuralgischen Punkten zu verteilen.
Auf Kelheimer Straßen wurden jeweils zwei Teile positioniert
Vor dem Ludwigsdenkmal, in der Altmühlstraße, in Donau- und Ludwigstraße, am Alten Markt und auch im Donautor sollen die neuen Sperren erstmals zum Einsatz kommen. Auf den Kelheimer Straßen wurden jeweils zwei Teile positioniert. Eines ist 1,80 Meter lang und bringt 770 Kilo auf die Waage.
Der Aufdruck zum Gewicht an der Seite macht klar, welche Schwergewichte auch diese Sperren sind. Auch wenn man ihnen das auf den ersten Blick nicht ansieht.
Sind die Teile miteinander verbunden, geht es schnell
Der Bagger hievte sie vom Lkw. Sind die Teile erst einmal miteinander verbunden, geht es schnell. Es heißt nur noch die Plastik-Matten links und rechts ausklappen. Erst wenn alles aufgebaut ist, werden die neuen Terrorsperren „scharf gestellt“, sprich hochgeklappt und arretiert.
Rettungskräfte, Feuerwehr und Stadtverantwortliche haben Schlüssel, um im Ernstfall schnell die Einfahrt zu ermöglichen. Wahrscheinlicher als ein Terrorakt sei allerdings ein Herzinfarkt eines Besuchers, sagt Fabian Gruner.