Der Sommerempfang einer blühenden Stadt Cham inmitten von Problemen

Eine Stadt voller Dynamik trifft auf Krisen im Umfeld: Der gemeinsame Sommerempfang der Stadt Cham und seiner Panzerbrigade 12 Oberpfalz steht 2025 ganz im Zeichen der Extreme. Bürgermeister Martin Stoiber und Brigadegeneral Axel Hardt empfangen dazu die Gäste am Eingang der Stadthalle zu einem kurzweiligen Abend mit überraschenden Einlagen.
Nach der gemeinsamen Begrüßung der Gäste eröffnet das Bläserensemble des Heeresmusikkorps den Empfang mit dem „Irischen Segenswunsch“. Der hat ganz offensichtlich in der Stadt Cham vorher schon gefruchtet, denn Bürgermeister Stoiber berichtet von einem äußerst widerstandsfähigen Landkreis und seiner erfolgreichen Kreisstadt.

Und mittendrin: Cham
Allerdings beginnt er mit einer Aufzählung, die zeigt, dass es rundum alarmierende Entwicklungen gibt, die sich seit dem Sommerempfang 2024 entwickelt haben. Den wiedergewählten und völlig unberechenbaren US-Präsidenten Trump, andauernde Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten, Israels Angriff auf den Iran, Zollstreit, nationalistische Entwicklungen, Klimawandel und eine stagnierende bundesdeutsche Wirtschaft samt explodierender Verteidigungsausgaben...
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Mittendrin die Stadt Cham, die laut Bürgermeister stark von den offenen Grenzen profitiert und deren Wirtschaft mit einem widerstandsfähigen und inhabergeführten Mittelstand punktet. Deren Entwicklung zeigt unbeirrt aufwärts, so Stoiber. Es gebe inzwischen nahezu 18 000 Einwohner und 850 Studenten. Ungebremst hohe Steuereinnahmen und hohe Förderungen haben das Rücklagekonto der Stadt nach Abzug aller Darlehen auf rund 20 Millionen Euro anwachsen lassen.
Die Stadt investiert in die Zukunft
Dabei kommt die Stadt ihren Aufgaben nach und investiert in den Ausbau von Schulen, Kindergärten, Spielplätzen und Aufenthaltsqualität, so der Bürgermeister. Demnächst werde es einen Sportkindergarten in einem multifunktionalen Stadion geben.
In Cham herrscht kein Stillstand – es wird an der Zukunft gearbeitet
Martin Stoiber, Chamer Bürgermeister

„In Cham herrscht kein Stillstand – es wird an der Zukunft gearbeitet“, sagt Stoiber und schiebt Beispiele nach von Neugründungen, Betriebsansiedlungen und Dienstleistungen. Dagegen mangelt es jedoch an Wohnraum. Am Marktplatz fehlt Gastronomie, und es wird schwieriger, Pächter zu finden. Private Investitionen seien nicht immer ausreichend. So sei die Stadt auch auf dem Marktplatz eingesprungen und habe mit der Tourist-Info ein altes Stadthaus saniert. „Ich bin persönlich überzeugt, dass wir uns erneut ein Gebäude sichern müssen, wenn sich eine günstige Gelegenheit ergibt. So stärken wir die Attraktivität unseres Wohnzimmers“, sagt Stoiber. Er denkt an eine Erlebnis-Bibliothek mit Café und eine Pop-up-Fläche.
Neues Feuerwehrzentrum in Sicht
Die Digitalisierung schreitet laut Stoiber gut voran. Beim barrierefreien Bahnhof wünscht er sich mehr Geschwindigkeit. Gleichzeitig investiert die Stadt Millionen in ihre Infrastruktur, in Brücken und Straßen.Das größte Projekt ist der Neubau der Flutbrücke mit einer Dauer von rund drei Jahren und einem Kostenvolumen von rund sechs Millionen Euro.
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Der Campus hat sich laut Stoiber zu einem absolut positiven Standortfaktor entwickelt. Derzeit wird dort mit 1000 Studenten geplant. Im Oktober wird das neue Seniorenheim und Begegnungszentrum St. Michael eingeweiht. Dessen 2. Bauabschnitt wird 2027/28 fertig sein. Dann entsteht die neue Feuerwache für die Chamer Wehr, die 2024 308 Einsätze, 3608 Einsatzstunden und 3327 Übungsstunden geleistet hat. Dafür habe sich die Stadt für eine Million Euro bereits ein zusätzliches Grundstück gesichert. Auch an anderen Standorten der Stadtfeuerwehren wird investiert.
Extreme Wetterlagen und regelmäßige und andauernde Hitzewellen machen eine nachhaltige Entwicklung der Stadt notwendig, so Stoiber. PV-Anlagen, Stromspeicher, LED-Beleuchtungen und ein Biodiversitätskonzept werden umgesetzt. Bei der Neuanlage von Straßen und Plätzen werden Grün und Wasserspeicher bereits mitgedacht, verspricht Stoiber. Ziel sei es, die Aufenthaltsqualität alljährlich weiterzuentwickeln, und die Natur in ihrem Kampf gegen die Klimaveränderungen zu unterstützen. Diese Entwicklungen sollen in allen Ortsteilen stattfinden.
General und Geburtstage
Im zweiten Teil der Veranstaltung berichtet Brigadegeneral Axel Hardt über die militärischen Entwicklungen und deren Einfluss auf die Soldaten der Panzerbrigade 12 Oberpfalz in Cham. Außerdem verleiht die Stadt wieder Chamer Kampl an verdiente Persönlichkeiten, und Bürgermeister Martin Stoiber trifft sich anlässlich des 60. und 75. Geburtstags mit Vertretern von Stadtkapelle und Volksfestverein und lässt sie aus alten und neuen Zeiten erzählen (Bericht folgt).
