Brand im Dunnerkeil: Das ist der Erkenntnisstand zum Großfeuer im Regensburger Westen

Eine imposante Rauchsäule und weithin wahrnehmbarer Brandgeruch brachte am 25. Juni ein Großbrand am Weinweg in Regensburg mit sich. Ein Update zum Stand der Dinge eine Woche später.
Die charakteristische Dachkonstruktion der früheren Gaststätte Dunnerkeil am Weinweg ist nur noch ein Gerippe. Das Feuer, das hier am Mittwochnachmittag vergangener Woche ausgebrochen war, hat ganze Arbeit geleistet. Das Gebäude wird wohl nicht mehr zu retten sein. Greifbare Erkenntnisse in Sachen Schadenshöhe und Brandursache sind indes noch Mangelware.
Bislang kein Hinweis auf Brandstiftung
So ist der Betrag von 500 000 Euro, den die Polizei bereits in ihrer Erstschätzung genannt hatte, nach wie vor der gültige Orientierungswert in Sachen Schadenssumme. Darin sei das, was das Feuer zerstört hat, ebenso enthalten wie die Folgekosten für die Sanierung, erklärt Alexander Schmitt, Sprecher der Kripo in Regensburg. Wobei Sanierung hier wohl ein beschönigender Begriff ist – tatsächlich wird es sich um Abbruchkosten handeln. Endgültigen Aufschluss über das Schicksal des ehemaligen Wirtshauses soll ein in er kommenden Woche vorliegendes Sachverständigengutachten liefern.
Die Sachbearbeitung liegt bei der Polizeiinspektion Süd, nicht bei der Kripo.
Alexander Schmitt, Polizeisprecher
Zur Brandursache gibt es ebenfalls keine klare Aussage, sondern nur diesen Hinweis: „Die Sachbearbeitung liegt bei der Polizeiinspektion Süd, nicht bei der Kripo“, so Schmitt. Übersetzt bedeutet dies: Es gibt bislang keine Anhaltspunkte für eine Brandstiftung, ein technischer Defekt als Ursache ist damit wahrscheinlich. Keinerlei Hinweise gebe es zudem zu dem von Passanten geäußerten Verdacht, dass das Gebäude unerlaubterweise bewohnt gewesen sei.
Keine Auskunft vom Campingplatz-Betreiber
Bedeckt hält man sich auch bei der Camping Lodge AG. Das Schweizer Unternehmen betreibt seit Anfang 2024 den direkt neben der Brandruine gelegenen Regensburger Campingplatz. Bezüglich des kurz vorher geschlossenen Dunnerkeil hieß es damals, dass ein neues Konzept für die Gastronomiefläche in Planung sei. Wie weit dieses vor dem Brand gediehen war und wie es nun weiter geht, ist offen. „Dazu kann ich keine Auskunft geben, das ist alles noch in der Diskussion“, sagt Unternehmenssprecher Pascal Urscheler auf Anfrage lediglich.
Der Betrieb am Campingplatz, das betont er, laufe derweil längst wieder reibungslos. Hier war die Aufregung am vergangenen Mittwoch groß, gut 50 Urlauber mussten evakuiert werden. Sie durften erst nach drei Stunden zurück. Drei von ihnen mussten ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen: Ein Gast erlitt aufgrund der Aufregung einen Schock, zwei weitere klagten über Kopfschmerzen. Die am Brandtag herrschende Hitze kam dafür genauso als Ursache in Frage wie der beißende Brandgeruch, der weithin wahrzunehmen war.