Nächster Anlauf für das Weinfest in Stadtamhof: Gelingt die Rückkehr des Regensburger Kultevents?

Von Heike Haala · 2. Juli 2025 um 14:29

Ein Veranstalter hatte das Weinfest in Stadtamhof wegen des schieren Besucherstroms gecancelt, ein weiterer wegen Differenzen mit der Stadt Regensburg. Nun laufen die Planungen für das Comeback auf Hochtouren.

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Bis vor sechs Jahren war das dritte Septemberwochenende in den Kalendern vieler Regensburger für das Weinfest in Stadtamhof reserviert. Seit 2019 aber begann der Herbst zwischen Brückenbasar und Pylonentor ohne diese Freiluftfete. Stephan Kappl und Stefan Hurzlmeier wollen das nun wieder ändern.

Die beiden sind keine Unbekannten in dem Stadtteil: Immerhin war Kappl 26 Jahre lang Wirt im Lokal Meier. Hurzlmeier führt mit seiner Ehefrau das Hotel Lux, das die beiden vor zweieinhalb Jahren von Kappl übergeben bekommen haben. Vor etwa vier Wochen reifte in den beiden der Entschluss, dem Weinfest neues Leben einzuhauchen. Inzwischen haben sie eine Homepage online, die die Feier unter dem Motto „Vino e Cultura“ für 19. bis 21. September ankündigt.

Die Planungen laufen

In etwa vier Wochen wollen sie das Programm festgezurrt haben. Derzeit rechnen sie täglich mit der Genehmigung vonseiten der Stadt. Ein Winzer aus Würzburg sowie der Genusswarenladen und die Vinothek Vinosus nennt Kappl als Partner, die Rebensaft liefern wollen. Aber auch der Grieche, die Spitalbrauerei, die Trattoria Marina, der Bioladen sowie Kuchen- und Aperitivobar seien mit an Bord.„Auf dem Bürgerfest haben wir uns Bands angeschaut. Viele haben schon zugesagt“, sagt Kappl. Die Bühne werde kleiner ausfallen als die beim Bürgerfest, ihre Position aber soll ähnlich sein. „Damit alle etwas mitbekommen“, erklärt Kappl.

Das Stadtamhofer Weinfest war stets gut besucht. - Foto: Hueber-Lutz, Archiv

Dennoch suchen die beiden auch weiterhin nach Standbetreibern und Musikern. Am liebsten würden sie das Programm mit Stadtamhofern bestreiten. Deswegen verspricht Kappl angemessene Gebühren für die Stände. Auch soll es einen Bücherstand und ein Kinderprogramm geben.

Sie sind nicht die ersten, die sich an diesem Comeback versuchen: Vergangenes Jahr hatte ein Eventplaner den Termin bereits angekündigt, ihn dann aber wegen unüberbrückbarer Hindernisse mit der Stadt Regensburg wieder gecancelt. Die Stadt wiederum sprach von Unklarheiten für den Fall eines Unwetters sowie in Bezug auf die Frage, ob es genügend Toiletten und ein funktionierendes Pfandsystem geben werde, monierte aber auch fehlende Ausführungen zum Räumungskonzept oder bei den notwendigen Straßensperrungen. „Haben wir alles“, sagt Kappl. So gebe es ein Sicherheitskonzept, die Sperrungen seien beantragt und auch ein Pfandsystem sowie einen Container werde es geben, um dem Müll Einhalt zu gebieten.

Auf vieles vorbereitet

Nachhaltigkeit sei für Kappl ohnehin ein wichtiges Thema. Er verweist auf Tornerò, sein Startup für wiederverwendbare Pizzabehälter, die auch auf dem Weinfest zum Einsatz kommen sollen.

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Alexander Irmisch – der SPD-Stadtrat und Chef in der Schierstadt hatte das Weinfest zuletzt veranstaltet und es dann wegen des enormen Zustroms begraben – wünscht Kappl und Hurzlmeier viel Erfolg bei ihrem Vorhaben. Er sei schon gespannt, wie die beiden das mit den Besuchermassen geregelt bekommen wollen. „Ich bin aber zuversichtlich“, sagt Irmisch. Immerhin sei Kappl erfahren und habe schon immer ein gutes Händchen bewiesen. Während des Weinfestes werde Irmisch seinen Betrieb in der Schierstadt aufrecht erhalten. Ob er sich daran beteilige, sei zu besprechen.