Endspurt auf der Grundschulbaustelle in Bodenwöhr: Einzug ist fest für August geplant

Ein Millionenprojekt in Bodenwöhr ist auf die Zielgerade eingebogen: Die knapp neun Millionen Euro teure hochmoderne Grundschule soll pünktlich zum Schulstart im September fertig sein – und das wird laut Bürgermeister Georg Hoffmann (CSU) auch klappen. „Damit sind wir hier für die nächsten 50 Jahre gerüstet“, sagt er.
Die rund 180 Grundschulkinder aus der Gemeinde Bodenwöhr, die ab Herbst im Neubau die Schulbank drücken werden, haben zwar erst einmal noch die Sommerferien vor sich. Doch viele von ihnen freuen sich riesig auf den Umzug in ein neues Schulhaus. „Das ist bei den Kindern hier im Ort ein großes Thema, überall hört man sie jetzt schon darüber reden“, sagt der Bürgermeister.
Rund 8,9 Millionen Euro kostet das Projekt und wird damit 1,7 Millionen Euro günstiger als ursprünglich kalkuliert. Dank finanzieller Unterstützung aus Fördertöpfen beträgt der Eigenanteil, den die Gemeinde schultern muss, 3,9 Millionen Euro.
„Mindestens zu 80 Prozent fertig“
Ein Rundgang auf der Baustelle zeigt, dass die Arbeiten weit fortgeschritten sind. „Wir sind mindestens zu 80 Prozent fertig“, sagt Hoffmann. Derzeit fehlt noch der Aufzug, der für Barrierefreiheit im gesamten Gebäude sorgen wird. Auch Sanitäranlagen wie Waschbecken und Toiletten müssen erst noch installiert werden, ebenso wie die Steckdosen.

Außerdem sind die besonders strapazierfähigen, saug- und wischbaren Teppichböden noch nicht komplett verlegt. Doch die Handwerker vor Ort arbeiten kräftig daran. Sie seien hier in den vergangenen Monaten seit dem Spatenstich im Oktober 2023 zu einer Art Familie zusammengewachsen, sagt Hoffmann.
Bauhofmitarbeiter helfen kräftig mit
Der Rathauschef hat seit dem Beginn der Bauarbeiten nahezu täglich auf der Baustelle vorbeigeschaut und sich intensiv mit den Plänen und Abläufen befasst. Für Mitte August ist seinen Worten zufolge der Umzug geplant. Hier werden die Mitarbeiter des gemeindlichen Bauhofs kräftig mitanpacken.
Am ersten Schultag werden die Kinder dann große Augen machen, wenn sie zum ersten Mal durch den Eingang neben der Hammerseehalle ihre neue Schule betreten dürfen. Das Gebäude selbst ist in zwei Lernsektoren aufgeteilt – jeweils für die erste und zweite Klasse sowie für die dritte und vierte Klasse. Die Räume gruppieren sich um eine gemeinsame Mitte, den sogenannten Marktplatz. Zwei große Mehrzweckräume im Erdgeschoss können im Bedarfsfall zu zwei zusätzlichen Klassenzimmern umfunktioniert werden, so dass in Summe Raum für bis zu 200 Grundschüler geschaffen werden kann.
Teilbare Mehrzweckräume
Im Untergeschoss, das durch die Hanglage ebenfalls sehr hell ist, werden die Verwaltung, Sozialberatungsräume, ein Seminarraum, ein weiterer teilbarer Mehrzweckraum, ein Lager, eine Bibliothek, ein Musikzimmer und Werk- und Handarbeitsräume untergebracht.

Nachdem die Planungs- und Realisierungsphase für den Grundschulneubau die Gemeinde nun seit rund sechs Jahren in Atem hält, wird es auch nach dem Abschluss der Maßnahme in Sachen Schule und Betreuung nicht ruhiger. Als Nächstes geht es darum, die für die Grundschüler gesetzlich garantierten Ganztagsbetreuungsplätze zur Verfügung zu stellen. Bis 2029 müsse die Gemeinde dieses Projekt realisiert haben, sagt Hoffmann.
Auch das wird wieder eine Menge Geld verschlingen. Nachdem dafür bereits seit rund zwei Jahren die Planungen laufen, hat man natürlich auch konkrete Kosten im Blick: Laut Hoffmann wird die nötige Sanierung des Mittelschulgebäudes als Ort für die Ganztagsbetreuung rund sechs Millionen Euro kosten. Immerhin könne die Gemeinde auch hier auf Fördergelder setzen. Rund 50 Prozent müsse sie aber dennoch aus eigener Kraft aufbringen.