Kompletter Neubau für die Feuerwehr – Aufträge für halbe Million Euro vergeben

Von Jochen Dannenberg · 1. Juli 2025 um 11:00

Seit Jahren ist es ein Thema, jetzt rückt das neue Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Schwaig in greifbare Nähe: Der Rohbau steht, das Dach ist dicht und gerade hat die Stadt weitere Aufträge für den Neubau für rund eine halbe Million Euro vergeben.

Vorgesehen ist ein reines Funktionsgebäude, das im Osten des Neustädter Ortsteils in Nachbarschaft zum Sportgelände entstehen soll. 2013 gab es die ersten „Gehversuche“ auf dem Weg zum neuen Gerätehaus, 2020 übernahm Memmel nach der Kommunalwahl. „Es war für uns schnell klar, dass wir einen neuen Standort brauchen“, sagte Memmel im Gespräch mit dieser Zeitung. Am bisherigen Standort bestand keine ausreichende Entwicklungsmöglichkeit mehr für die Feuerwehr. Deshalb habe man sich 2021 das erforderliche Grundstück gesichert und 2022 den entsprechenden Flächennutzungsplan im Stadtrat beschlossen.

Am 18. Februar wurde der Grundstein für das langersehnte neue Feuerwehrhaus gelegt. Beim Richtfest im Mai nannte Bürgermeister Thomas Memmel das Projekt „einen Meilenstein für eine moderne und zukunftsweisende Infrastruktur für die ehrenamtlichen Schwaiger Feuerwehrkräfte“.

Fünf Aufträge vergeben

Mit der Bekanntgabe der Vergaben für weitere Bauaufträge im neuen Feuerwehrdomizil wurde eine weiterer Meilenstein bei dem Projekt gefeiert.Sie zeigen den Baufortschritt. Fünf Aufträge wurden vergeben. Dabei geht es um die Wand- und Bodenbelagsarbeiten mit einem Auftragsvolumen von rund 94 000 Euro. Sie werden von der Firma Reiter Fliesen aus Deggendorf ausgeführt. Die Heizungs-, Lüftungs-, Sanitär- und Klimaarbeiten kommen von der Schmal Haustechnik aus Siegenburg. Der Preis für die Arbeiten beträgt fast 127 000 Euro. Die Innen- und Außenputzarbeiten führt die Firma ATI Innenausbau aus Neustadt a.d. Donau zum Preis von rund 133 000 Euro durch. Die Trockenbauarbeiten wurden an die Firma Obermeyer & Schmitz Ausbaustoffe aus Hemau für 69 000 Euro vergeben. Der Auftrag für die Tür-, Tor- und Fensterelemente wurde an die Firma Martin Meier aus Eichstätt für knapp 87 000 Euro vergeben. Der Gesamtwert der Aufträge beträgt rund 510 000 Euro.

Deutlich sichtbar ist inzwischen ein weiteres Gebäude, das neben dem Neubau entsteht. Hier entsteht ein Vereinslager, das von den Mitgliedern der Schwaiger Feuerwehr in Eigenregie erstellt wird.

Zahlreiche Gäste warteten im Frühjahr bei der Hebauffeier auf den Richtspruch für das neue Feuerwehrhaus in Schwaig. - Foto: Josef Kastl

Beim Neubau des Feuerwehrhauses handelt es sich um einen rechteckigen Bau mit den Außenmaßen 20,4 mal 15,6 Meter und einem Satteldach. Im nördlichen Teil des Gebäudes befindet sich der zweigeschossige Sozialtrakt mit Umkleiden, Sanitäranlagen und Technikraum.

Größere Fahrzeughalle

Eine Treppe führt ins Obergeschoss, das durch die Feuerwehr ausgebaut werden könnte, um beispielsweise einen Schulungsraum einzurichten, wie der Bürgermeister betonte. Bei den Umkleiden und Duschräumen wurde auf Geschlechtertrennung geachtet. Wichtig, so Thomas Memmel weiter, sei, dass bei der Planung auf sich nach Möglichkeit nicht kreuzende Einsatzwege mit teil direktem Zugang zur Fahrzeughalle geachtet wurde. Zum Vergleich: Derzeit gibt es keine Duschen und nur einen Umkleideraum.

Das alte Gerätehaus der Schwaiger Feuerwehr befindet sich im Ortskern. Der Neubau entsteht am Ortsrand. - Foto: Jochen Dannenberg

Die Fahrzeughalle selbst wird deutlich größer als die bisherige sein. Sie soll künftig Platz für zwei Fahrzeuge bieten. Von der Fahrzeughalle aus geht es zu Lagerraum, Werkstatt und Kommandantenzimmer.

Beheizt wird das neue Gerätehaus über eine Hackschnitzelheizung, die auch auch das Sportheim versorgen soll. Wobei sich daraus eine weitere Perspektive für Schwaig ergibt. So könnte die Hackschnitzelheizung künftig auch der Ausgangspunkt für eine Nahwärmeversorgung in Schwaig sein, sagt der Bürgermeister.

Mit den Investitionen bei der Feuerwehr ist mit dem neuen Gerätehaus übrigens noch nicht Schluss. Die Einsatzkräfte bekommen einen Ersatz für ein Löschfahrzeug LF8, das seit fast vier Jahrzehnten in Betrieb ist. Im Mai beschloss der Stadtrat, dass die Feuerwehr ein LF 20 KatS bekommt. Der Preis beträgt zwischen 600.000 und 650.000 Euro.