„Tag der Sagen und Märchen“ lockt zahlreiche Besucher zur Further Landesgartenschau

Von Volkmar Dimpfl · 30. Juni 2025 um 05:00

Der vergangene Samstag stand auf der Bayerischen Landesgartenschau (LGS) in Furth im Wald unter dem Motto „Tag der Sagen und Märchen“. Eine Vielzahl von Geschichten wurde dabei dargestellt. Und zu den Sagen gehörte auch die entsprechende Musik. Vom Spielmannszug Grenzfähnlein kamen die Businenbläser, die mit ihren Signalen gleich für die mittelalterliche Stimmung sorgten.

Businen sind eine Sonderart der Naturtrompeten, eng mensurierte, sich konisch erweiternde Instrumente mit wenig markantem Schalltrichter. Das Instrument ist wahrscheinlich arabischer Herkunft und fand im Verlauf der Kreuzzüge im 12. Jahrhundert ihren Weg nach Europa. Die Businenbläser bildeten den Auftakt und Abschluss vieler Präsentationen.

Engagierte Jugendarbeit beim Spielmannszug Grenzfähnlein

Ebenfalls vom Spielmannszug Grenzfähnlein kam die historische Flötengruppe. Am Landkreispavillon spielten die Falkensteiner Musikanten, die Blaskapelle des Musikvereins Falkenstein. Seit der Gründung wird der Verein durch engagierte Jugendarbeit jung und aktiv gehalten. Das Repertoire umfasst größtenteils bayerisch-böhmische Blasmusik.

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Zwei junge Further haben sich mit ihrem Duo „Crescamus“ der Alten Musik, genauer gesagt Musikstücken aus der Zeit vom 11. bis zum 17. Jahrhundert, verschrieben. Diese große Zeitspanne vom Mittelalter bis zur Renaissance wollen sie mit Spaß und Freude sowohl gesanglich als auch mit verschiedenen historischen Instrumenten musikalisch abbilden. Seit über 40 Jahren musiziert der Kötztinger Kammermusikkreis unter der Leitung von Elvira Frauendienst. 15 bis 20 Personen mit ihren Streichinstrumenten treffen sich wöchentlich, um gemeinsam Werke aus vielen Jahrhunderten und Stilrichtungen zu spielen.

Sagen um den Further Drachen präsentiert

Tag der Sagen und Märchen – da durften auch die Sagen um den Further Drachen nicht fehlen. Neben dem Kinderdrachenstich war auch das Original gefragt. Die Präsentation der Drachenstich-Spielschar lieferte einen Vorgeschmack auf das Spektakel und informierte über einen Teil der Rollen im Festspiel. Sie erklärte, warum der Drachenstich seit Jahrhunderten Menschen begeistert und was diese Geschichte auch heute noch so besonders macht. Später gab es dann noch eine Autogrammstunde des diesjährigen Further Ritterpaars.

Zur Garderobe der Darsteller wurde die Parkarena vor der Präsentation des Drachenstichs. - Foto: Volkmar Dimpfl
Mit spannenden Schwertkämpfen ging es zur Sache. - Foto: Volkmar Dimpfl
Immer wieder erklangen die festlichen Signale der Businen. - Foto: Volkmar Dimpfl
Vom Further Spielmannszug Grenzfähnlein kommt auch die historische Flötengruppe. - Foto: Volkmar Dimpfl
Das Duo „Crescamus“ sind zwei junge Further, die sich der Musik aus dem 11. bis 17. Jahrhundert verschrieben haben. - Foto: Volkmar Dimpfl

Eines der Stücke, das in diesem Jahr auf dem Spielplan des Further Kindertheaters steht, ist „Urmel aus dem Eis“. Auf einer kleinen Insel wohnte ein Forscher, der den Tieren das Sprechen beibringen will. Er schafft es den Tieren das Sprechen zu lernen, auch wenn jedes der Tiere einen Sprachfehler hat, so kann man trotzdem mit ihnen reden. Und so entsteht eine lustige und seltsame Freundschaft zwischen den Tieren und dem Professor. Sein Wunsch ist aber, ein Urmel zu finden. Aber als eines Tages ein Eisberg angespült wird und in seinem Inneren ein uraltes Ei versteckt ist, da scheint der Wunsch des Professors in Erfüllung zu gehen. Doch ein schießwütiger Großwildjäger hat es auch auf das kleine Urmel abgesehen. Jetzt müssen die Freunde beweisen, dass Freunde alles schaffen.

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Neben der Präsentation des Theaterstücks erfuhren die Zuschauer auch einiges über die Geschichte der Further Waldbühne.