Nach vielen Beschwerden: Bahn will Schranke nun doch modernisieren – aber erst in ein paar Jahren

Von Tanja Fenzl · 28. Juni 2025 um 08:00

Nach den anhaltenden Beschwerden von Autofahrern und Anwohnern über die störanfällige Schranke bei Katzbach-Obernried kündigt die Bahn nun Modernisierungsmaßnahmen an. Die gute Nachricht: Der Bahnübergang soll erneuert und mit neuester Technik ausgerüstet werden. Die schlechte Nachricht: Als Zeitfenster nennt die Bahn das Jahr 2030.

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Techniker kam erst nach vier Stunden

Nach der letzten Panne, bei der am vergangenen Freitag die Schranke vier Stunden lang unten blieb, ehe ein Techniker vor Ort eine Sicherung austauschte, hatte sich eine Bahnsprecherin bereits um Schadensbegrenzung bemüht und den neuerlichen Vorfall bedauert. Die Reparatur sei nicht sofort möglich gewesen, da der Bereitschaftsdienst der Leit- und Sicherheitstechnik mehrere Störungen an diesem Tag zu bearbeiten hatte.

Seit Jahren ärgern sich Ortsansässige über den Bahnübergang, an dem die Schranke häufig viel zu lange unten bleibt, selbst nachdem der Zug bereits durchgefahren ist, oder sich die Schranke nicht senkt, obwohl ein Zug herankommt (wir berichteten). Der Obernrieder Kommandant Josef Maier spricht für die Dorfbewohner und sagt: „Da muss eine dauerhafte Lösung her.“ Auch der Waffenbrunner Bürgermeister Josef Ederer – Obernried gehört zur Gemeinde Waffenbrunn – würde lieber heute als morgen eine Modernisierung des Bahnübergangs sehen: „Ich höre jahrelang von Problemen“, sagt Ederer.

Bahnübergang soll erst 2030 modernisiert werden

Der Bahnsprecherin zufolge soll der Bahnübergang nun im Jahr 2030 erneuert beziehungsweise auf den Stand der Technik modernisiert werden. „Die Erneuerung schließt einen kompletten Techniktausch ein, die vorhandene Bahnübergangssicherungsanlage wird durch eine rechnergesteuerte Anlage ersetzt.“ Die Sicherungsart bleibe unverändert, der Bahnübergang sei auch nach der Modernisierung mit Halbschranken und Lichtzeichen ausgestattet.

Aufgrund der häufigen Störungen in den vergangenen Wochen gibt es von der Bahn zumindest einen kleinen Hoffnungsschimmer: „Wir können zudem mitteilen, dass ein früherer Anlagenaustausch aktuell geprüft wird. “

„Das ist noch ziemlich lange hin“

Grundsätzlich gelte: Wenn eine technische Störung an einem Bahnübergang besteht, gelten strenge Sicherheitsvorgaben und verbindliche Abläufe. Zum Beispiel müssten alle Züge vor dem Bahnübergang anhalten, ein Pfeifsignal abgeben und dürften den Bahnübergang nur ganz langsam überqueren. Sicherheit habe immer oberste Priorität.

„Das ist noch ziemlich lange hin“, ärgert sich Maier über die Zeitvorgabe. Gleichwohl man in den letzten Wochen immerhin einige Ansprechpartner zur Seite gestellt bekommen habe, die man im Störfall erreichen könne, würden er und seine Mitstreiter sich eine schnellere Lösung wünschen.

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