Es rührt sich wieder was am Trenckplatz: Die Festspiel-Saison in Waldmünchen ist offiziell eröffnet

Es rührt sich wieder was am Trenckplatz: Die Festspielgemeinde ist am Wochenende offiziell in die diesjährige Festspielsaison gestartet – mit einem dreitägigen Proben-Wochenende, vielen Besprechungen und einem Leberkäs-Essen im Trenckstadl. Der Schwerpunkt der Probenarbeiten im Landkreis Cham liegt in diesem Jahr bei den Volksszenen. Und diesen gab das Regieteam aus Yvonne Brosch und Martin Kowalski schon den Feinschliff.
In knapp drei Wochen findet die diesjährige Premiere am Festspielgelände statt. Und bis dahin haben die vielen Mitwirkenden noch ein großes Programm zu bewältigen. Neben dem ersten Proben-Wochenende steht ein weiteres an, außerdem geht es am kommenden Samstag für viele nach Spiegelau zum dortigen Pandurenfest, welches vom Vereinsvorsitzendem Martin Frank beschirmt wird.
In der Premieren-Woche gibt es dann noch mehrere Durchlaufproben, damit zur Premiere am 12. Juli auch alles klappt. Am Freitag ging es los auf der Festspielbühne, mit ersten Einzelproben und auch gleich einer großen Massenszene. Yvonne Brosch legt zusammen mit ihrem Assistenten Martin Kowalski in diesem Jahr einen Schwerpunkt auf die Darstellungen der Volksszenen. Auch gibt es zwölf neue Sprechrollenträger, die sich in ihren Rollen erst zurechtfinden müssen. Daher war die Regie an diesem Wochenende ordentlich gefordert, bei den heißen Temperaturen nicht immer ein leichtes Unterfangen.
Da war der Schatten der Trenck-Linde ein begehrter Ort. Die Panduren mischten sich dann am Samstag in die Probenarbeiten und hatten dabei auch gleich die Kostüme an. Geübt wurden der Aufbau des Lagers und auch der Sturm auf die Stadt.

Eine weitere Neuerung gibt es für die vielen Laiendarsteller: Um die Probendisziplin zu stärken und um den neuen Rollenträgern eine Chance zu geben, bestmöglich in ihre Aufgabe reinzukommen, werden Anwesenheitslisten geführt. Am ganzen Wochenende waren noch keine Pferde mit dabei, diese üben aktuell noch losgelöst vom offiziellen Probenplan, waren aber auch schon mehrmals am Festspielgelände. In den kommenden Tagen dann werden sie auch in die Probenarbeiten eingebunden. Mit dem bisherigen Probenverlauf zeigten sich am Sonntag dann Yvonne Brosch und Martin Kowalski auch zufrieden. Es konnte viel Detailarbeit bei den Massenszenen umgesetzt werden. Außerdem konnte auch wieder auf den Umgang mit den vielen installierten Flächenmikrofonen hingewiesen werden. Hier gab Johannes Eisenhart einige Tipps und zeigte den Sprechrollen auf, in welche Richtung sie sprechen müssen. Der offizielle Startschuss in die Saison erfolgte dann am Samstagabend durch Vereinsvorsitzenden Martin Frank im Trenckstadl. Dort hatte sich die Spielerschar zur obligatorischen Brotzeit eingefunden. Martin Frank dankte zunächst dem städtischen Bauhof und den Schwarzen Panduren, die im Vorfeld die Bühne und das Umfeld auf die Saison vorbereitet hätten.
In der Hohlgasse wurde ein neuer Bretterzaun installiert, da der alte morsch war. Er dankte der Spielerschar aber ebenso für die Beteiligung beim Schirmherrenbitten und bei der Eröffnung des ostbayerischen Festspielsommers. Mit den Proben gehe es nun in die heiße Phase: „Die Probenarbeit ist der Kern des Festspiels, wir möchten weiter an der Qualität der Aufführungen feilen. Auch konnten alle offenen Sprechrollen besetzt werden, was viel Arbeit und viele Gespräche erforderte“, so Martin Frank.
Er appellierte an die Probendisziplin und ging auch auf die Anwesenheitslisten ein: Diese gebe es auch auf Wunsch von vielen Mitspielern, die sich sehr engagieren. Man wolle so einen Überblick über die einzelnen Gruppen haben und die Rollenarbeit besser umsetzen. Sodann ging Martin Frank noch auf die aktuellen Karten-Vorverkaufszahlen ein und bat darum, noch Werbung zu machen.
Zuletzt gab der Vereinsvorsitzende die üblichen Sicherheitshinweise, was das Freihalten der Seitenaufgänge betrifft wegen dem Einsatz der galoppierenden Pferde und erwähnte, dass es wieder eine Kinderbetreuung geben wird, die Aufsichtspflicht jedoch weiterhin bei den Eltern verbleibt. „Ich wünsche uns eine erfolgreiche und vor allem unfallfreie Saison.“
Die Trenckianer freuen sich auf die kommenden Wochen und die Aufführungen. Der Trenckgottesdienst wird am Sonntag, 20. Juli, auf der Festspielbühne stattfinden.