An diesen Regensburger Seen wartet das Badevergnügen – und das sind die Bikinitrends

Von Theresa Baumann · 5. Juni 2025 um 05:00

Bald ist Badezeit oder wie Komiker Helge Schneider es beschreibt: „Sommer, Sonne, Kaktus: Keine Wolken zu seh'n. Sommer, Sonne, Kaktus: Ach, wie ist das schön.“ Kakteen gibt es an den Stränden im Landkreis Regensburg zwar nicht, dafür aber einen Haustierstrand und ein Open Air.

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Der Guggenberger See bei Neutraubling ist ein echter Sportallrounder. In dem 50 Hektar großen See können Besucher nicht nur schwimmen und tauchen, sondern auch segeln, windsurfen oder surfen lernen. Am Ufer gibt es außerdem einen Sandstrand und ganz in der Nähe eine Inlineskating-Fläche.

Ehemalige Kohle- und Kiesgrube sind heute Badeweiher

Für Verpflegung am Guggenberger See sorgen drei Kioske, die über den Rundwanderweg verteilt sind. Wer sein Essen lieber selbst zubereiten möchte, darf in der ausgewiesenen Partyzone grillen. Dort gibt es fest installierte Grillflächen, eine Lagerfeuerstelle und ein Beachvolleyballfeld.

Feiern ist hier erlaubt, nur campen nicht. Dafür steht der Stellplatz des Vereins für Naherholung im Raum Regensburg zur Verfügung – allerdings nur für Wohnmobile für maximal fünf Nächte. Zelten ist nur beim Techno-Festival „Lumen Open Air“ am 5. Juli erlaubt.

Für Hunde gilt während der Badesaison ebenfalls ein Badeverbot am Hauptsee. Dafür ist der östliche Nebensee extra für Vierbeiner vorgesehen. Bei einem Spaziergang mit ihrem Herrchen wagte Hündin Luna bereits einen Sprung ins kühle Nass. Ihr schien das Wasser nicht zu kalt zu sein. Ihr Besitzer wartet lieber noch etwas, bis er selbst schwimmen geht. Unsere Messungen am Hauptsee ergaben eine Wassertemperatur von 16 Grad.

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Offiziell sind nicht für alle Badeseen Messungen der Wassertemperatur vorhanden. Daher versuchten wir es selbst. - Foto: Theresa Baumann

Der Schwetzendorfer Weiher in der Gemeinde Pettendorf ist mit 17 Grad aktuell etwas wärmer. Dieser See war nicht immer zum Baden vorgesehen. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs war der „Schwetzi“ noch eine Braunkohlegrube. Heute säumt den zwölf Meter tiefen See ein Kiesstrand. In der Mitte des eineinhalb Hektar großen Gewässers gibt es eine Schwimmplattform. Den Nichtschwimmer-Bereich grenzen große Steine ab. Am Ufer gibt es ein Freiluft-Schachfeld und einen Kiosk.

Der Roither See bei Neuallkofen in der Gemeinde Mintraching liegt am Waldrand. Nach den Eisheiligen war der ehemalige Baggersee 17 Grad warm. Am 1. Mai soll er beinahe die 20 Grad geknackt haben, wie ein Schild am Kiosk verrät. Hunde sind hier während der Badesaison nicht erlaubt.

Dieses Verbot gilt auch für den Sarchinger See, der früher eine Kiesgrube war. Sportler können sich hier auf etwa 29 Hektar austoben. An Land gibt es ein Volleyballfeld und drei Kioske. Auch Grillen ist erlaubt, nicht aber mit Einweg- oder Gasgrills. Für dieses Gewässer zeigt unser Thermometer 16 Grad an.

Zwischen dem Schilf m Roither See verstecken sich viele gelbe Blüten. - Foto: Theresa Baumann

Bei Regensburger Sportgeschäften ist Retro und Leo im Trend

Die Seen im Landkreis haben seit 1. Mai offiziell geöffnet, der Wetterbericht verspricht für die nächsten Tage allerdings weiterhin wechselhaftes Wetter. Fehlen natürlich auch noch die richtigen Badesachen. Welche Trends gibt es dieses Jahr?

Verkäuferin Verena Weiblinger vom Sportgeschäft Tahedl beobachtet: „In diesem Jahr greifen viele zu Badeanzügen im Retro-Style, auch das jüngere Publikum.“ Ebenso im Trend liegen Highwaist-Schnitte sowie knappe Badehosen.Besonders gut gingen in der Damenabteilung Leoparden-Muster, Grüntöne und Fliederfarben. In der Badetasche von älteren Schwimmern dürften außerdem „Schwimmbojen“ nicht fehlen, sagt Weiblinger – „für mehr Sicherheit“.

In diesem Jahr greifen viele zu Badeanzügen im Retro-Style, auch das jüngere Publikum.

Verkäuferin Verena Weiblinger

Julia Weber vom Bademodenshop Kaulberg empfiehlt einen Aquafitnessgurt. „Entweder man kann ihn zum Schwimmen benutzen oder zum Joggen im Wasser, um sich so richtig auszupowern.“ Bei der Verwendung seien Jung und Alt keine Grenzen gesetzt. Sie stellt ein ähnliches Kaufverhalten wie Weiblinger fest. Kundinnen bevorzugten Bikinis und Badeanzüge in Retro-Mustern, olivgrün oder orange. Am meisten ginge pink, auch in der Männerabteilung.

Den Schwetzendorfer See in der Gemeinde Pettendorf säumt ein Wald. - Foto: Theresa Baumann

Zu Bikinihosen mit hohem Bund gehe der Griff hier eher weniger, sagt Weber. „Ich glaube, das hat sich einfach nicht durchgesetzt, weil der ganze Stoff ziemlich kalt wird, wenn man aus dem Wasser kommt.“ Über die diesjährigen Modetrends lässt sich streiten, aber eines halten beide Verkäuferinnen für unentbehrlich: den richtigen Sonnenschutz.