Neumarkter Dieb kommt trotz 32 Vorstrafen mit Bewährung davon

Ein 67-Jähriger kam am Dienstag vor dem Amtsgericht Neumarkt mit einer Bewährungsstrafe davon. Das, obwohl der Neumarkter schon 32 Mal - unter anderem wegen Gefängnismeuterei - verurteilt wurde und der Tatvorwurf des Diebstahls mit Waffen nicht ohne ist.
Die erste Straftat des Neumarkters ist schon über 50 Jahre her. In den fünf Dekaden beging er regelmäßig Straftaten, verbrachte in Summe etwa zehn Jahre hinter Gittern. Am häufigsten verurteilten ihn Gerichte wegen Diebstahls. Über viele Jahre habe er sich damit über Wasser gehalten.
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Aber auch Computerbetrug, Fahren ohne Fahrerlaubnis, Unfallflucht Urkundenfälschung, Beleidigung und mehrfache Gefängnismeuterei sind Teil seiner kriminellen Laufbahn, wie vor Gericht zur Sprache kam. All dies schien vor zwei Jahren geendet zu haben.
Der Neumarkter war obdachlos und hatte Hunger
Doch im November hatte der 67-Jährige eine Einkaufstüte geklaut. Die an ein Rad gesperrte Tasche schnitt er mit dem Messer los. „Ich war obdachlos und hatte nichts zu essen. Das war leichte Beute“, gab der Neumarkter zu.
Weil er inzwischen eine Wohnung in Nürnberg gefunden hat, der Wert des Einkaufs nur 15 Euro Betrug und er aus Not heraus gehandelt hat, verurteilte Richter Benedikt Niedermeyer den 67-Jährigen zu sechs Monaten auf Bewährung und 80 Stunden gemeinnütziger Arbeit.