Bald ist wieder Mittelalter in Furth im Wald – Von der LGS gelangt man ganz leicht zum Cave Gladium

Von Alexander Frimberger · 2. Juni 2025 um 19:00

Säbelrasseln und Kriegsgeschrei, aneinander klirrende Bier-Humpen und kehliges Lachen, Gaukler und mittelalterliche Weisen - bald ist es wieder soweit: Vom 14. bis zum 17. August findet in Furth im Wald der Mittelaltermarkt Cave Gladium statt. Das ist geboten.

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Noch sieht man vor allem viel grüne Wiese auf dem Gelände an der Eschlkamer Straße. Kenner der Örtlichkeit werden schnell bemerken, dass sich etwas verändert hat. Von den Verantwortlichen der benachbarten Landesgartenschau wurde ein geschwungener Weg angelegt, der von Bäumen gesäumt ist und den LGS-Rundweg über die Altstadt komplettiert.

„Die Allee sieht ganz ohne Frage gut aus, sie gefällt uns“, sagen die beiden Pressebeauftragten Greta Brock und Dagmar Hastreiter unisono. Allerdings wurden auch Bäume in den Flächen gepflanzt, wo das Lager mit rund 1000 Teilnehmern stattfinden wird. „Das macht das Mähen etwas kompliziert“, sagt Cave-Chef Daniel Reitmeier.

Vom Ausgang an der Leonardi-Kapelle führt ein Weg, der von Bäumen gesäumt ist, übers Gelände. - Foto: Frimberger

Cave ist ein Ganzjahresjob

Scheint so, denn während die gigantische Rasenflächen zum Teil akkurat gemäht sind, steht das Gras an anderer Stelle schon ziemlich hoch. Der Landwirt, der die Wiese mäht, kommt mit seinem Gerät nicht zwischen den Bäumen durch. Doch auch dafür wird es eine Lösung geben – so wie immer, wenn sich die vielen Ehrenamtlichen an die Arbeit machen, das, wie viele Teilnehmer immer wieder sagen, „schönste Mittelalterfest überhaupt“ vorzubereiten.

Ein Ganzjahresjob, wie Brock erklärt: „Nach dem Cave ist vor dem Cave“, sagt sie. Das heißt, gleich nachdem die letzten Trommel- und Dudelsacktöne verklungen sind, geht es schon wieder daran, die Planungen für das nächste Mal zu starten.

Wer ist wieder dabei? Wer kommt neu dazu? Dazu kann Hastreiter schon etwas sagen. Bands wie Fatzwerk und Catagena sind wieder am Start, Feuer- und andere Shows, Tanz und Bardengesang (Avalon, Ad Absurdum, Amerno Signum, Vivien und Barlhow) ebenso. „Neu ist diesmal Kriess aus Prag“, sagt Hastreiter.

Die Band, bestehend aus vier Musikern, spielt seit 2005 zusammen und widmet sich der mittelalterlichen Musik vom 13. bis zum 15. Jahrhundert. Verschiedene akrobatische Einlagen, Märchenerzählerin und Kinderritterturnier sind neu dazugekommen. „Wir sind ein Fest für die ganze Familie“, so Brock. Was kann es da Schöneres geben, als gemeinsam zu essen, zu trinken und den Kindern dabei zuzusehen, wie sie Spaß haben.

Wie gut das funktioniert, sehe man am Wasserspielplatz, der ein großer Anziehungspunkt geworden ist. „Auch wenn die Kinder danach meistens richtig dreckig sind“, lacht Reitmeier.

Langosch und Baumstriezel sind neu

Neu im Gastroangebot: Langosch und Baumstriezel. Apropos familienfreundlich: Das gilt auch für die Preise, die gegenüber dem Vorjahr gleichbleiben werden. Das Ticket für alle vier Tage kostet 14 Euro. „Das kann man sich wirklich leisten“, findet Brock. Ganz günstig werden die Mittelaltertage, wenn man sich in ein mittelalterliches Gewand hüllt.

Dann kostet die Eintrittskarte für alle vier Tage nur zwei Euro. Ein Angebot vor allem auch für die Further, das bestens funktioniert. Die Akzeptanz des Cave ist über die Jahre immer weiter gestiegen. Inzwischen hat sich das Mittelalterfest neben dem Drachenstich zum zweiten großen Aushängeschild der Grenzstadt gemausert, sagen die Verantwortlichen.

Bereits im ersten Jahr nach der Veränderung bewährt hat sich die Verlegung der Arena, auf der unter anderem die Schwertwettkämpfe durchgeführt werden. Hastreiter findet: „Dadurch hat sich das Geschehen entzerrt , die Besucher verteilen sich besser über das Gelände.“

Neu sind auch verschiedene Erklärtafeln entlang der Wege. Die sind mit QR-Codes versehen und beschreiben, was vor Ort zu sehen ist. Zum Beispiel eine Wagenburg, die dieser Tage aufgebaut wird und während der Landesgartenschau bestehen bleibt. Über das nachbarschaftliche Verhältnis sagt Reitmeier, dass es bei der Leonhardi-Kapelle einen gemeinsamen Übergang gibt. Für alle, die von der LGS aufs Cave wollen, ist das mit dem Armband, das man als zahlender Teilnehmer bekommt, leicht möglich.

Die neuen Hinweisschilder - Foto: Frimberger

Am 14. August geht es los

Andersherum brauchen LGS-Besucher zumindest eine Tageskarte und einen Stempel, wenn sie das Gelände bereits verlassen haben. Offizielle Eröffnung mit den Businenbläsern und dem Marktvogt ist am Donnerstag, 14. August, um 16 Uhr.