Pfarrvikar Dr. Varghese Chiraparamban wird der neue Pfarrer in Maxhütte-Haidhof

Von Friedrich Gluth · 1. Juni 2025 um 17:00

Beim Gottesdienst am Sonntag in der Pfarrkirche St. Josef in Rappenbügl vermeldete Pfarrvikar Jean-Luc vor dem Schlusslied eine für die Pfarreiengemeinschaft Maxhütte/Rappenbügl wichtige Nachricht.

Auf Bitte von Pfarrer Thomas Meier, dem derzeitigen Pfarradministrator, gab er bekannt, dass Bischof Rudolf Voderholzer Dr. Varghese Chiraparamban, der derzeit als Pfarrvikar in Beratzhausen und Pfraundorf tätig ist, zum 1. September 2025 zum Pfarrseelsorger der Pfarreien Maxhütte-Haidhof und Rappenbügl ernannt hat.

Die MZ hatte Gelegenheit, mit dem neuen Pfarrer zu sprechen. Geboren sei er, so der Geistliche, am 12. Januar 1974 in Kerala in Indien. Dort sei er mit einer Schwester und einem Bruder, die beide verheiratet seien und Familie hätten, aufgewachsen. Seine Geschwister ebenso wie die Eltern würden noch in Kerala leben.

In Beratzhausen tätig

Nach der Schulzeit habe er einen Bachelor in Theologie und englischer Literatur erworben. 2003 sei er zum Priester geweiht worden. 2006 sei er nach Europa gekommen und habe ab 2008 in Belgien einen Masterstudiengang in Theologie absolviert und dort auch seinen Doktortitel erworben. Nach Abschluss seiner Promotion habe er die Funktion eines Rektors am Theologiestudienhaus in Kerala innegehabt. Seit Oktober 2021 sei er als Pfarrvikar in den Pfarreien Beratzhausen und Pfraundorf tätig.

Von der Absicht der Diözese, ihn nach Maxhütte zu versetzen, habe er vor zwei Wochen erfahren. Seit einer Woche stehe die Entscheidung, zu der er im Vorfeld gehört worden sei, fest.

Seinen neuen Wirkungsbereich kenne er bisher nicht, so Chiraparamban. Er habe aber vor, sich in den nächsten Tagen einen ersten Eindruck zu verschaffen. Dass er jetzt nach Maxhütte komme, sehe er als Plan Gottes für ihn.

Ich glaube, der Heilige Geist wird mich in diese neue Aufgabe begleiten.

Dr. Varghese Chiraparamban

Die Frage, ob er neue Schwerpunkte in der Pfarreiengemeinschaft setzen wolle, verneinte er. „Ein Schwerpunkt meiner Arbeit wird ebenso wie in der Vergangenheit auch in Zukunft die inhaltliche Ausformung der Predigt in der Form sein, dass die Gottesdienstbesucher etwas mit nach Hause nehmen können. Ich glaube, der Heilige Geist wird mich in diese neue Aufgabe begleiten“, sagte er.

Sehr beliebt bei Gläubigen

Auf die Frage, ob er gerne aus Beratzhausen weggehe, kam ein klares Nein. Die Menschen in seinem jetzigen Zuständigkeitsbereich seien ihm immer sehr freundlich und offen begegnet. Dies habe seine Arbeit wohltuend beeinflusst, begründete er seine Aussage.

Das positive Miteinander von Pfarrer und Pfarrgemeinde bestätigte auch Florian Brunner, ein Mitarbeiter des Mesnerteams. Er stellte heraus, dass der Pfarrvikar wegen seiner menschenzugewandten Art sehr beliebt sei.