Drei Regensburger wagen sich in die VOX-Show „Höhle der Löwen“

ChuckaRubba: Die Ingenieure Rainer Lauberger, Thomas Eichstetter und Thomas Moch aus Regensburg haben ein neues Spiel- und Sportgerät für Groß und Klein erfunden. Bei der TV-Ausstrahlung am Montagabend auf VOX wollen sie die Investoren überzeugen. Seit der Produktpräsentation in der „Höhle der Löwen“ ist schon viel passiert: Der Stickflip ging in die Serienproduktion.
Von Elias Lanzinger
Was in einer Regensburger Einzimmerwohnung und im Keller der Erfinder begann, ist jetzt ein fertiges Produkt: der ChuckaRubba-Stickflip, entwickelt von den Ingenieuren Rainer Lauberger, Thomas Eichstetter und Thomas Moch. Das Spielgerät mit verschiedenen Modi und Level soll möglichst oft rotierend in die Luft geworfen werden und zählt mit Sensoren die Umdrehungen. Die Drei stellten ihr Produkt in der TV-Show „Die Höhle der Löwen“ der Jury aus möglichen Investoren vor und warben dabei um Kapital. Am Montagabend um 20.15 Uhr ist der Auftritt auf VOX zu sehen.
Eichstetter und die Zwillingsbrüder Lauberger und Moch, „Technik-Nerds“, wie sie sich selbst beschreiben, kennen sich schon seit 2010 beruflich, es entstand eine Freundschaft und die Idee des gemeinsamen Projekts. Zu Hause bastelten sie mit 3D-Druckern mehr als 50 Prototypen. Trotz der hohen Arbeitsbelastung einer Start-up-Gründung neben der Vollzeitarbeit habe es großen Spaß gemacht, betonen sie. „Andere spielen Playstation, wir spielen ChuckaRubba.“
Mehrere abgelehnte Bewerbungen
Der Fernsehauftritt ist mittlerweile ein gutes Jahr her, und es wäre ohnehin fast gar nicht dazu gekommen, erzählen die Gründer. Nach bereits mehreren abgelehnten Bewerbungen für die Show erfuhren sie spontan von einer Bewerbungsmöglichkeit in München vor Ort am gleichen Tag. Man eilte in die Landeshauptstadt, präsentierte unvorbereitet eine halbe Stunde vor Schluss des Events das Produkt – und es klappte. „Wir haben Glück gehabt, das war auch das einzige Mal, dass die Bahn nach München keine Verspätung hatte“, so das Team.
Am Drehtag in Köln sei die Nervosität dann schon groß gewesen, geben sie zu, auch weil sie zu diesem Zeitpunkt noch keine Verkaufszahlen und nur die Prototypen vorzuweisen hatten. „Man wird ins kalte Wasser geworfen und weiß außerdem nicht genau, welche Investoren genau einen dann an diesem Tag bewerten.“ Der Auftritt lief dann aber, so viel wird verraten, sehr gut, die „Löwen“ spielten sogar mit dem Produkt. Die Einzelheiten, und ob ein Deal zu Stande kam, sind dann am Montagabend im TV oder per Stream auf dem Bezahlsender RTL+ zu sehen.
Verkaufsstart direkt nach Fernsehauftritt
Seit der Produktpräsentation in der „Höhle der Löwen“ ist viel passiert: Der Stickflip ging in die Serienproduktion. Seit Kurzem kann man ihn in vielen europäischen Ländern schon erwerben. Geplant ist außerdem ein Export in die USA und nach Australien. Der Verkaufsstart in Deutschland ist direkt nach dem Fernsehauftritt, Bestellungen sind schon möglich und auch in Regensburg direkt wird es das Spielgerät zu kaufen geben. Es erreichten sie zu ihrer Freude schon erste Videos von Spielenden aus Spanien, erzählt das Team.
Genau darum geht es den Regensburger Entwicklern: „Wir freuen uns einfach, den Spaß beim Spielen und vor allem das Miteinander zu sehen, in Zeiten, in denen viele beim Spielen alleine vor den Bildschirmen sitzen.“ Sie erklären außerdem, ihr Spiel sei für alle Altersgruppen geeignet, trainiere die Koordination, bringe Bewegung und sei deshalb nicht nur als Spiel-, sondern auch als Sportgerät für draußen zu sehen. Der Stick beinhaltet auch Teamspiele, Kinder an Schulen aus der Region hätten das Gerät bereits vorab getestet und seien begeistert gewesen.
Einen klanglichen Hinweis auf den Ursprungsort des Spiels, das man laut Eichstetter „Ende des Jahres auf der ganzen Welt kennen wird,“ haben die Regensburger Techniker auch noch verbaut. Denn hat man alle Level absolviert und den Stick sozusagen komplett durchgespielt, ertönt schließlich: die Bayernhymne.