Neunburger Wiesn nahm schnell Fahrt auf: Hochbetrieb im Zelt und vor allem am Weißbierstand

Trotz der Wetterkapriolen mit relativ niedrigen Temperaturen und gelegentlichen Regenschauern legte die Neunburger Wiesn einen tollen Auftakt hin. Dass der Bieranstich am Mittwochabend etwas „spritziger“ als gewohnt verlief, war nicht die Schuld von Bürgermeister Martin Birner (CSU), wie sich im Nachhinein herausstellte. Aufgrund eines technischen Defekts löste sich das Absperrventil aus dem Hahn, konnte aber schnell wieder eingesetzt werden, sodass nur wenig von dem wertvollen Gerstensaft verloren ging.
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Nahezu alle Tische im großen Bierzelt wiesen bereits am Mittwochabend Reservierungshinweise auf. Vereine aus dem gesamten Stadtgebiet waren vertreten. Den Einzug des Festwirts Matthias Meier mit Gattin Melanie an seiner Seite, des Stadtrats unter Führung von Bürgermeister Birner sowie von Marcus Jacob und Markus Lernbecher als Repräsentanten der Familienbrauerei Jacob führte die Stadtkapelle Neunburg an. Während noch die Vorbereitungen für den Bieranstich liefen, gab die Stadtkapelle ein kleines Standkonzert.
Die Stoapfälzer Spitzbuam sind seit 30 Jahren im Geschäft
Musikalisch übernahmen im Anschluss die Stoapfälzer Spitzbuam die Aufgabe, ordentlich für Stimmung zu sorgen. Die Band ist seit mehr als 30 Jahren im Geschäft und gehörte auch schon zu den Höhepunkten bei den Neunburger Volksfesten, als diese noch am Torweiher, rund um die ehemalige Stadthalle, stattfanden. Mit ihrem modernen Repertoire rissen die Stoapfälzer Spitzbuam nicht nur das junge Publikum von den Bänken. Aktuelle Lieder mischten sie mit Hits, die das Publikum in Bierzelten und auf Partys begeistern.

Während der kleine Biergarten am Zelteingang am Mittwochabend eher noch leer blieb, erwies sich der Weißbierstand vor dem Zelt als beliebter Treffpunkt. Da störten nicht einmal die kurzen, teils heftigen Regenschauer.
Besucher feierten am Vatertag lieber draußen
Hochbetrieb herrschte am Weißbierstand dann auch am Donnerstag, am Vatertag. Ab dem frühen Nachmittag war der Stand dicht belagert. Die Aufschriften auf den Shirts zeigten, dass hier Vereine, teils sogar von weit über Neunburgs Stadtgrenzen hinaus, vertreten waren. Dazu hatte Festwirt Matthias Meier eigens die Blasmusikformation Zam g’strickt, unter der Leitung von Andreas Königsberger engagiert. Das Quintett begleitete das Treiben vor Ort mit handgemachter Blasmusik.
Etwas schwerer taten sich die Mannen der Wolfsegger Partyband. Weil draußen immer noch relativ laue Temperaturen herrschten, blieb der große Ansturm im Zelt am Donnerstagabend aus. Trotzdem gaben die fünf Regensburger alles und überzeugten mit einer enormen Bandbreite im Repertoire und hoher Qualität. Zumindest die Besucher in den vorderen Tischreihen zollten ihnen dafür mit viel Engagement auf den Bänken ihren Dank. „Durchwachsen“ war die erste Bilanz zum Rummelbetrieb, bei dem der Autoscooter den größten Zuspruch erlebte. Vonseiten der Festküche, die über ein abwechslungsreiches Angebot verfügt, wurde über ein bis dato zufriedenstellendes Ergebnis berichtet.

„Bis jetzt sind wir mit dem Verlauf sehr zufrieden“, meinte Festwirt Meier nach den ersten zwei Tagen auf Nachfrage. „Dass nicht einmal der Regen für schlechte Stimmung gesorgt hat, stimmt mich auch für den Rest zuversichtlich, zumal die Prognosen für die kommenden Tage weitaus besser sind.“ Mit einigen Fuhren Hackschnitzel konnte der Festplatz wieder gut begehbar gemacht werden.

Weitere Höhepunkte am Wochenende
• Samstag: Erfahrungsgemäß zählt der Samstag zu den Höhepunkten. Er startet heute ab 14 Uhr mit einem Kindernachmittag. Ab 18.30 Uhr spielen im Zelt die Blechzipfl, bevor es wieder zu einem Heimspiel der Rotzlöffel kommt.
• Sonntag: Der Abschlusstag bietet, nach einem politischen Frühschoppen, am Abend noch einmal einen besonderen Höhepunkt. Es tritt erstmals in Neunburg eine der bekanntesten Wiesenkapellen auf, die Kapelle Josef Menzl. Der Eintritt ist frei.