Drachenhöhle Furth im Wald wurde für 900.000 Euro innen und außen saniert

Von Alexander Frimberger · 25. Mai 2025 um 19:00

Weithin sichtbar: An der Further Drachenhöhle ist einiges geschehen. Sie hat ein völlig neues Gesicht bekommen, wirkt frisch und modern. Innen drin hat der Ausstellungsbereich mehr Struktur bekommen, ist einladender und übersichtlicher geworden.

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Gute alte Tradition ist und bleibt allerdings, dass sich das Ritterpaar des Vorjahres an der Wand der „Hoheiten“ mit einem eigenen Bild verewigen darf. So waren zum Pressetermin unter anderem Eva Baier und Ludwig Fleischmann gekommen und haben ihr Erinnerungsfoto an die Ahnengalerie gehängt.

Fanny hat es jetzt wärmer

Zuvor hatte Bürgermeister Sandro Bauer die harten Fakten erläutert: Insgesamt 900.000 Euro wurden in die Sanierung der Fassade und des Ausstellungsbereichs investiert. Rund die Hälfte wurde aus den Töpfen Städtebauförderung sowie Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) bezuschusst. Entstanden ist eine moderne Heizungsanlage sowie neue Toiletten. Ständig öffentlich zugänglich sind eine Herren- und eine Damentoilette sowie ein barrierefreier Bereich, der auch als Wickelraum fungiert.

Das ist für uns wahrer Luxus.

Thomas Roßmann über die neue Toilettenanlage in der Drachenhöhle

Bei großen Veranstaltungen in der Parkarena kann eine Zwischentür geöffnet und so weitere Toiletten zugeschaltet werden. „Das ist für uns wahrer Luxus“, sagt Thomas Roßmann, der als Teil der Drachenmannschaft auch für den Höhlenbetrieb zuständig ist. Früher mussten Besucher immer nach draußen um das Gebäude herum geschickt werden.

Heute können sie den Bereich direkt über die Ausstellung erreichen. In der Bausumme ebenfalls enthalten: Die Umgestaltung der Fassade mit einem Verkaufsfenster für Veranstaltungen in der Parkarena und einem Eingang, der an ein Schlosstor erinnert. Heizplatten an der Decke in Fannys Wohnzimmer ermöglichen es der Drachenmannschaft, auch im Winter Reparaturen vorzunehmen. Auch ein Teil des Obergeschosses ist in die Gesamtrechnung eingeflossen.

„Ich freue mich, die Drachenhöhle heute wieder ihrer Bestimmung zu übergeben“, sagte Bauer, während schon viele neugierige Besucher an die Kasse strömten. Die Eintrittspreise bleiben übrigens gleich: Erwachsene zahlen 6,50 Euro, Kinder zwei Euro weniger. Das Familienticket (zwei Erwachsene und eigene Kinder) schlägt mit 17 Euro zu Buche. Neben Planer und ausführenden Firmen, die ganze Arbeit geleistet hätten, galt der Dank des Rathauschefs vor allem der Drachenmannschaft, die viel in Eigeninitiative und mit Herzblut umgesetzt hätten. Ein Sonderlob bekam Andreas Mühlbauer, der für neue Fotos und Erklärfilme verantwortlich zeichnet. Bevor Roßmann eine Führung durch die Höhle unternahm, stellte Anna-Lena Fischer, Leiterin der Touristinfo Furth im Wald, noch die neue Drachenhöhlen-App vor. Die wird demnach von der Landesstelle für nichtstaatliche Museen zur Verfügung gestellt. Darin ist ein Audioguide in deutscher, tschechischer, englischer und französischer Sprache enthalten. Außerdem gibt es weiterführende Links, zum Beispiel zur Ticketbuchung.

Drachennudeln vom Kreuzerhof, neu bedruckte T-Shirts und viele Lindwurmmitbringsel mehr sind im erweiterten Eingangs- und Souvenirbereich erhältlich. „Wir wollten das Ganze einfach großzügiger und weniger beengt gestalten“, so Roßmann. Im ersten Teil der Ausstellung, der die historische Geschichte des Drachenstichs dokumentiert, ist ein Film neu zu sehen. Er zeigt ein Zeitdokument, und zwar den historischen Festumzug von 1973.

Im zweiten Teil hat die Legende des Drachenstichs mehr Platz bekommen und auch die Wand der ehemaligen Ritter ist hier nach wie vor zu bestaunen.

Der Ausstellungsbereich ist luftiger geworden, auf einer riesigen Leinwand ist ein Film zum Drachenstich zu sehen. Bequeme Sitzbänke wurde davor platziert. Neu gestaltet wurde ein Kinderbereich mit Bällebad, Mal- und Spielmöglichkeiten. Hier wird auch die Entstehung des Drachens, sein Konstruktionsmodell und mehr ausgestellt.

Thomas Roßmann führt durch den neu gestalteten Ausstellungsbereich, der einige Finessen zu bieten hat. - Foto: Alexander Frimberger

An einer Präsentationstheke kann gezeigt werden, wie man Drachenblut mixt, neue Zähne anfertigt oder Drachenfeuer macht. Nach der Landesgartenschau soll dies bei regelmäßigen Führungen gezeigt werden. Bis dahin sind Führungen nach Absprache möglich.

Die Funktionen verstehen

In der Höhle, in der der Drache steht, sind einige Effekte zu hören und zu spüren und es wird ein neuer Film über den Drachen gezeigt. „Wir wollen nichts vom Drachenstich verraten aber man soll schon verstehen, wie der Drache funktioniert“, so Roßmann abschließend.